
Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) bezeichnet daher das vorgelegte Gutachten als nicht nachvollziehbar und praxisfern. Berechnungen auf Grundlage derselben Norm (DIN V 18599) beweisen dies auch. So erreicht man in einem Einfamilienhaus durch den Austausch des alten Konstanttemperaturkesssels bereits Einsparungen von bis zu 23%. Durch weitere Maßnahmen (z.B. hydraulischer Abgleich) sind dabei bis zu 30% Reduktion der Kosten möglich.
Die negative Darstellung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) berücksichtigt nicht alle Rahmenbedingungen einer Heizungsmoderisierung, dies zeigen auch andere Studien. Endenergieeinsparung für Kesseltausch inkl. typischer weiterer Maßnahmen nach [Modernisierungskompass 2017]
| Maßnahme | EFH klein | EFH groß | MFH |
|---|---|---|---|
| Brennwertkessel + Optimierung Gesamtsystem | 33% | 32% | 28% |
| Brennwertkessel + Optimierung Gesamtsystem + solare Trinkwassererwärmung | 39% | 38% | 35% |
| Brennwertkessel + Optimierung Gesamtsystem + solare Trinkwassererwärmung/Heizungsunterstützung | 44% | 41% | - |
In einer ausführlichen Stellungnahme hat sich das Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden zu den Ergebnissen von Econsult im Auftrag des Bundesverbandes für Erneuerbare Energie e.V. geäußert und so einige der wichtigsten Annahmen des Gutachtens detaillierter betrachtet.