Stromverbrauch Wärmepumpe

Stromverbrauch einer Wärmepumpe

Und wie Sie diesen realistisch abschätzen

Eine Wärmepumpe gilt als umweltfreundliche und energieeffiziente Lösung, um Wärme für das eigene Haus zu erzeugen. Doch wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe wirklich? Gerade in Altbauten, die oft schlechter gedämmt sind und einen höheren Heizbedarf haben, spielt diese Frage eine wichtige Rolle. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Faktoren den Stromverbrauch einer Wärmepumpe beeinflussen, was speziell bei Altbauten zu beachten ist und wie Sie die Effizienz Ihrer Anlage optimieren können.

Stromverbrauch einer Wärmepumpe: Das Wichtigste in Kürze

Der durchschnittliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe liegt zwischen 3.000 und 6.000 kWh pro Jahr.

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die wichtigste Kennzahl, da sie angibt, wie effizient Ihre Wärmepumpe arbeitet.

Luftwärmepumpen verbrauchen zwar mehr Strom als Erdwärmepumpen, sind dafür aber günstiger in der Anschaffung.

Mit einer einfachen Formel können Sie Ihren Wärmepumpen-Stromverbrauch selbst berechnen.

Durch spezielle Wärmepumpenstromtarife können Sie die Betriebskosten um bis zu 25% senken.

In Kombination mit Photovoltaik reduziert sich der Stromverbrauch der Wärmepumpe zusätzlich.

01. Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Gebäudetyp, der Dämmung und dem Heizverhalten ab. Im Durchschnitt benötigt eine moderne Wärmepumpe je nach Anlagengröße und Wärmebedarf des Hauses zwischen 3.000 und 6.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr.

 

Beispiel für eine 4-köpfige Familie

In einem gut gedämmten Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche liegt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe typischerweise bei:

 

 

Diese Werte umfassen sowohl die Heizung als auch Warmwasserbereitung.

 

Stromverbrauch einer Wärmepumpe in einem Altbau

Altbauten stellen besondere Anforderungen an den Betrieb einer Wärmepumpe, da sie häufig schlechter gedämmt sind und daher mehr Heizenergie benötigen. Je nach Sanierungsstand kann der Stromverbrauch einer Wärmepumpe in einem Altbau um 30 bis 50% höher liegen als in einem Neubau. Das gilt insbesondere dann, wenn keine oder nur unzureichende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden.

 

Auch die Art der Wärmepumpe spielt hier eine wichtige Rolle: Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe kann bei niedrigen Außentemperaturen weniger effizient arbeiten, sodass der Stromverbrauch zusätzlich ansteigt.


Dennoch gibt es bei Altbauten Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu optimieren. Eine verbesserte Dämmung, der Austausch von Fenstern oder Türen sowie der Einsatz von Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen können den Wärmebedarf deutlich senken. Zusätzlich kann die Kombination mit einer thermischen Solaranlage die Wärmepumpe entlasten, indem im Sommer die Sonne die Warmwasserbereitung übernimmt.

02. Wie verbrauchen Wärmepumpen Strom?

Eine Wärmepumpe bezieht ihre Energie aus einer Wärmequelle in der Umwelt, zum Beispiel aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Dementsprechend spricht man von einer Luft/Wasser-Wärmepumpe, Wasser/Wasser-Wärmepumpe oder Sole/Wasser-Wärmepumpe.

Alle funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Sie stellen einen geschlossenen Kreislauf aus Verdampfer, Verdichter/Kompressor, Kondensator und Expansionsventil dar. In diesem Kreislauf zirkuliert ein Kältemittel, das im Verdampfer der Umgebung Wärme entzieht und dabei gasförmig wird.

Die Wärmepumpe verdichtet und erwärmt dieses Gas mithilfe von Strom im Verdichter. Im Kondensator erhitzt das heiße Gas das Heizungswasser, kühlt dabei stark ab und wird wieder flüssig. Das Expansionsventil verringert wiederum den Druck der Flüssigkeit und kühlt das Kältemittel weiter ab. Schließlich strömt es wieder zum Verdampfer und der Kreislauf beginnt von vorn. Strom benötigt die Wärmepumpe demnach nur für den Kompressor.

