
Moderne Haustechnik ist komplex: Wärme und Warmwasserbereitung gehören heute genauso dazu wie Kühlung und Lüftung. Aktuelle Systeme sorgen nicht nur für ein gesundes und behagliches Wohnumfeld, sie integrieren auch umweltfreundliche Technik und sind energetisch effizient.
Doch die Installation und Abstimmung verschiedener, einzelner Geräte ist oft aufwendig und schwierig. Eine Haustechnikzentrale bietet hingegen alle Funktionen aus einer Hand, in einem Gerät – ein echtes Allroundtalent also.

Mit der Komplexität von Hybridsystemen – also der Kombination aus verschiedenen Wärmeerzeugern – steigt auch die Gefahr von Reibungsverlusten zwischen den Systemkomponenten:
Doch diese Komplexität und Ineffizienz müssen nicht sein. Die Lösung kann eine Haustechnikzentrale sein. Sie verbindet als Gesamtpaket alle Komponenten der Haustechnik so, dass diese auch reibungslos zusammenarbeiten.
Die Haustechnikzentrale besteht aus all dem, was Ihr Haus für Warmwasser, Heizung und Lüftung braucht. Auch eine milde Kühlung für den Sommer kann enthalten sein.
Die zentrale Regelung steuert die Erzeugung, das Speichern und die Verteilung von Wärme und stimmt all dies mit der Kühlung und der Wohnraumlüftung ab. In der perfekten Abstimmung liegt die größte Stärke einer Haustechnikzentrale.
Weitere Vorteile sind:
Eine Haustechnikzentrale ist einfach zu installieren. Schließlich muss der Heizungsbauer nicht erst verschiedene Einzelgeräte einbauen.
Da die Komponenten der Haustechnikzentrale in Modulbauweise zusammenpassen, lassen sie sich auch einzeln einfach durch enge Türen befördern. Im Kellerraum reichen dann wenige Handgriffe und die Zentrale ist einsatzbereit.
Damit einher geht ein geringerer Platzbedarf als bei Einzelgeräten. Eine gute Haustechnikzentrale braucht zirka einen Quadratmeter Fläche.
Für Ihren Heizungsbauer sind zudem die Einstellungen in der Systemregelung sehr viel einfacher zu erledigen. Bei der Haustechnikzentrale regelt alles ein einziges Bedienmodul.
Auch für Sie selbst liegt der Vorteil in der einfachen Bedienung. Dank der modernen Vernetzung können Sie Ihre Haustechnik auch über das Internet oder eine spezielle App bedienen und überwachen.
Meist kann die Zentrale auch mit Smarthome-Systemen kommunizieren. Manche lassen sich über Systeme wie Alexa steuern.
Haustechnikzentralen qualifizieren sich unter bestimmten Umständen für eine staatliche Förderung – Sie können sich dann über hohe Zuschüsse für die Anschaffung und Installation freuen. Dazu kommen wir im Detail weiter unten.
Haustechnikzentralen können darüber hinaus auch in einem integrierten Energiemanagementsystem mitarbeiten. Ein solches Energiemanagement verknüpft die klassischen Bereiche Wärme, Kühlung und Lüftung mit der Stromversorgung Ihres Hauses – dann, wenn Sie eigenen Strom mit einer Photovoltaikanlage erzeugen.
In diesem Fall sorgt das System dafür, dass Sie Ihren selbst erzeugten Photovoltaik-Strom optimal im Haus verwenden. Wenn im Haushalt alle Geräte versorgt sind, fließt der Photovoltaik-Stromüberschuss gezielt zur Wärmepumpe und erzeugt Wärme.
Die Regelung sorgt auch dafür, dass sich der Wärmespeicher um einige Grad Celsius höher aufheizt als nötig. Damit nutzen Sie den eigenen Strom so gut wie eben möglich, erhöhen den Eigenverbrauch Ihrer Photovoltaikanlage und sparen auch noch Stromkosten ein. Gleichzeitig machen Sie Ihr Eigenheim ein Stück weit energieautark.
Das alles hilft der Umwelt und reduziert Ihre Energiekosten.
Nicht jedes Haus ist gleich. Darum gibt es Haustechnikzentralen in verschiedenen Varianten – abgestimmt auf das jeweilige Gebäude. Allen ist gemein, dass sie einen Wärmeerzeuger und einen Wärmespeicher enthalten.
Als Wärmeerzeuger kommt eine moderne, hocheffiziente Wärmepumpe in Frage. Alternativ kann die Haustechnikzentrale aber auch über einen Gas-Brennwertkessel und eine Solarthermieanlage verfügen.
Ob im Garten, auf der Terrasse oder an der Hauswand, die WOLF CHA-Monoblock Wärmepumpe ist auffällig unauffällig und fügt sich nahtlos in das Designkonzept Ihres Eigenheims ein.
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In beiden Fällen sorgt ein ausreichend großer, auf den Wärmeerzeuger abgestimmter Speicher immer für ausreichend Warmwasser.
Ein Pufferspeicher für Heizungswärme gehört zu den optionalen Komponenten. Er ist nur dann integriert, wenn die Gegebenheiten im Haus ihn erfordern.
