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Förderinformationen für Fachpartner
WOLF Förderkompass 2021

Mit der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Jahr 2021 profitieren Ihre Kunden sowohl bei Maßnahmen in der Modernisierung als auch im Neubau besonders.

Die Einführung erfolgt dabei in zwei Schritten:

Ab 01. Januar 2021: Einführung der BEG Einzelmaßnahmen als Zuschuss in der Sanierung

  • Förderung der Einzelmaßnahmen in Wohn- und Nichtwohngebäuden erfolgt als Zuschuss durch das BAFA
  • Die bestehenden Kreditangebote der KfW für alle Einzelmaßnahmen außer Wärmeerzeuger können weiterhin in Anspruch genommen werden

Ab 01. Juli 2021: Einführung der BEG Förderung auf Effizienzhaus- und Effizienzgebäudeniveau für Neubau und Modernisierung

  • Förderung von systemischen Maßnahmen auf Effizienzhaus- und Effizienzgebäudeniveau als Zuschuss (BAFA) oder Tilgungszuschuss (KfW)
  • Förderung der Einzelmaßnahmen (nur Modernisierung) jetzt auch als Tilgungszuschuss (KfW)

BEG EM: Förderung von Einzelmaßnahmen in der Sanierung

Als Zuschuss (ab 01.01.2021) oder Tilgungszuschuss (01.07.2021) für Wohn- und Nichtwohngebäude

FördersatzFördersatz bei Austausch gegen eine Ölheizung 
+10%
Fördersatz bei vorhandenem individuellem Sanierungsfahrplan
Wärmepumpe35%45%+ 5%
Solaranlage30% + 5%
Gas-Hybridheizung30%40% + 5%
EE-Hybrid35%45% + 5%
Heizungsoptimierung20% + 5%
Wohnraumlüftung / RLT-Anlage20% + 5%
Gebäudehülle20% + 5%
Fachplanung und Baubegleitung50% + 5%

Förderfähige Kosten

  • Direkt mit der energetischen Sanierungsmaßnahme verbundene Materialkosten
  • Kosten für den fachgerechten Einbau bzw. Installation
  • Kosten für die Inbetriebnahme der neuen und Entsorgung der alten Anlagen
  • Kosten der zur Durchführung der Maßnahme erforderliche Umfeldmaßnahmen (siehe aktuelle Merkblätter BAFA)

Maximale förderfähige Kosten

Energetische SanierungsmaßnahmeBaubegleitung
Wohngebäudepro Wohneinheit: max. 60.000 €Ein-/Zweifamilienhaus: max. 5000 € 
Mehrfamilienhaus: max. 2.000 € pro Wohneinheit
max 20.000 € pro Zusage
Nichtwohngebäudemax. 1.000 € pro m2 Nettogrundfläche
Insgesamt max. 15 Mio. €
Max. 5 € pro m2 Nettogrundfläche
Max. 20.000 € pro Zusage

Technische Anforderungen

RLT Anlagen & Wohnraumlüftung inklusive Wärme- / Kälterückgewinnung

Einbau, Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen & Wohnraumlüftung inklusive Wärme- / Kälterückgewinnung.

Bei Wohngebäuden:

  • Fachunternehmererklärung mit Dokumentation erforderlich, Insbesondere Lüftungskonzept nach DIN 1946-6
  • Einregulierung erforderlich
  • Wärmebereitstellungsgrad bei einer spezifischen elektrischen Leistungsaufnahme oder Energieverbrauch gemäß SEV der Ökodesign-Richtlinie

Bei Nichtwohngebäuden:

  • Bedarfsgeregelte Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung (feuchte-, kohlendioxid- oder mischgasgeführt)
  • Grenzwert für Ventilatorleistung nach Kategorie SFP 3 gem. DIN 16798-3:2017-11 darf nicht überschritten werden
  • Luftleitungsnetz muss Dichtheitsklasse B entsprechen
  • Weitere technische Anforderungen für Einzelmaßnahmen im RLT-Umfang sind im BEG definiert (projektspezifisch zu prüfen)
Gas-Hybridheizung
  • Zusätzlich min. eine Technologie zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien
  • bis zu 70 kW: ηS ≥92% oder Energieeffizienzklasse A
  • über 70 kW: ηS ≥87% bei Volllast und 96 % bei 30% Teilleist
  • Erneuerbare Energien müssen überwiegend zu Zwecken der Raumwärmeversorgung genutzt werden
  • Gemeinsame Steuerung und Regelung für alle Wärmeerzeuger
  • Regenerativer Wärmeerzeuger muss min. 25% der Gebäudeheizlast betragen:
    - Biomasse-Anlage: thermische Leistung = geprüfte Nennwärmeleistung (siehe Anlagenliste BAFA)
    - Wärmepumpen-Anlagen: potenzielle Heizleistung bei Normaußentemperatur am Standort und 35°C Vorlauftemperatur
    - Solarthermie-Anlagen: pauschale Kollektorleistung von 635 W/m2 Bruttokollekorfläche
    - Gebäudeheizlast nach DIN EN 12831 zu ermitteln

