
Über 40% der Bevölkerung klagen über Schimmelbildung in den eigenen vier Wänden – so eine Studie der Humboldt-Universität Berlin. Ein Grund hierfür ist vermutlich die sehr gute Dämmung vieler Häuser.
Schimmelbefall ist auch immer wieder ein Streitpunkt zwischen Vermietern und Mietern. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Ursachen der Schimmelentstehung vor und zeigen Ihnen, wie Sie Schimmel vorbeugen können.
Schimmelpilze machen sich meist durch die charakteristischen schwarzen Flecken an Decken und Wänden bemerkbar. Doch die Optik ist noch das geringste Problem. Wesentlich schlimmer sind die gesundheitlichen Gefahren, die vom Schimmel ausgehen.
Schimmelpilze gelangen über ihre Sporen mit der Luft ins Haus. Finden Sie dort Nahrung, Wärme und Feuchtigkeit vor, vermehren sie sich schnell. Als Nahrung dienen den Schimmelpilzen organische Substanzen wie beispielsweise Holz, Gipskarton, Tapeten, Teppiche, Staub oder Kleidung.
Ist es dann noch schön warm und liegt die Luftfeuchtigkeit bei 80% oder mehr, können sich die Schimmelpilze ungestört vermehren. Dabei bilden sie wieder Sporen, die durch die Luft weiter verteilt werden.
Diese Schimmelsporen stellen für Menschen ein gesundheitliches Problem dar. Da sie sehr klein sind, werden sie mit der Luft eingeatmet. Bei gesunden Menschen können sie Atemwegsinfektionen, Husten und Schnupfen auslösen.
Noch schlimmer ist es für Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen können Schimmelsporen chronische Krankheiten hervorrufen.
Schimmel tritt überall dort gehäuft auf, wo es genügend Feuchtigkeit gibt. Das trifft beispielsweise auf das Badezimmer und die Dusche, aber auch auf die Küche und das Schlafzimmer zu. Beim Baden und Duschen wird jedes Mal eine beträchtliche Menge Feuchtigkeit freigesetzt. Diese sollten Sie möglichst schnell entfernen.
Dazu lüften Sie am besten regelmäßig und wischen vorhandenes Kondenswasser von den betroffenen Flächen ab. Auch beim Kochen, Braten und Backen produzieren Sie Feuchtigkeit.
Hier hilft eine Dunstabzugshaube, um diese zu senken. Im Schlafzimmer halten wir uns meist am längsten auf. Pro Nacht setzt ein Mensch bis zu 1,5 Liter Wasser frei.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Schimmelbefall zu bekämpfen. Noch besser ist es, wenn Sie Schimmel vorbeugen. Dazu stehen Ihnen prinzipiell drei Methoden zur Verfügung, die Sie natürlich auch gut kombinieren können: Richtiges Lüften, Heizen und Einrichten.
Schimmelpilze lieben Feuchtigkeit. Diese können Sie durch regelmäßiges Lüften nach draußen transportieren. Wie Sie das am besten machen, hängt von der Jahreszeit und dem betroffenen Raum ab. In der Regel ist (mehrfaches) Stoßlüften die beste Methode. Insbesondere im Winter sollten Sie die Fenster nicht gekippt halten. Dadurch geht wertvolle Energie verloren.
Doch nicht immer befördert das Lüften die Feuchtigkeit nach draußen, es kann auch zusätzliche Feuchtigkeit in den Raum gelangen – beispielsweise an einem heißen, feucht-schwülen Sommertag. Lüften Sie daher lieber nicht in andere Räume, indem Sie zusätzlich alle Innentüren öffnen. Denn damit verteilen Sie die eventuell erhöhte Luftfeuchtigkeit und vorhandene Schimmelsporen nur noch weiter in der Wohnung.

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Allein durch richtiges Lüften können Sie Schimmel im Winter nicht vorbeugen. Hier kommt es auch auf Ihr Heizverhalten an. Sie sollten die Raumtemperatur nicht zu stark drosseln (sie sollte nicht unter 18°C liegen) – auch nicht in Zimmern, die Sie selten nutzen.
Der Grund: kalte Luft nimmt Feuchtigkeit schlechter auf als warme Luft. Wenn die Raumluft die Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen kann, bildet sich Kondenswasser. Das begünstigt wiederum die Schimmelbildung.
Zudem sollten Sie auch im Winter regelmäßig, kurz stoßlüften. Das hilft nicht nur gegen Schimmelbefall, sondern spart auch noch Heizkosten.
Durch die passende Einrichtung und Aufstellung sorgen Sie dafür, dass die Raumluft frei zirkulieren kann. Das verhindert feuchte und kalte Zonen im Raum. Und so geht es:
Solange es sich um kleine Flecken handelt, sollten Sie diese schnell und gründlich entfernen, damit sich der Schimmelbefall nicht weiter ausbreitet. Sichtbare Stellen können Sie mit den bewährten Hausmitteln Essig und Brennspiritus behandeln. Dazu lassen Sie die Flüssigkeiten lange auf den Schimmel einwirken und bürsten sie anschließend ordentlich ab.
Für die Fugen im Badezimmer nutzen Sie chlorhaltigen Sanitärreiniger. Nachdem Sie die Fugen von Staub und Schmutz befreit haben, sprühen Sie den Sanitärreiniger auf und lassen ihn 24 Stunden einwirken.
Dann wischen Sie mit einem Lappen und klarem Wasser nach. Damit haben Sie nicht nur den Schimmel aus den Fugen entfernt, sondern auch eventuelle Verfärbungen.
Lässt sich der Schimmelbefall mit diesen Hausmitteln nicht entfernen, müssen Sie einen Fachmann beauftragen. Gleiches gilt, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Schimmel gebildet hat, der aber nicht sichtbar ist.
Entsprechende Fachfirmen finden Sie über die Verbraucherzentralen. Diese Spezialisten haben eine große Erfahrung in der Schimmelbekämpfung und verfügen über entsprechende Messinstrumente, um eine erhöhte Konzentration von Schimmelsporen in der Raumluft feststellen zu können.