Das Lüftungsmodul für die kontrollierte Wohnraumlüftung ist ein weiteres zentrales Element der Haustechnikzentrale. Denn die kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt automatisch für frische Luft in allen Räumen.
Eine kontrollierte zentrale Wohnraumlüftung kann grundsätzlich entweder als eigenständiges Gerät oder auch als Komponente der Haustechnikzentrale installiert werden. Sie hat viele Vorteile: Die für Allergiker so belastenden Pollen bleiben dank moderner Filtertechnik draußen.
Ausreichend Frischluft und das gezielte Abtransportieren verbrauchter Luft reduzieren die Belastung von schädlichen Ausdunstungen der Einrichtung, von Keimen, Schimmelpilzen und Viren und reguliert die Luftfeuchtigkeit. Das schützt Ihre Gesundheit und die Bausubstanz Ihres Hauses vor Schimmel.
Auch für die Energieeffizienz eines modernen Gebäudes spielt die kontrollierte Wohnraumlüftung eine entscheidende Rolle. Denn sie reduziert die Wärmeverluste, die durch Lüften entstehen. Das schafft das Lüftungsmodul durch die Wärmerückgewinnung. Dabei entzieht ein Wärmetauscher der warmen Abluft die Wärme und heizt damit die kalte Zuluft von draußen auf, bevor sie in das Haus strömt.

Ein typisches Beispiel für eine Haustechnikzentrale ist die CHT-Monoblock von WOLF. Diese Haustechnikzentrale enthält eine hocheffiziente und sehr leise arbeitende Luft/Wasser-Wärmepumpe.
Die Wärmepumpe ist nicht nur optisch ein Hingucker, sie kann im Sommer auch kühlen. Dies gelingt ihr, indem sie das Prinzip der Wärmepumpe umkehrt und wie ein Kühlschrank arbeitet.
Das Herz dieser Haustechnikzentrale ist das innen aufgestellte Wärmepumpencenter, das die Regelung und den Wärmespeicher umfasst. Hier bietet WOLF Varianten mit 180 oder 280 Litern Fassungsvermögen für Warmwasser an – mit oder ohne zusätzlichen Pufferspeicher.
Das Lüftungsmodul mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung komplettiert die Systemkombination zur fertigen Haustechnikzentrale.
Im Neubau ist eine Haustechnikzentrale wie die WOLF CHT-Monoblock die ideale Lösung. Denn sie ist für energetisch effiziente, gut gedämmte Gebäude optimiert. Außerdem sind die für die kontrollierte Wohnraumlüftung notwendigen Lüftungskanäle hier leicht einzubauen.
Im Altbau sind einige Voraussetzungen nötig, sodass Haustechnikzentralen ihren Vorteil ausspielen können. So ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, ein schlecht gedämmtes Haus mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung auszustatten.
Erst bei einer umfassenden Sanierung können eine verbesserte Dämmung sowie neue dichte Fenster und Türen mit dem Einbau der Lüftung Hand in Hand gehen. Eventuell sollten Sie zumindest im Falle einer Wärmepumpe dann auch die alten Heizkörper durch neue Flächenheizungen ersetzen.
Lassen Sie sich hierzu am besten von einem Heizungsinstallateur beraten.
Interessant ist eine Haustechnikzentrale auch immer dann, wenn Sie bereits eine Photovoltaikanlage haben oder eine solche planen. Gerade bei einer älteren Photovoltaikanlage, für die demnächst die Einspeisevergütung endet, können Sie mit der Wärmepumpe und einer kontrollierten Wohnraumlüftung Ihren selbsterzeugten Strom sinnvoll nutzen.
Wenn die Einspeisevergütung für den Photovoltaik-Strom geringer ausfällt als der derzeitige Strompreis, lohnt sich der Eigenverbrauch natürlich ebenfalls.
Eine Haustechnikzentrale ist im Vergleich zu einer Kombination verschiedener zusammengestellter Geräte nicht unbedingt günstiger. Allerdings spart die Zentrale allein durch die gute Abstimmung der Komponenten Energie- und Arbeitskosten ein.
Zudem sind die Wartungs- und Reparaturkosten geringer. Nehmen Sie zusätzlich staatliche Förderung in Höhe von bis zu 50% (inkl. iSFP-Bonus) in Anspruch, amortisieren sich die Investitionskosten für eine Haustechnikzentrale relativ schnell.
Die Haustechnikzentrale verbindet alle Komponenten für Wärme, Lüftung und Kühlung zu einem Gesamtsystem. Damit kann sie in manchen Fällen, kombiniert mit einer Fußbodenheizung, im Sommer kühlen und im Winter heizen – ideale Voraussetzungen für ein optimales Raumklima.
Zudem sorgt die kontrollierte Wohnraumlüftung ständig für saubere Frischluft und gibt Schimmel keine Chance. Mit einer hocheffizienten Wärmepumpe und der Wärmerückgewinnung bei der Wohnraumlüftung verbraucht die Haustechnikzentrale nur wenig Energie und spart gegenüber einer Standardheizung jede Menge Geld ein.
Besonders in Kombination mit Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach. Damit rentiert sich die Haustechnikzentrale sowohl für Ihren Geldbeutel als auch für die Umwelt.