Ein grundsätzliches Verbot für den Einbau einer neuen Ölheizung gibt es nicht, auch nicht als alleinige Heizung - Bestandsanlagen dürfen ohnehin weiterlaufen. Für neu eingebaute Öl- und Gasheizungen schreibt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) jedoch die sogenannte Bio-Treppe vor: einen schrittweise steigenden Anteil an Bio-Brennstoffen. Wer stattdessen auf eine Kombination mit Solarthermie oder einer Wärmepumpe setzt, ist von diesen dadurch steigenden Brennstoffkosten unabhängiger. Mehr dazu finden Sie in unserer Übersicht zum Heizungsgesetz.
Ölheizung verstehen
Alles Wissenswerte rund um die Ölheizung
In vielen Bestandsbauten ist sie immer noch anzutreffen: die Ölheizung. Wir geben Ihnen einen Überblick zu den Vorzügen dieses Heizsystems, den Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten sowie den anfallenden Kosten.
Ölheizung im Altbau weiterhin beliebt
Rund ein Viertel aller Gebäude in Deutschland gewinnen ihre Wärme mit Öl. Im Neubau halten Ölheizungen aufgrund der absehbar steigenden Brennstoffpreisen jedoch kaum noch Einzug.
Im Altbau sind sie überall dort wichtig, wo es an Alternativen mangelt - zum Beispiel, wenn kein Gasanschluss für eine Gasheizung vorhanden ist. Wollen Sie Ihre Ölheizung mit erneuerbaren Energien zu einem Hybridsystem kombinieren, können Sie für den erneuerbaren Anteil weiterhin eine Förderung erhalten und profitieren zugleich von einem zuverlässigen Heizsystem. Zudem sind moderne Ölheizungen dank Brennwerttechnik sehr effizient.
03. Wo ist der Einbau einer Ölheizung sinnvoll?
Bestehendes Gebäude
Einer der größten Vorteile von Ölheizungen: Sie funktionieren theoretisch in jedem Gebäude. Ihre Stärke spielt die Ölheizung aber vor allem bei einer Modernisierung in Altbauten aus. Hier ist sie flexibel einsetzbar. Wie bereits zuvor geschildert, benötigen Sie beispielsweise keinen Gasanschluss und können meist das bestehende Heizrohrsystem verwenden, ohne der Altbau-Optik zu schaden. Die Bedingung ist, dass Sie im Keller ausreichend Platz für den Öltank haben. Eine moderne Tanktechnik erlaubt es aber auch, einen Erdtank im Garten einzusetzen, um das Heizöl zu lagern.
Alternativ können Sie zum Beispiel auf eine moderne Hybridlösung samt Wärmeerzeuger mit erneuerbarer Energie (EE) - im besten Fall eine Wärmepumpe - zurückgreifen. Für neu eingebaute Ölheizungen gilt eine gesetzlich festgelegte Bio-Treppe mit einem schrittweise steigenden Bio-Brennstoffanteil. Mit der COB-2 B30 von WOLF sind Sie bestens vorbereitet: Die Heizung kann bis zu 30% Bio-Öl verarbeiten.
Neubau
Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten - und den gegebenen Gesetzen zu entsprechen -, bietet sich im Neubau heute eine Heizung auf der Basis erneuerbarer Energien an. Denn in Gebäuden mit gutem Dämmstandard kann zum Beispiel die besonders beliebte Wärmepumpe die notwendige Wärme klimafreundlich bereitstellen. Auch eine Gasheizung in Form einer Hybridheizung oder die Kombination mehrerer erneuerbarer Energien kommen hier infrage.
Das aktuelle Heizungsgesetz (GModG) schreibt Ihnen im Neubau keine bestimmte Heiztechnologie vor, sodass auch eine Kombination von Öl mit erneuerbaren Energien wie einer Wärmepumpe weiterhin möglich ist. Die meisten Bauherren entscheiden sich im Neubau inzwischen für die Wärmepumpe als alleiniges System, um doppelte Kosten zu vermeiden.
Auch die im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) festgelegte Biotreppe könnte Ihre Entscheidung beeinflussen: Für neu eingebaute Ölheizungen steigt der vorgeschriebene Mindestanteil an Bio-Brennstoffen schrittweise an und muss ab 2035 bei 30% liegen - eine Vorgabe, die etwa der COB-2 B30 von WOLF bereits heute erfüllen kann.
Ob eine Ölheizung oder ein anderes System für Sie in Frage kommt, finden Sie am besten mit einem Experten an Ihrer Seite heraus. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir beraten kostenfrei und unverbindlich.
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Wenn Sie auf eine moderne Ölheizung setzen, müssen Sie auch nicht auf Effizienz verzichten. Die Brennwerttechnik sorgt heute dafür, dass die Heizung den Energiegehalt des Heizöls optimal ausnutzt.
