Deutschland deckte 2025 bereits 55,1% seines Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien, bis 2030 sollen es mindestens 80% sein. Beim Klimaschutz insgesamt verliert Deutschland allerdings an Tempo: 2024 lagen die Treibhausgasemissionen bei rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten, bis 2030 soll der Wert auf 438 Millionen Tonnen sinken. Besonders die Sektoren Wärme, Kälte und Gebäude hinken den Zielen hinterher.
Energiewende in Deutschland
Eine umfassende Energiewende in Deutschland gelingt nicht über Nacht. Es geht nicht nur um die Stromerzeugung und den Energieverbrauch der Industrie. Verkehr und private Haushalte können die Energiewende in Deutschland stärker unterstützen, als den meisten bekannt ist. Auch Sie leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Wir zeigen Ihnen, wie das gelingt.
Energiewende in Deutschland: Das Wichtigste in Kürze
Deutschland will bis 2045 treibhausgasneutral sein; die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 um mindestens 65% gegenüber 1990 sinken.
Erneuerbare Energien deckten 2025 bereits 55,1% des deutschen Bruttostromverbrauchs. Bis 2030 sollen es laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mindestens 80% sein.
Wärme und Kälte sind mit knapp der Hälfte des Endenergieverbrauchs der größte Einzelposten der Energiewende, noch vor Verkehr und Strom.
Raumwärme und Warmwasser sind zusammen für über 80% des Energieverbrauchs privater Haushalte verantwortlich.
Der Gebäudesektor verursacht rund 30% der CO₂-Emissionen in Deutschland.
Mit einer modernen, effizienten Heizung wie einer Wärmepumpe senken Sie Ihren Energieverbrauch besonders wirksam und leisten so einen direkten Beitrag zur Energiewende.
Warum die Energiewende notwendig ist
Die Zunahme extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen macht deutlich, dass sich die Art der Energieerzeugung in Deutschland ändern muss. Neben dem Klimaschutz spielt für die Energiewende in Deutschland auch die Versorgungssicherheit eine zentrale Rolle: Als rohstoffarmes Land importiert Deutschland einen großen Teil seiner fossilen Energieträger. Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Solarenergie reduziert diese Abhängigkeit und macht die Energieversorgung insgesamt krisenfester.
Um die Erderwärmung einzudämmen, will Deutschland seinen Treibhausgasausstoß gegenüber 1990 deutlich senken. Die Bundesregierung hat sich dafür ambitionierte Klimaziele gesetzt. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Emissionen seit 1990 entwickelt haben und welche Ziele die Politik für die kommenden Jahre festgelegt hat.
![]()
Die Energiewende in Deutschland geht voran, allerdings nicht schnell genug: 2024 lagen die deutschen Treibhausgasemissionen bei rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten – ein Rückgang um rund 48% gegenüber 1990 (1.252 Millionen Tonnen). Bis 2030 soll der Wert laut Novelle des Klimaschutzgesetzes auf 438 Millionen Tonnen sinken, bis 2045 will Deutschland treibhausgasneutral sein.
Maßnahmen der Energiewende in Deutschland
Für den Umbau der Stromerzeugung sind nicht nur neue Kraftwerke für erneuerbare Energien erforderlich, sondern auch der sinnvolle Ausbau der Infrastruktur. So muss etwa der in nördlichen Regionen erzeugte Strom aus Windkraftanlagen über ausreichend dimensionierte Stromleitungen in den Süden Deutschlands gelangen.
Gleichzeitig muss die Energieversorgung rund um die Uhr gewährleistet sein, also auch nachts, im Winter und dann, wenn es einmal nicht sonnig und windig ist.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert mit verschiedenen Maßnahmen den Umstieg auf neue Energieträger:
- Eine dezentrale Struktur kleiner Erzeuger ergänzt die bisherigen Großkraftwerke.
- Strom aus erneuerbaren Energien hat bei der Einspeisung ins Netz Vorrang.