 

Grafik Funktionsweise einer Wärmepumpe

04. Jahresarbeitszahl (JAZ): So beeinflusst sie den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe bildet den Wirkungsgrad ab. Sie gibt an, wie viel der aufgenommenen elektrischen Energie in Wärmeenergie umgewandelt wird. Dabei wird ein Jahr betrachtet.

 

Beispiel: Eine JAZ von 4 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 4 kWh Wärme erzeugt. Je höher die JAZ, desto geringer ist der Stromverbrauch der Wärmepumpe pro erzeugter Wärmeeinheit.

 

Typische JAZ-Werte nach Wärmepumpen-Typ:

 

  • Luft/Wasser-Wärmepumpe: 2,8 bis 3,5

  • Sole/Wasser-Wärmepumpe: 3,8 bis 4,5

  • Wasser/Wasser-Wärmepumpe: 4,0 bis 5,0

 

COP vs. JAZ: Der Unterschied
Neben der JAZ finden Sie oft auch den COP-Wert (Coefficient of Performance) in Produktbeschreibungen. Während die JAZ die Effizienz über ein ganzes Jahr unter realen Bedingungen abbildet, stellt der COP einen Laborwert unter standardisierten Bedingungen dar. Zur Berechnung Ihres Stromverbrauchs ist die JAZ daher deutlich aussagekräftiger.


Die tatsächliche JAZ wird erst im Nachhinein durch Messung des Stromverbrauchs und der erzeugten Wärmemenge berechnet. Für die Förderung der Wärmepumpe müssen Sie die JAZ jedoch vorab angeben. Sie berechnet sich nach einem statistischen Verfahren aus den technischen Daten der Wärmepumpe und der Heizungsanlage. Doch keine Sorge, das müssen Sie nicht selbst machen – das erledigt der WOLF JAZ-Rechner für Sie.

05. Wie berechne ich den Stromverbrauch meiner Wärmepumpe?

Um den Stromverbrauch einer Wärmepumpe zu berechnen, dividieren Sie denr Heizenergiebedarf durch die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe.

 

Die Formel lautet:

 

Heizenergiebedarf (kWh/Jahr) ÷ Jahresarbeitszahl (JAZ) = Stromverbrauch Wärmepumpe (kWh/Jahr)

 

Da die JAZ bei der Warmwasserbereitung aufgrund der höheren Temperaturanforderungen niedriger ist, sollten Sie zwischen Warmwasserbereitung und Heizung unterscheiden.

 

Die Stromkosten der Wärmepumpe in einem Jahr berechnen sich wie folgt:

 

Stromverbrauch der Wärmepumpe (kWh) × Strompreis (Euro/kWh) = Jährliche Stromkosten (Euro)

 

Für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 und einem jährlichen Heizenergiebedarf von 9.000 kWh ergibt sich beispielsweise:

 

9.000 kWh ÷ 3,5 = 2.571 kWh

 

In diesem Beispiel verbraucht die Wärmepumpe 2.571 kWh Strom pro Jahr für die Heizung.

 

Beispielrechnungen nach Art der Wärmepumpe

Wir gehen von einem durchschnittlichen Strompreis von 35 Cent/kWh aus. In unseren Beispielen ergeben sich somit folgende Stromkosten:

 

Art der Wärmepumpe

Jährliche Stromkosten (für Heizung und Warmwasser)

Erdwärmepumpe

2.564 kWh/Jahr * 35 Cent/kWh = 897 Euro

Luftwärmepumpe

3.448 kWh/Jahr * 35 Cent/kWh = 1.207 Euro

Wasserwärmepumpe

2.000 kWh/Jahr * 35 Cent/kWh = 700 Euro

 

WOLF Wärmepumpe

Die CHA-Monoblock von WOLF

Diese moderne Luft/Wasser-Wärmepumpe schont nicht nur die Umwelt, weil sie keine fossilen Brennstoffe nutzt und effizient heizt. Sie verwendet auch das natürliche Kältemittel Propan beziehungsweise R290, dessen Treibhauspotenzial deutlich geringer ist als andere Kältemittel.

