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  • 15.09.2016
  • WOLF Redaktion

Raumgefühle – Serie Teil 1

Warum ist ein gesundes Raumklima so wichtig? Weil der menschliche Körper ziemlich sensibel auf Temperatur- und Luftverhältnisse reagiert. Was in ihm vorgeht, wenn sie nicht optimal sind, erklärt diese Serie.

Dass weibliche und männliche Körper sich in ihren raumklimatischen Bedürfnissen unterscheiden, gehört tatsächlich zu den größten Herausforderungen des Zusammenlebens unterschiedlicher Geschlechter. Und darum startet unsere Serie zum Verständnis der Wechselwirkung zwischen Körper und Raumklima auch mit einer der wichtigsten Fragen überhaupt:

Warum frieren Frauen leichter als Männer?

Für die Erzeugung von Wärme sind Muskeln zuständig, und davon haben die meisten Frauen weniger als Männer. Zudem ist der männliche Körper mit einem Fettgehalt von 15 Prozent zwar schlechter isoliert als der weibliche mit 25 Prozent Fettgehalt, weist aber quasi als Ausgleich eine um 15 Prozent dickere Haut auf. Dünnere Haut führt zu geringerer Durchblutung, deshalb ist der Unterschied zwischen der Innen- und der Randtemperatur des Körpers bei Frauen größer – die Folge ist ein gesteigertes Kälteempfinden. Dazu kommt noch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen: es weitet die Blutgefäße, und das erhöht die Durchblutung – allerdings nur bis zu einer Temperatur von etwa 15 °C. Ist es kälter, wird die Durchblutung reduziert, und das sorgt für kalte Füße und Hände.

Es gibt einen Wert, bei dem sich beide Geschlechter treffen: Bei 27 °C fühlen sich beide in unbekleidetem Zustand gleichermaßen wohl. Da Nacktheit in der sogenannten zivilisierten Welt allerdings fast nirgends eine Option darstellt und die optimale Raumtemperatur für modern Lebende 22 °C beträgt, gibt es für Frauen und Männer neben der Wahl der Bekleidung manchmal nur eine Lösung: Kompromissbereitschaft.