
Sie sind die wesentlich effizientere und umweltfreundlichere Weiterentwicklung der Konstanttemperatur- und Niedertemperaturkessel. Zurzeit lohnt sich die Anschaffung eines Brennwertkessels besonders – Sie sparen damit nicht nur Brennstoff, sondern auch Kosten.
Für den Heizungstausch winken attraktive Förderungen von bis zu 45%. Im Folgenden stellen wir Ihnen den Gas-Brennwertkessel als moderne Heizungsart vor.
Bei allen Gasheizungen entstehen durch die Verbrennung von Erdgas heiße Abgase. Die alten Gasheizungen ohne Brennwerttechnik ließen diese Gase ungenutzt durch den Schornstein entweichen.
Bei modernen Brennwertkesseln werden die heißen Abgase abgekühlt und die darin enthaltene Wärme zusätzlich zum Heizen genutzt. Es gibt in diesem Zusammenhang zwei unterschiedliche Technologien: den rücklauftemperaturunabhängigen und den rücklauftemperaturabhängigen Kessel.


Das Heizsystem nutzt die heißen Abgase, um das Heizungswasser vorzuwärmen. Anschließend werden die Gase in einen Wärmetauscher geleitet. Dort geben sie einen großen Teil ihrer Wärme an die Frischluft ab, die in den Brennraum geleitet wird. Dabei kühlen sie ab und kondensieren.
Durch diese zusätzliche Nutzung der erzeugten Wärme steigt der Wirkungsgrad des Brennwertkessels. Bei dem Prozess ist sowohl die Vorlauf- als auch die Rücklauftemperatur des Heizungswassers relativ hoch.
Sie liegt bei etwa 65 °C. Damit eignet sich diese Art des Brennwertkessels sehr gut für die Verwendung mit herkömmlichen Heizkörpern.
Rücklauftemperaturabhängige Kessel geben die Wärme der Abgase direkt an das Heizungswasser ab. Dadurch ergibt sich eine geringere Vorlauftemperatur von weniger als 50 °C. Solche Vorlauftemperaturen sind ideal für Fußboden- und Flächenheizungen.
Bei Brennwertkesseln dieser Variante ist es besonders wichtig, dass ein Fachmann das Heizsystem sorgfältig auslegt. Nur so kann dauerhaft mit einer niedrigen Vorlauftemperatur gearbeitet werden. Das wiederum ist eine Bedingung dafür, dass sich der Brennwerteffekt einstellt.
Da Fußboden- und Flächenheizungen meist nur schwer oder gar nicht in Bestandsbauten zu integrieren sind, wird diese Art des Brennwertkessels hauptsächlich in Neubauten installiert.
Bei der Gasheizung handelt es sich um eine ausgereifte und zuverlässige Technologie. Daher haben Heizungsbauer viel Erfahrung mit der Planung, Installation und Wartung dieser Heizkessel. Wenn ein Anschluss an das Gasnetz möglich ist, benötigen Sie keinen Tank für die Lagerung des Brennstoffs.
Brennwertkessel basieren auf der wirtschaftlich interessanten Brennwerttechnik. Sie verbrauchen weniger Brennstoff. Durch den geringeren Brennstoffverbrauch ist diese Heizung umweltfreundlicher als alte Gas- oder Ölheizungen. Zudem können Sie den Gas-Brennwertkessel, je nach Ausführung, mit herkömmlichen Heizkörpern oder mit Fußboden- und Flächenheizungen kombinieren.
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Erdgas ist ein fossiler Brennstoff, bei dessen Verbrennung CO2 freigesetzt wird. Die CO2-Emissionen sind aber auf Grund der Effizienz der Brennwerttechnik geringer als bei alten Anlagen. Sie können diese noch mehr reduzieren, wenn Sie die Gasheizung mit einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage kombinieren.
Ein weiterer Nachteil: Sie sind von den Erdgas-Importen und Preisen abhängig. Darüber hinaus benötigen Sie einen Gasanschluss oder müssen einen Tank für Flüssiggas aufstellen. Sie sollten auch beachten, dass es für reine Gasheizungen kaum noch staatliche Förderungen gibt.
Die Hybridheizung ist eine Kombination mehrerer Heiztechnologien für noch mehr Effizienz.
Oft wird eine Gasheizung mit einer Wärmepumpe kombiniert. Dann liefert die Wärmepumpe die Grundlast der Wärme und/oder die Wärme für die Warmwasserbereitung. Die Gasheizung springt an, wenn die Wärmepumpe alleine nicht genug Wärme produziert.
Besonders umweltfreundlich und kostengünstig ist es, wenn Sie zusätzlich eine Photovoltaikanlage installieren. Diese produziert dann den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe.

Eine andere, sehr beliebte Art der Hybridheizung ist die Kombination eines Gas-Brennwertkessels mit einer Solarthermieanlage. Hierbei liefert die Solarthermieanlage die Grundlast der Wärme, für den zusätzlichen Bedarf gibt es die Gasheizung.

Moderne Heizsysteme sind immer effektiver als alte Anlagen, die Technik entwickelt sich schließlich laufend weiter. Wenn Sie eine alte Öl- oder Gasheizung durch moderne Brennwerttechnik ersetzen, können Sie mit einer Effizienzsteigerung zwischen 9% und 11% rechnen.
Kombinieren Sie den Gas-Brennwertkessel mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien und einer entsprechenden Steuerung, können Sie sogar einen Effizienzgewinn von bis zu 30% erzielen. Es lohnt sich also, sowohl für Sie als auch für die Umwelt, auf einen modernen Gas-Brennwertkessel umzusteigen.