Solarthermie
  • Verwendungsvarianten:
    - Heizungsunterstützung (Heizsystem)
    - Warmwasser- und Heizungsunterstützung
  • Integration eines Funktionskontrollgeräte (Solarregelung)
  • Erfassung solarer Erträge im Kollektorkreislauf bei Vakuumröhren- und Vakuumflachkollektoren ab 20m² oder Flachkollektoren ab 30m²
  • Alternativ ertragsabhängige Förderung:
    - ≥ 3 Wohneinheiten oder 500m² Nutzfläche bei NWG
    -> 50% Deckungsgrad
    -> Transmissionswärmeverlust 0,7 des jeweiligen Referenzgebäudes
    -> Simulationsberechnung
  • Förderung reiner Warmwasser-Anlagen möglich
Wärmepumpen
  • Mindestens (ETAs) bei 35° und 55°C (beide müssen erreicht sein)
  • Hydraulischer Abgleich (A)
  • Eigener Stromzähler für die Wärmepumpe
  • Wärmemengenzähler
  • Natürliches Kältemittel oder geringer GWP empfohlen
  • Vereinfachte Heizlastermittlung nach DIN EN 12831
  • Keine Einzel-Förderung „einzeln“ für Brauchwasser-Wärmepumpen
Jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz
ɳs (=ETAs)
ɳs (=ETAs) bei durchschnittlichen Klimaverhältnissen35°C55°C
Wärmequelle Luft135%120%
Wärmequelle Erdwärme150%135%
Wärmequelle Wasser150%135%

Erneuerbare Energien-Hybridheizung (EE-Hybride)
  • Kombination von Heizungssystemen, die jeweils auf der Nutzung erneuerbarer Energien basieren
  • Jeweils einzelne Heizungssysteme müssen die technischen Vorgaben erfüllen
Heizungsoptimierung

Sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird

  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage inkl. Einstellung der Heizkurve
  • Austausch von Heizungspumpen
  • Anpassung Vorlauftemperatur & Pumpenleistung
  • Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen
  • Optimierung der Wärmepumpe
  • Dämmung von Rohrleitungen
  • Einbau einer Flächenheizung, Niedertemperaturheizkörpern und Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

1. Förderfähige WOLF Heizsystemlösungen finden Sie hier:

Förderung in fünf Schritten
Was Sie und Ihre Kunden beachten müssen

Vorgehen zum Erlangen der BEG-Förderung:

1. Angebot abgeben

Die Förderung muss vor der Beauftragung der Maßnahme erfolgen. Daher ist zunächst ein Angebot / Kostenvoranschlag der Maßnahme notwendig. Durch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) besteht die Möglichkeit, den Fördersatz um weitere 5 Prozent zu erhöhen. Dieser muss jedoch vor der Antragsstellung vollständig vorliegen. Hierfür sollte Ihr Kunde entsprechend Zeit einplanen.

2. Förderantrag stellen

Antragstellung beim BAFA (vor Beauftragung der Maßnahmen). Die Antragstellung erfolgt durch den Eigentümer oder kann mit Vollmacht auf Dritte übertragen werden. Alternativ kann der Eigentürmer ab Juli 2021 einen zinsgünstigen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss beantragen.

Um die bestmögliche Förderung zu erhalten und die Beantragung so einfach wie möglich für Ihre Kunden zu machen, bietet WOLF einen preiswerten Förderservice an. Experten prüfen das Angebot auf die Förderkriterien und Ihre Kunden erhalten die vorbereiteten Unterlagen mit Hinweisen für eine problemlose Beantragung direkt nach Hause geschickt.



WOLF Föderservice

3. Umsetzung der Maßnahme

Nun können Sie nach Beauftragung des Kunden mit der Umsetzung des Heizungstausches beziehungsweise dem Einbau in den Neubau beginnen.

Hinweis: Auf der sicheren Seite sind Ihre Kunden, wenn sie den Bewilligungsbescheid abwarten.

4. Hydraulischer Abgleich

Achten Sie nach Abschluss der Arbeiten darauf, einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage durchzuführen. Diesen muss Ihr Kunde nachweisen. Entsprechende Formulare finden Sie unter folgendem Link.

Formulare

5. Nachweise einreichen und Förderung kassieren

Wenn alles erledigt ist, muss nur noch der Nachweis für die Umsetzung der/des Heizungsmodernisierung/-einbaus beim BAFA elektronisch eingereicht werden.