- Eine garantierte Vergütung sichert den Strom aus erneuerbaren Energien ab.
Diese garantierte Vergütung hat ihren Preis: Bis 2022 finanzierten Verbraucher sie noch direkt über die EEG-Umlage auf der Stromrechnung. Seit deren Abschaffung zum 1. Januar 2023 trägt der Bundeshaushalt die Förderkosten. Die Übertragungsnetzbetreiber beziffern den gesetzlich vorgeschriebenen EEG-Finanzierungsbedarf für 2026 auf rund 16,2 Milliarden Euro.
Doch auch Privatleute profitieren davon, zum Beispiel wenn sie über Photovoltaikanlagen Strom selbst erzeugen. Allerdings ist die Vergütung für private Haushalte nicht mehr so attraktiv wie früher. Mittlerweile lohnt sich vielmehr der Eigenverbrauch, beispielsweise für den Betrieb einer Wärmepumpe, die Strom benötigt.
Luft/Wasser-Wärmepumpe
CHA-MONOBLOCK
Ob im Garten, auf der Terrasse oder an der Hauswand, die WOLF CHA-Monoblock Wärmepumpe ist auffällig unauffällig und fügt sich nahtlos in das Designkonzept Ihres Eigenheims ein - und überzeugt mit einem COP-Wert von 4,65.
Verfehlt Deutschland die Ziele für die Energiewende?
Leider wurden die erwähnten ehrgeizigen Ziele der Politik oft verfehlt: So war schon 2018 absehbar, dass die angestrebte Zahl von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen bis 2020 nicht mehr erreichbar ist. Die Politik verlängerte den Zeitraum daraufhin bis 2022.
Die Energiewende in Deutschland geht voran – allerdings nicht schnell genug. Das zeigt eine Betrachtung der bisherigen Treibhausgasemissionen und der Ziele, diese zu reduzieren.
Verfehlt Deutschland die Ziele für die Energiewende?
Beim Strom ist Deutschland auf einem guten Weg: Erneuerbare Energien deckten 2025 bereits 55,1% des deutschen Bruttostromverbrauchs, 2000 lag dieser Anteil noch bei 6,3%. Bis 2030 soll er laut EEG auf mindestens 80% steigen. In anderen Bereichen hinkt die Energiewende ihren eigenen Zielen jedoch hinterher.
Verkehr: E-Mobilität verzögert sich
Bei der Elektromobilität verfehlte die Politik lange die ehrgeizigen Ziele: So war schon 2018 absehbar, dass die angestrebte Zahl von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen bis 2020 nicht mehr erreichbar ist. Die Politik verlängerte den Zeitraum daraufhin bis 2022, und tatsächlich wurde die Ein-Million-Marke laut Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2023 erstmals überschritten. Zum 1. Januar 2026 waren es bereits über zwei Millionen Fahrzeuge.
Seit Januar 2026 unterstützt zusätzlich eine neue, einkommensabhängige Kaufprämie den Umstieg auf Elektromobilität: Für reine Elektroautos gibt es mindestens 3.000 Euro Förderung. Je nach Einkommen und Kinderzahl im Haushalt kann der Zuschuss auf bis zu 6.000 Euro steigen.
Gebäude: Sanierungsquote auf neuem Tiefstand
Auch der Gebäudesektor bremst: Er verursacht laut Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e. V. (BuVEG) rund 30% der CO₂-Emissionen in Deutschland. 2025 sank die Sanierungsquote bei Wohngebäuden auf einen neuen Tiefstand von 0,67%. Für die Klimaziele 2030 wäre eine jährliche Quote von 1,9% nötig.
Heizen und Kühlen: Stellschrauben zur Senkung des Energieverbrauchs
Setzt die Energiewende die richtigen Schwerpunkte? Allein die Raumwärmeerzeugung in privaten Haushalten macht eine Menge aus und lässt sich durch die richtigen Steuerungsmaßnahmen erheblich effizienter gestalten.
