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Richtig Lüften in Klassenzimmern

Raumluftexperten warnen vor Corona-Verbreitung an Schulen.

In einigen Bundesländern startet in Kürze wieder der reguläre Schulbetrieb nach den Sommerferien. Die für den Unterricht von der Kultusministerkonferenz vorgestellten bundeseinheitlichen Hygieneregeln setzen auf Masken und Vermeidung von Körperkontakt. Zwar wird auch zu verstärktem Lüften der Räume aufgefordert, das lassen die Gegebenheiten vielerorts aber nicht zu.

Prof. Dr. Martin Kriegel, Leiter des Hermann-Rietschel-Instituts an der TU Berlin, analysiert derzeit wie sich SARS-CoV-2 in der Raumluft ausbreitet und kommt zu dem Schluss: „Die Gefahr einer Ansteckung über in der Luft schwebende Viruspartikel, gebunden an sogenannte Aerosole, kann durch hohe Luftwechselraten und das Tragen von wirksamen Schutzmasken deutlich reduziert werden.“ In voll besetzten Klassenzimmern ist daher ein effektiver Luftaustausch zwingend erforderlich.

Praxistaugliche Lüftungskonzepte dringend notwendig

Auch der Lehrerverband fordert in seinem 10-Punkte-Plan, dass praxistaugliche aerosolvermindernde Lüftungskonzepte rechtzeitig vor Schulbeginn zur Verfügung stehen müssen. Da jedoch die Sicherheitsvorkehrungen teilweise vorsehen, dass Fenster in den oberen Stockwerken nur angekippt werden dürfen, stellt sich die Frage wie die Raumlüftung konkret umgesetzt werden soll. Denn die Hygieneregeln der Kultusministerkonferenz sehen vor, auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 Minuten solle eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten erfolgen, wenn möglich auch öfter während des Unterrichts .

RLT-Gerät Sanierung

Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen), die entsprechende Versorgung mit frischer Außenluft sicherstellen können, sind in den wenigsten Schulen installiert und auch dort, wo diese zum Einsatz kommen besteht Handlungsbedarf: „Wenn Lüftungsgeräte verbaut sind, sollte deren Betrieb dringend dahingehend geprüft werden, ob die Anlagen richtig eingestellt und gewartet sind. Auch die notwendigen Filterwechsel sollten regelmäßig vorgenommen werden“, empfiehlt Norbert Gruber, Director Sales Air Handling Systems bei der WOLF GmbH.

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