Damit ist die Förderung für die Maßnahme abgeschlossen und Ihre Kunden erhalten den Zuschuss. Das BAFA überweist diese direkt auf das Konto Ihres Kunden.

Sanierungsoptionen
im Überblick

Wärmepumpe
  • Innovativ & zukunftssicher
  • Ökologischste Lösung
  • Ideal in Verbindung mit eigener Photovoltaik-Anlage
  • Schafft Unabhängigkeit durch die Energieträger Luft und Strom

Zu den Wärmepumpen

Hybridheizung & Renewable ready
  • Zukunftssicher durch Nutzung regenerativer Energie
  • Deutliche CO2 und Heizkosten Einsparung
  • Hohe Betriebssicherheit 
  • Optimal für teilsanierte Gebäude

Zu den Hybridheizungen

Öl- / Gas-Brennwert Neu
  • Einsparung Heizkosten und CO2 im Vergleich zum Altgerät
  • Keine oder nur geringe bauliche Maßnahmen
  • Einfache Installation
  • Geringe Anschaffungskosten

Zu den Gas- und Ölprodukten

2. Was für Ihre Kunden wichtig ist
So informieren Sie ihren Kunden optimal

Das wichtigste für Ihre Kunden zu förderfähigen Einzelmaßnahmen auf einen Blick

Zum Förderkompass

3. FAQ - FÖRDERMASSNAHMEN 2021
Die Wichtigsten Antworten auf einen Blick

Zuschuss bestehender Förderungen - Förderung bis zu 50% möglich

Zuschussförderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus dem Marktanreizprogramm oder zinsgünstiger KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss

  • Förderungen bis zu 50 %
  • Max. 60.000 € förderfähige Kosten je Wohneinheit
  • Auszahlung nach Abrechnung
  • Antragstellung vor der Maßnahme erforderlich
  • 10 % Austauschbonus für Öl-Bestandsanlagen
  • 5 % iSFP-Bonus
Gefördert werden insbesondere
  • Erneuerung der Heizungsanlage (regenerative Wärmeerzeuger, Hybridanlagen mit Gas-Brennwerttechnik sofort oder „Renewable Ready“)
  • Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung
  • Optimierung der Heizungsanlage und Umfeldmaßnahmen (Installation, Deinstallation, Verrohrung, hydraulischer Abgleich, Heizkörper, Speicher)
Was bedeutet „Renewable Ready?“ Und gibt es eine Förderung der Sanierung auf Raten?

"Renewable Ready" ermöglicht es, die Sanierung auf zwei Jahre zu strecken und dennoch eine attraktive Förderung zu erhalten. Dies ist jedoch nicht beim Austausch eines Ölkessels möglich.

Voraussetzung:

  • Das Anlagenkonzept bereitet die regenerative Nutzung bereits vollständig vor.
  • 25 % Heizlastanteil des regenerativen Wärmeerzeugers
  • 2-Jahres-Frist zur Nachrüstung des regenerativen Wärmeerzeugers wird nicht überschritten.
Wird die Optimierung einer bestehenden Öl- oder Gas-Heizung auch gefördert?
  • Ja! Heizungsoptimierung und Umfeldmaßnahmen (Installation, Deinstallation, Verrohrung, hydraulischer Abgleich, Heizkörper, Speicher) sind ebenfalls förderfähig
  • Erweiterung der Heizungsanlage zu einem umweltfreundlichen Hybridsystem mit Wärmepumpe oder Solarthermie werden auch mit bis zu 35 % gefördert
Fördersätze/-beträge KfW-Effizienzhaus im Neubau

Der Einbau von hocheffizienten Wärmepumpen lohnt sich in Kombination mit dem KfW-Effizienzhaus nun besonders.

  • Förderbetrag wurde 2021 von 120.000 EUR auf 150.000 EUR angehoben, wenn das Effizienzhaus überwiegend erneuerbare Energien zum Heizen nutzt.
  • WOLF Luft-/Wasser-Wärmepumpe CHA-Monoblock erreicht in den Leistungsgrößen von 7 und 10 kW die Realisierung von KfW Effizienzhäusern
MaßnahmeTilgungszuschuss
(mit EE-Bonus)
Tilgungszuschuss
je Wohneinheit in €
KfW-Effizienzhaus 40 Plus25% von maximal
150.000 € Kreditbetrag*
bis zu 37.500
KfW-Effizienzhaus 4022,5% von maximal
150.000 € Kreditbetrag
bis zu 33.750
KfW-Effizienzhaus 5517,5% von maximal
150.000 € Kreditbetrag
bis zu 26.250

 * kein EE-Bonus

Tipp: Ein KfW Darlehen wird von der Bank wie Eigenkapital gewertet und senkt damit den Darlehenszins!

Übersicht des BAFA - Heizen mit erneuerbaren Energien 2020
WOLF Systembeispiele

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