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Wärmepumpe: Arten und ihre Vor- und Nachteile

In Neubauten ist die Wärmepumpe die beliebteste Heizung. Trotzdem verfügen insgesamt nur 3,4% der privaten Wohngebäude über dieses Heizsystem. Dabei ist auch der Einsatz in Bestandsgebäuden vor allem aufgrund der zunehmenden Relevanz erneuerbarer Energien sinnvoll.

Doch nicht jede Wärmepumpe eignet sich für jedes Gebäude. Aufgrund dessen lohnt sich ein Blick auf die Vor- und Nachteile verschiedener Arten der Wärmepumpe.

Wärmepumpen können innen und außen aufgestellt werden. Darüber hinaus gibt es auch Splitgeräte, bei denen Außen- und Inneneinheit geteilt sind. Die Innenaufstellung erfordert den größten Platzbedarf im Haus.

So arbeiten die unterschiedlichen Wärmepumpenarten

Die Wärmepumpenheizung entzieht der Umgebung über ein Kältemittel Wärme. Es gibt synthetische und natürliche, umweltfreundliche Kältemittel wie Wasser oder Propan. Das flüssige Kältemittel verdampft schon bei einer niedrigen Temperatur. In einem elektrischen Kompressor wird der Dampf verdichtet und erhöht dadurch seine Temperatur.

Das nun wesentlich wärmere Gas gibt seine Wärme über einen Wärmetauscher an das Wasser der Heizung ab. Dabei kühlt es ab. Das Kältemittel wird wieder flüssig, entspannt sich und gelangt zum Ausgangspunkt. Der Kreislauf beginnt von vorne. Die umgewandelte Wärmeenergie können Sie zum Heizen oder für die Bereitstellung von Warmwasser nutzen.

Die Luft/Wasser-Wärmepumpe

Die Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Energiequelle. Die Luft unterliegt großen Temperaturschwankungen. Leider ist die Außentemperatur in der Regel dann am niedrigsten, wenn Sie die meiste Heizenergie benötigen – nämlich im Winter.

Folglich benötigt die Luftwärmepumpe eine höhere Kompressorleistung. Die Umgebungsluft lässt sich aber problemlos ansaugen. Daher ist diese Art der Wärmepumpe in der Anschaffung und Installation relativ günstig.

LUFT/WASSER-WÄRMEPUMPE
CHA-Monoblock


Ob im Garten, auf der Terrasse oder an der Hauswand, die WOLF CHA-Monoblock Wärmepumpe ist auffällig unauffällig und fügt sich nahtlos in das Designkonzept Ihres Eigenheims ein.

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Die Sole/Wasser-Wärmepumpe

Die Sole/Wasser-Wärmepumpe, auch Erdwärmepumpe genannt, bezieht den Hauptteil ihrer Energie aus dem Erdreich. Dies gelingt durch eine der folgenden zwei Installationsvarianten.

  • Variante 1: Erdwärmesonden reichen bis zu 100m tief ins Erdreich hinein. Dort herrscht eine relativ konstante Temperatur von zirka 12 °C.
  • Variante 2: Eine andere Möglichkeit besteht darin, Flächenkollektoren dicht unter der Frostgrenze zu verlegen. Dadurch benötigen Sie zwar mehr Platz, aber es sind keine Tiefenbohrungen erforderlich. Durch die Leitungen dieser Kollektoren fließt kein Wasser, sondern Sole, eine frostsichere Flüssigkeit.

Die Wasser/Wasser-Wärmepumpe

Für die Nutzung des Grundwassers als Wärmequelle müssen Sie zwei Brunnen bohren lassen. Durch den Saugbrunnen steigt das Wasser nach oben, durch den Sickerbrunnen wird es wieder zurückgeführt. Hierfür benötigen Sie in den meisten Gegenden eine Genehmigung. Das Grundwasser hat das ganze Jahr über eine Temperatur zwischen 8 und 12 °C.

Die Luft/Luft-Wärmepumpe

Diese Wärmepumpe ist nur für Gebäude geeignet, die über eine Lüftungsanlage verfügen und einen geringen Wärmebedarf haben. Sie nutzt die Abwärme der Lüftungsanlage, um das Gebäude zu heizen.

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Geeignete Wärmepumpenarten für verschiedene Gebäude

Während Sie bei einem Neubau alle Möglichkeiten haben, müssen Sie bei einem Bestandsbau beispielsweise den Zustand des Gebäudes und die Art der Heizungskörper berücksichtigen.

Erdarbeiten sind hier ebenfalls nicht immer problemlos möglich. Daher hat sich die Luftwärmepumpe als Ergänzung zu einer vorhandenen Heizung als ideale Lösung durchgesetzt.