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06. Wovon hängt der Stromverbrauch von Wärmepumpen ab?

Verschiedenen Faktoren beeinflussen den Stromverbrauch einer Wärmepumpe, die sowohl mit dem Gebäude als auch mit der Nutzung der Anlage zusammenhängen:

 

  • Vorlauftemperatur des Heizsystems: Die Vorlauftemperatur hat einen entscheidenden Einfluss auf den Stromverbrauch der Wärmepumpe. Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur ist, desto effizienter arbeitet die Anlage. Während alte Heizkörper oft 50 bis 60°C erfordern, benötigen Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen nur 30 bis 35°C. Eine um 5°C niedrigere Vorlauftemperatur reduziert den Stromverbrauch um etwa 10 bis 15%.

  • Anzahl der Bewohner: Die Anzahl der Bewohner hat keinen direkten Einfluss auf den Heizenergiebedarf, wohl aber auf den Warmwasserbedarf. Mehr Bewohner führen zu einem höheren Warmwasserverbrauch und damit zu einem höheren Stromverbrauch der Wärmepumpe.

  • Technologie der Wärmepumpe: Der Stromverbrauch hängt stark von der verwendeten Technologie ab, da Luftwärmepumpen im Vergleich zu Erdwärmepumpen häufig einen höheren Stromverbrauch haben, insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen.

  • Größe und Zustand des Gebäudes: Größere Häuser benötigen eine höhere Heizleistung als kleinere. Zudem erhöhen undichte Fenster, Türen oder eine schlechte Dämmung den Wärmebedarf und damit den Stromverbrauch. In Neubauten kann zudem Baufeuchtigkeit vorhanden sein, die durch Heizen trocknen muss, was den Wärmebedarf und den Stromverbrauch vorübergehend erhöht. 

  • Natürliche Einflüsse: Das Klima und die Länge der Heizperiode spielen eine wichtige Rolle. Längere Heizperioden oder kühle Sommermonate erhöhen den Wärmebedarf, wodurch die Wärmepumpe häufiger läuft und mehr Strom verbraucht.

  • Heizlast und Dimensionierung: Eine falsch dimensionierte Wärmepumpe verursacht einen erhöhten Stromverbrauch. Eine zu große Anlage „taktet” häufig, das heißt, sie schaltet ständig ein und aus. Eine zu kleine Anlage muss einen Heizstab zur Unterstützung nutzen. Beides erhöht den Stromverbrauch der Wärmepumpe unnötig.

 

07. 7 praktische Tipps, um den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe zu reduzieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Stromverbrauch einer Wärmepumpe zu senken und die Energieeffizienz zu erhöhen:

 

  1. Spezielle Wärmepumpenstromtarife nutzen: Einige Energieversorger bieten spezielle, günstigere Stromtarife für Wärmepumpen an, die dabei helfen, die Betriebskosten zu senken. Der Stromverbrauch der Wärmepumpe bleibt zwar gleich, aber die Kosten pro Kilowattstunde sinken um bis zu 25%.

  2. Flächenheizungen einsetzen: Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigeren Vorlauftemperaturen (30 bis 35°C statt 50 bis 60°C bei Heizkörpern).

  3. Vorlauftemperatur optimieren: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter läuft die Wärmepumpe. Bereits eine Absenkung um 5°C kann den Stromverbrauch der Wärmepumpe um 10 bis 15% reduzieren. Lassen Sie die Heizkurve von einem Fachmann optimal einstellen.

  4. Gebäudedämmung verbessern: Eine bessere Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke reduziert den Wärmebedarf erheblich. Dadurch sinkt auch der Stromverbrauch der Wärmepumpe. Ebenso kann sich der Austausch alter Fenster lohnen.