Die aktuellen Daten zum Endenergieverbrauch in Deutschland zeigen:
- Wärme und Kälte (ohne Stromverbrauch) sind für knapp die Hälfte des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs verantwortlich.
- Danach folgt der Bereich Verkehr.
- Erst an dritter Stelle steht der Bruttostromverbrauch, der in energiepolitischen Diskussionen oft im Vordergrund steht.
Beitrag zur Energiewende in Deutschland: Wo können Sie ansetzen?
Oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, um den Energieverbrauch zu senken und einen wertvollen Beitrag zur Energiewende in Deutschland zu leisten. Welche das sein können, verdeutlicht die Grafik.
Sie zeigt, welchen Anteil verschiedene Alltagsgeräte und Aktivitäten am gesamten Energieverbrauch von Privathaushalten haben. Raumwärme und Warmwasser machen zusammen über 80% des Energieverbrauchs aus. Das sind die wichtigsten Stellschrauben, um Energie und Kosten zu sparen. Sie können den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser sowohl in Neubauten als auch in Bestandsgebäuden senken.
Im Neubau haben Sie die freie Wahl zwischen verschiedenen Heizungen. Bei einer Sanierung sollten Sie den Fokus auf eine verbesserte Wärmedämmung und moderne Heizungssysteme legen.
Jetzt Installateur finden!
Lassen Sie sich individuell von einem qualifizierten Heizungsspezialisten beraten. Unsere praktische Postleitzahl-Suche findet einen Fachpartner auch in Ihrer Nähe.
Die Wärmepumpe bietet sich hierfür besonders an: Sie nutzt die Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, arbeitet hocheffizient und eignet sich sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung im Bestand.
Setzen Sie ergänzend auf Solarthermie oder Photovoltaik, senken Sie damit langfristig Ihre Energiekosten und tragen entscheidend zur Senkung der Treibhausgase bei.
Kommt eine Wärmepumpe für Ihr Gebäude nicht infrage, lässt sich mit moderner Brennwerttechnik ebenfalls viel Energie einsparen. Kombinieren Sie in diesen Fällen erneuerbare Energien und Brennwerttechnik zu einem Hybridsystem. So nutzen Sie die Stärken beider Anlagen.
Häufig gestellte Fragen zur Energiewende in Deutschland
Die Energiewende in Deutschland verfolgt drei zentrale Ziele: den Umstieg auf erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie, die Reduktion des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz. Bis 2045 soll Deutschland treibhausgasneutral sein.
Noch nicht vollständig. Der Ausbau erneuerbarer Energien senkt die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern spürbar, macht Deutschland aber bislang nicht vollständig unabhängig. Insbesondere bei schwankender Wind- und Solarenergie gleichen konventionelle Kraftwerke und Stromimporte aus dem europäischen Netzverbund den Bedarf aus. Bei Heizungen und im Verkehr deckt importiertes Öl und Gas zudem einen Großteil des Bedarfs.
Da Raumwärme und Warmwasser über 80% des Energieverbrauchs privater Haushalte ausmachen, wirken sich Maßnahmen wie eine bessere Wärmedämmung, eine moderne Heizung oder der Umstieg auf erneuerbare Energien besonders stark aus. Auch der bewusste Umgang mit Strom im Alltag leistet einen wertvollen Beitrag.
Fazit: Die Energiewende gelingt nur gemeinsam
Die Energiewende in Deutschland ist ein Generationenprojekt, das Politik, Industrie und private Haushalte gleichermaßen fordert. Beim Strom ist die Bundesrepublik auf einem guten Weg, bei Wärme, Verkehr und der energetischen Sanierung von Gebäuden bleibt dagegen noch viel zu tun. Mit einer effizienten Heizung und einer guten Wärmedämmung setzen Sie genau dort an, wo Ihr persönlicher Beitrag am meisten bewirkt.