
Die Zeiten, in denen Bauherren bei einem Neubau standardmäßig eine Gas- oder Ölheizung einbauen, sind vorbei.
Zahlreiche Aspekte machen die Wahl der Heizung im Neubau immer schwieriger, aber auch attraktiver: Praktische Aspekte – beispielsweise Platzbedarf –, rechtliche Rahmenbedingungen, mögliche Förderungen, weitere Einsparmöglichkeiten, der ökologische Fußabdruck und eine Vielzahl an technologischen Innovationen bestimmen die Entscheidungen der Hausbauer.
Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Heizungen für den Neubau mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vor.
Der Gebäudesektor trägt mit satten 40% wesentlich zum Energieverbrauch in Deutschland bei. Dabei entfallen in Privathaushalten 82% der Energie auf die Heizung und Warmwasserbereitung. Gleichzeitig hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 den Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral zu gestalten. Ein sehr anspruchsvolles Ziel, zu dem moderne Heizungen einen wesentlichen Beitrag leisten können.
Bei den Heizungssystemen stehen Sie heute vor einer großen Auswahl – Gas-Brennwertkessel und verschiedene Arten der Wärmepumpe kommen in Frage. Betrachtet man die Beheizstruktur für den Neubau in Deutschland, zeichnet sich jedoch ein ganz klarer Trend zur Wärmepumpe ab:

Diese Art der Heizung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wie die obere Grafik zeigt, erreichte die Wärmepumpe 2018 bei Neubauten schon einen Anteil von circa 42%. Der Grund: Die Wärmepumpe gilt als ein sehr umweltfreundliches Heizsystem und ist zudem auf lange Sicht auch preiswert, da sich das Gerät die Wärme aus der Umwelt holt und folglich kein Brennstoff gekauft werden muss.
Sie benötigt für den Betrieb lediglich elektrischen Strom. Diesen Strom können Sie durch eine hauseigene Solaranlage selbst produzieren. An laufenden Kosten fallen dann nur noch die Wartung und eventuelle Reparaturen an.
Die Wärmepumpe eignet sich vor allem für Neubauten, da sie mit geringen Vorlauftemperaturen arbeitet. Dies funktioniert am besten mit Flächenheizungen und einer sehr guten Gebäudeisolation, die die Wärme im Haus hält. Beides lässt sich bei einem Neubau gut realisieren.
Entscheiden Sie sich zudem für eine Erdwärmepumpe, sind zur Installation eventuell größere Erdarbeiten erforderlich – was im Zuge einer Baustelle leichter umsetzbar ist.

Moderne Gasheizungen verfügen über eine Brennwerttechnik, womit sie wesentlich effektiver sind als die älteren Modelle. Sie erreichen einen hohen Wirkungsgrad und sind in Kombination mit einer drehzahlgesteuerten Pumpe sehr effizient und durchaus kostengünstig.
Im Gegensatz zur Wärmepumpe heizen Sie in diesem Fall zwar mit einem fossilen Brennstoff (Gas), das attraktive an einer Gasheizung sind jedoch die Anschaffungskosten. Die Beliebtheit von Gas nimmt in den letzten Jahren für den Neubau zwar kontinuierlich ab, dennoch ist die Brennwerttechnik nach wie vor eine der am häufigsten eingesetzten Heizungen im Neubau.
Ob im Garten, auf der Terrasse oder an der Hauswand, die WOLF CHA-Monoblock Wärmepumpe ist auffällig unauffällig und fügt sich nahtlos in das Designkonzept Ihres Eigenheims ein.
Mehr erfahren

Neubauten sind heute immer stärker gedämmt – nicht zuletzt aufgrund von gesetzlichen Vorgaben zur Einhaltung der Klimaziele. Die Folge: Es gibt praktisch keinen Luftaustausch von draußen nach drinnen mehr. Dieser ist aber wichtig, um die Raumfeuchtigkeit zu kontrollieren und der Schimmelbildung vorzubeugen.
Außerdem fühlt es sich auch für den Menschen behaglicher an. Abhilfe schafft hier die kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung. Sie sorgt für einen konstanten Luftaustausch. Ihre Filter können zudem Staub und Pollen direkt aus der Außenluft entfernen, was ein großer Vorteil für Allergiker ist.
Im Winter wird die Abluft dazu genutzt, die Frischluft zu erwärmen. Das spart wiederrum Heizkosten.

Die Kompakteste ihrer Art, extrem leise und hocheffizient - das ist die neue CWL-2 Geräteserie von WOLF.
Für die Heizung im Neubau sind hauptsächlich zwei Gesetze wichtig: das EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz) und die EnEV (Energie-Einsparverordnung). Beide dienen dazu, die CO2-Emissionen drastisch zu senken und die Nutzung der Erneuerbaren Energien zu fördern.
Die EnEv fordert, dass der Primärenergiebedarf für die Warmwasserbereitung und die Heizung zusammen bei Neubauten 30% unterhalb des Bedarfs der Bestandsbauten liegen muss. Zurzeit bedeutet dies, dass der Primärenergiebedarf kleiner als 51 kWh/m² sein muss. Gleichzeitig soll der spezifische Transmissionswärmeverlust bei kleiner oder gleich 0,368 W/(m² * K) liegen. Diese Verordnung konzentriert sich auf die Anlagentechnik der Heizungsanlage und die Wärmedämmung.
Das EEWärmeG schreibt unter anderem vor, dass bei Gebäuden mit einer Nutzfläche von mehr als 50 m² der Wärmebedarf anteilig durch erneuerbare Energien abgedeckt werden muss. Dabei hängt der Anteil der erneuerbaren Energien vom gewählten Energieträger ab. So muss eine Solarthermie-Anlage beispielsweise 15% des Wärmebedarfs, eine Biomasse- oder eine Geothermie-Anlage aber 50% des Wärmebedarfs liefern.
Bei der Planung der Heizung im Neubau gilt es, einiges zu bedenken. Aber keine Sorge: Unsere Experten stehen Ihnen gerne beratend zur Seite und informieren Sie kostenfrei und unverbindlich zu passenden Heizsystemen für Ihren Neubau sowie zu Fördermöglichkeiten und gesetzlichen Auflagen. Melden Sie sich gern bei uns!