Allerdings müssen die Heizkörper im Gebäude so ausgelegt sein, dass die Vorlauftemperatur des Heizkreises 60°C nicht übersteigt. Denn nur dann funktioniert der Brennwerteffekt auch wie gewünscht.
Heizungen mit einem Brennwertkessel sind darum so effizient, weil sie in der Lage sind, die Wärmeverluste der Heizung zu reduzieren, die durch heiße Abgase entstehen. Ältere Niedertemperaturkessel stoßen Abgase mit einer Temperatur von 140 bis 200°C aus. Dadurch geht viel wertvolle Wärme verloren.
Brennwertkessel hingegen können die Wärme auch aus den Abgasen gewinnen und kühlen diese bis auf 50°C ab. Erfahren Sie im folgenden Video im Detail, wie die Brennwerttechnik funktioniert.
06. Kosten einer Ölheizung
In die gesamten Kosten einer Ölheizung fließen neben den Kosten für den Kauf auch laufende Kosten und Brennstoffkosten mit ein. Diese hängen entscheidend vom Preis für Heizöl ab.
Laufende Kosten
Im Vergleich zur Gasheizung sind die laufenden Kosten einer Ölheizung nicht viel höher. Sie müssen die jährliche Wartung Ihrer Ölheizung einkalkulieren.
Tipp: Mit einem Wartungsvertrag müssen Sie sich nicht jedes Jahr erneut kümmern und sparen womöglich sogar bei den Kosten.
Alle fünf bis sieben Jahre sollten Sie zudem Ihren Öltank von einer Spezialfirma reinigen lassen. Dafür berechnen die Spezialisten je nach Aufwand und Art des Öltanks ab 500 Euro aufwärts.
Der Ölpreis
Die entscheidenden laufenden Heizkosten verursacht aber der Preis für den Brennstoff. Jeder weiß von der Tankstelle, dass der Ölpreis stark schwankt. Aber allen Unkenrufen zum Trotz ist er schon lange nicht mehr in ungeahnte Höhen geschnellt.
Trotzdem weiß niemand genau, was das für die Zukunft bedeutet. Einerseits hat die CO₂-Bepreisung in Deutschland, die seit dem Jahr 2021 gilt, den Preis für Heizöl moderat verteuert. Anderseits könnten die Bemühungen rund um den Klimaschutz dazu führen, dass die Ölnachfrage weltweit sinkt. Eine denkbare Folge wäre auch zukünftig ein moderater Ölpreis.
Mit einer neuen Öl-Brennwertheizung heizen Sie effizient. Denn diese spart gegenüber der alten Ölheizung eine Menge Brennstoff und damit Geld ein. Sie amortisiert sich daher bereits innerhalb weniger Jahre.
Wenn Sie zudem noch erneuerbare Energien in einer Hybridheizung einsetzen, unterstützen Sie nicht nur den Klimaschutz. Sie investieren dann in eine Heiztechnik, die langfristig zu niedrigen Heizkosten führt und Sie unabhängiger von Ölpreis-Schwankungen macht.
Häufig gestellte Fragen zur Ölheizung
Eine pauschale Austauschpflicht allein aufgrund des Alters Ihrer Ölheizung sieht das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) nicht mehr vor. Unabhängig davon kontrolliert der Schornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau weiterhin regelmäßig Zustand und Abgaswerte Ihrer Heizung. Aus Effizienz- und Kostengründen kann sich der Umstieg auf ein modernes System dennoch lohnen.
Der typische Öltank für ein Einfamilienhaus fasst zwischen 1.000 und 3.000 Liter des Brennstoffs. Größere Tanks sind prinzipiell möglich, unterliegen ab 5.000 Liter aber strengeren Anforderungen an die Sicherheit.
Der Umstieg von einer alten Ölheizung auf ein Öl-Brennwertgerät ist in der Regel unproblematisch. Wichtig ist dabei die Erneuerung der Abgasleitung. Dafür bringt der Heizungsfachmann ein Kunststoffrohr in den bestehenden Schornstein ein.
Wie beim Treibstoff für das Auto gibt es auch beim Heizöl unterschiedliche Qualitäten. Der Umwelt zuliebe sollte es auf jeden Fall schwefelarmes Heizöl sein. Premium-Heizöl enthält zudem bestimmte Zusätze, die die Qualität des Brennstoffs auch nach längerer Lagerung garantieren. Bioheizöl enthält einen Anteil erneuerbarer Energien aus nachwachsenden Rohstoffen und kann, wenn es nicht mehr als 5% Bioanteil enthält, problemlos in allen Ölheizungen zum Einsatz kommen.
Unsere Empfehlung: Der Ölkessel COB-2
50 Jahre Erfahrung sind in die Entwicklung und das Design unseres Topsellers im Bereich Ölheizungen geflossen.