  5. Optimale Abstimmung der Anlage: Um effizient arbeiten zu können, sollte die Wärmepumpe optimal auf die Heizungsanlage abgestimmt sein. Lassen Sie das am besten von einem Fachmann durchführen.

  6. Pufferspeicher einsetzen: Ein Pufferspeicher verhindert häufiges Takten und ermöglicht längere, effizientere Laufzeiten. Das reduziert den Stromverbrauch und verlängert die Lebensdauer der Wärmepumpe.

    7. Regelmäßige Wartung durchführen: Eine gut gewartete Wärmepumpe arbeitet effizienter. Verschmutzte Filter oder         falsche Einstellungen können den Stromverbrauch unnötig erhöhen.

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Wärmepumpenstromtarife: Günstiger Strom für Ihre Wärmepumpe

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ist zwar höher als beim normalen Haushaltsstrom, aber mit speziellen Wärmepumpenstromtarifen lassen sich die Kosten deutlich senken.

Was sind Wärmepumpenstromtarife?

Wärmepumpenstromtarife (auch Heizstromtarife genannt) sind spezielle Tarife für Wärmepumpen, die günstiger sind als normale Haushaltsstromtarife. Während der durchschnittliche Haushaltsstrompreis bei etwa 35 Cent/kWh liegt, kosten Wärmepumpentarife oft nur 25 bis 8 Cent/kWh.

 

Beispielrechnung:

 

  • Stromverbrauch der Wärmepumpe: 4.000 kWh/Jahr

  • mit Haushaltsstrom (35 Cent/kWh): 1.400 Euro/Jahr

  • mit Wärmepumpentarif (27 Cent/kWh): 1.080 Euro/Jahr

  • Ersparnis: 320 Euro pro Jahr

Voraussetzungen für Wärmepumpenstromtarife

Um einen günstigen Wärmepumpenstromtarif nutzen zu können, benötigen Sie:

 

Lohnt sich ein Wärmepumpenstromtarif?

Ein Wärmepumpenstromtarif lohnt sich besonders, wenn …

  • … der Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe über 3.000 kWh/Jahr liegt.

  • … die Preisdifferenz zwischen Haushalts- und Wärmepumpenstrom mindestens 5 Cent/kWh beträgt.

  • … Sie die Wärmepumpe sowohl für Heizung als auch Warmwasser nutzen.

08. Wärmepumpe und Solar: Für noch geringere Stromkosten

Vor allem in Neubauten wird der Einbau einer Wärmepumpe immer beliebter. Das innovative Heizsystem ist nicht nur umweltfreundlich, sondern senkt langfristig auch die Heizkosten.

 

Mit Systemkombinationen wie Wärmepumpe und Photovoltaik lassen sich zusätzlich Strom- und Heizkosten sparen.

 

Vor dem Kauf und der Installation des neuen Heizsystems sollten Sie sich jedoch unbedingt von Fachleuten beraten lassen. Nur eine Wärmepumpe, die optimal auf das Haus abgestimmt ist, arbeitet effizient und kostengünstig.

 

Fazit: Der Stromverbrauch der Wärmepumpe lässt sich gut regulieren

Durch die richtige Planung, optimale Einstellungen und ein bewusstes Heizverhalten lässt sich der Stromverbrauch einer Wärmepumpe deutlich reduzieren. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Jahresarbeitszahl, die Vorlauftemperatur und die Gebäudedämmung.

 

Trotz ihres Stromverbrauchs sind Wärmepumpen in den meisten Fällen günstiger im Betrieb als Gas- oder Ölheizungen und deutlich klimafreundlicher. Die beste Grundlage für niedrige Betriebskosten und hohe Effizienz ist eine fachgerechte Auslegung durch einen Fachbetrieb.

