Projekt: Komplettsanierung von Öl zu Wärmepumpe

Komplettsanierung im Mehrfamilienhaus

Wärmepumpenkaskade, Lüftung und Wohnungsstation

  • Geplant ist eine Komplettsanierung des Gebäudes mit seinen vier Wohneinheiten. Dazu gehört auch der Umstieg vom Heizen mit Öl auf Umweltwärme.
    Rahmenbedingungen
  • Die Arbeiten sind umfassend: Eine moderne Wärmedämmung, neue Fenster und Außentüren sowie eine neue Heizungsanlage stehen auf dem Plan.
    Herausforderungen

Überblick: Komplettsanierung im Mehrfamilienhaus

Wärmepumpe CHA-16/20: Mehrere Geräte in Kaskade ersetzen die alte Ölheizung und lassen sich schrittweise installieren.

Zentrales Wohnraumlüftungsgerät FWL-200: Es sorgt für frische Luft und schützt vor Schimmel.

Wohnungsstation CAT-2 Convert: Jede Wohnung erhält eine eigene Station für bedarfsgerechtes, warmes Wasser.

Neue Wärmedämmung, Fenster und Außentüren: Sie senken den Energiebedarf des Gebäudes.

Weniger abhängig von steigenden Brennstoffkosten

Das Mehrfamilienhaus aus den 1970er-Jahren heizt bislang mit einer alten Ölheizung. Die Eigentümergemeinschaft plant eine umfangreiche Sanierung und überlegt dabei, künftig auf eine regenerative Heizlösung zu setzen.

 

Eine pauschale Austauschpflicht für die bestehende Ölheizung besteht zwar nicht. Würden die Eigentümer sie jedoch durch eine neue fossil betriebene Heizung ersetzen, schreibt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) über die sogenannte Bio-Treppe steigende Anteile an Bio-Brennstoffen vor. Die Betriebskosten würden dadurch in den kommenden Jahren steigen.

 

Lohnt sich der Umstieg auf Umweltwärme also schon jetzt, obwohl keine gesetzliche Pflicht dazu besteht? Für die Eigentümergemeinschaft schon: Eine Wärmepumpe entzieht den Großteil der benötigten Wärme kostenlos aus der Umgebungsluft und benötigt nur einen kleinen Anteil Strom. Das macht die Eigentümergemeinschaft unabhängiger von steigenden Brennstoffkosten.

Hoher Dämmstandard zahlt sich langfristig aus

Dem Alter entsprechend hat das Gebäude nur eine niedrige Wärmedämmung. Um einen Großteil der Energiekosten zu reduzieren, muss das Haus einen hohen Dämmstandard haben. Dazu gehört eine neue Wärmedämmung aller Außenwände und des Daches.

 

Zudem wollen die Besitzer die alten Fenster und Außentüren durch moderne Bauelemente mit niedrigem Wärmedurchgangskoeffizienten austauschen lassen. Allein diese baulichen Maßnahmen sind mit hohen Kosten verbunden. Doch das rentiert sich auf Dauer.

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Die Lösung: Drei Komponenten für den Altbau

Die Eigentümer entscheiden sich dafür, von der alten Ölheizung auf eine Wärmepumpenkaskade umzusteigen. Zusätzlich planen sie eine zentrale Lüftung und eine Wohnungsstation für jede der vier Wohneinheiten.

01. Wärmepumpenkaskade für Wohnungssanierung

Hochwertige Materialien und bewährte Technik machen Wärmepumpen wartungsarm und langlebig. Sie kommen ohne Schornsteinanschluss aus, deshalb passen sie fast überall hin. Eine Wärmepumpenkaskade aus mehreren kleineren Geräten bringt für die Sanierung zusätzliche Vorteile:

  • Sie erreicht auch bei bestehenden Heizkörpern hohe Vorlauftemperaturen bis 70°C.
  • Die einzelnen Wärmepumpen lassen sich nach und nach installieren, die Modernisierung kann also schrittweise erfolgen.
  • Das kompakte System benötigt wenig Platz.
WOLF CHA Kaskadenmodul

02. Zentrale Lüftung schützt vor Schimmel

Eine moderne Wohnraumlüftung senkt die Heizkosten zusätzlich. Sie nutzt die in der Abluft enthaltene Wärme über einen Wärmetauscher, um die Zuluft vorzuwärmen, sodass diese Wärme nicht verloren geht. Gerade für die Sanierung ist eine zentrale Lösung praktisch:

 

  • Sie ist speziell für Wohnungen, kleinere Häuser und Renovierungsprojekte ausgelegt.
  • Der nachträgliche Einbau ist dank der platzsparenden Bauweise in jeder der vier Wohneinheiten möglich.
  • Die kontinuierliche Frischluftzufuhr senkt das Risiko von Schimmel und Feuchtigkeitsschäden.

03. Wohnungsstation gleicht schwankenden Bedarf aus

Bei mehreren Wohneinheiten schwankt der Warmwasserbedarf über den Tag sehr stark. Eine Wohnungsstation pro Wohnung gleicht diese Schwankungen aus, sodass die Wärmepumpenkaskade gleichmäßiger arbeiten kann:

 

  • Jede Wohnung erhält eine eigene, transparente Verbrauchserfassung.
  • Die Wohnungsstationen sind speziell auf den Betrieb mit Wärmepumpen abgestimmt.
  • Kurze Leitungswege sorgen für eine hohe Trinkwasserhygiene und damit für frisches, warmes Wasser in jeder Wohnung.

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Eine Investition, die sich langfristig auszahlt

Auch bei älteren Mehrfamilienhäusern ist der Umstieg auf das Heizen mit Umweltwärme möglich, wenn die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Die Modernisierung erfordert hohe Investitionen. Langfristig amortisieren sich diese Ausgaben, da der Heizbedarf sinkt. Allein durch die CO2-Steuer steigen die Kosten für fossile Brennstoffe in den kommenden Jahren, hinzu kommen die üblichen Schwankungen der Marktpreise. Davon macht sich die Eigentümergemeinschaft mit dem Umstieg unabhängiger. Außerdem eignet sich das gesamte Projekt, um eine staatliche Förderung zu beantragen.

 

Gemeinsam mit der zentralen Lüftung erhöht sich der Wohnkomfort durch ein angenehmes Raumklima. Wenn wieder mehr Budget vorhanden ist, möchten die Eigentümer später noch eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach installieren. Hier ist ausreichend Platz vorhanden, um damit einen großen Stromanteil für die Wärmepumpenkaskade zu erzeugen. So senken sie die Betriebskosten noch weiter.