 

Häufig gestellte Fragen zum Stromverbrauch von Wärmepumpen

  • Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe schwankt je nach Jahreszeit. In den Wintermonaten ist er höher als in den Sommermonaten. Eine Luftwärmepumpe mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh verbraucht in den Wintermonaten etwa 500 bis 700 kWh pro Monat. In der Übergangszeit sinkt der Verbrauch auf 250 bis 400 kWh monatlich, während in den Sommermonaten nur noch 100 bis 200 kWh anfallen.

  • Ja, aber deutlich weniger als im Winter. Im Sommer wird der Strom der Wärmepumpe hauptsächlich für die Warmwasserbereitung benötigt. Der Stromverbrauch liegt dann typischerweise bei 100 bis 200 kWh pro Monat, während er im Winter bei 500 bis 700 kWh pro Monat liegen kann.

  • Der tägliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe variiert stark je nach Außentemperatur und Heizbedarf. An einem kalten Wintertag mit -5°C verbraucht die Anlage etwa 15 bis 25 kWh, bei milderen Wintertemperaturen mit 5°C 8 bis 15 kWh. In der Übergangszeit 5 bis 10 kWh, im Sommer 3 bis 6 kWh. Diese Werte gelten für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche.

  • Eine Wärmepumpe verbraucht in einem unsanierten Altbau mehr Strom als in einem gut gedämmten Neubau. Gründe dafür sind: schlechtere Dämmung, höhere Vorlauftemperaturen und höherer Heizenergiebedarf pro Quadratmeter. Mit energetischen Sanierungsmaßnahmen lässt sich der Stromverbrauch der Wärmepumpe aber auch im Altbau senken.

  • Die Stromkosten einer Wärmepumpe liegen bei 500 bis 1.200 Euro pro Jahr für ein Einfamilienhaus, abhängig von Haustyp, Dämmung und Wärmepumpenart. Luft/Wasser-Wärmepumpen sind teurer als Erdwärmepumpen; die Kosten liegen oft zwischen 750 und 1.250 Euro. Faktoren wie Jahresarbeitszahl (JAZ), Strompreis und Hausdämmung sind entscheidend. Eine gute Dämmung und Photovoltaik senken die Kosten erheblich.

  • Den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe können Sie auf verschiedene Arten messen. Wenn ein separater Stromzähler vorhanden ist, zeigt dieser den Verbrauch an. Alternativ können Sie einen Zwischenzähler installieren lassen. Moderne digitale Stromzähler bieten eine detaillierte Verbrauchsanzeige. Viele aktuelle Wärmepumpen zeigen den Verbrauch im Display an. Notieren Sie den Zählerstand monatlich, um ungewöhnliche Verbrauchsverläufe zu erkennen.

  • In den meisten Fällen ja. Wärmepumpen sind oft günstiger als Gasheizungen, auch wenn sie mehr Strom verbrauchen. Ein Beispiel: Eine Gasheizung kostet etwa 1.800 Euro pro Jahr (15.000 kWh x 0,12 € pro kWh). Eine Luftwärmepumpe mit 4.500 kWh kostet bei einem Wärmepumpentarif von 0,27 € pro kWh etwa 1.215 € im Jahr. Eine Erdwärmepumpe mit 3.500 kWh kommt auf nur 945 €. Die Ersparnis gegenüber Gas liegt damit bei 585 bis 855 € pro Jahr. Gas wird außerdem teurer, während Strom aus erneuerbaren Energien stammt und daher langfristig günstiger wird.

  • Durch den Einsatz einer Photovoltaikanlage lässt sich der zugekaufte Strom deutlich reduzieren. 20 bis 40% des Stromverbrauchs der Wärmepumpe können selbst gedeckt werden. Beispiel: Bei einem Verbrauch der Wärmepumpe von 4.000 kWh pro Jahr und einem Eigenverbrauch der PV-Anlage von 1.200 kWh (30%) müssen nur noch 2.800 kWh zugekauft werden. Ersparnis: 324 Euro pro Jahr. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauchsanteil auf 50 bis 60% steigern und die Ersparnis beim Stromverbrauch der Wärmepumpe nochmals erhöhen.

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