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Wärmepumpe und Fußbodenheizung

Sinnvolle Kombination aus Luft/Wasser-Wärmepumpe und Flächenheizung

Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt direkt mit dem Volumen der verwendeten Heizkörper zusammen. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es sich um Flächenheizungen oder klassische Radiatoren handelt. Da Flächensysteme wie die Fußbodenheizung jedoch das bessere Volumenverhältnis aufweisen, geht die Empfehlung meist zugunsten der Fußbodenheizsysteme aus. Entscheidend für den effizienten Betrieb ist eine geringe Vorlauftemperatur. Je höher diese ausfällt, desto höher ist der Strombedarf der Wärmepumpe für das Erreichen der gewünschten Heizleistung. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie die Fußbodenheizung am sinnvollsten mit der Wärmepumpe kombinieren können.

Vorteile: Warum Sie Wärmepumpe und Fußbodenheizung kombinieren sollten

Beide Komponenten können in einem gemeinsamen Heizsystem ihre Vorteile voll ausspielen. Im Ergebnis sparen Sie nicht nur Energie und Kosten, sondern belasten auch Umwelt und Klima deutlich weniger.

Kinder auf dem Fußboden

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

Wärmepumpen und Flächenheizungen können nicht nur wärmen, sondern durch die clevere Kühlfunktion im Sommer die Klimaanlage weitgehend ersetzen.

Die Wärmeverteilung ist aufgrund der großen Fläche optimal.

Niedrige Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 35°C sind für Fußbodenheizungen problemlos zu leisten.

Bei geringen Vorlauftemperaturen ist auch die Nachrüstung einer Wärmepumpe im Altbau ohne komplette Gebäudesanierung umsetzbar.

Warum niedrige Vorlauftemperaturen Energie einsparen

Je geringer die Vorlauftemperatur, desto effizienter heizt die Wärmepumpe. Die Heizkosten sinken also, wenn Ihre Heizung das Heizungswasser nicht auf die bei normalen Heizkörpern üblichen 60 bis 70°C erwärmen muss. Obwohl eine Wärmepumpe auch diese Heizleistung erreichen kann, würde sie unnötig viel Strom verbrauchen. Deshalb sind niedrige Vorlauftemperaturen ein Beitrag zur Kostensenkung und Umweltfreundlichkeit Ihrer Heizung.

 

Durch die bessere Verteilung der Wärme und die große Strahlungswärme einer Flächenheizung kann die Raumtemperatur insgesamt ohne Komfortverlust abgesenkt werden. Schon die Absenkung um nur 1°C kann bis zu 6% Energie einsparen. Hinzu kommen physikalische Selbstregeleffekte der Fußbodenheizung in Verbindung mit einer Wärmepumpe. Bei Schwankungen regelt die Anlage die Temperaturen automatisch wieder auf ein gleichmäßiges Niveau.

Kühlung mit Wärmepumpe und Flächenheizung im Sommer

Angenehm temperierte Räume sind für das Wohlbefinden zu jeder Jahreszeit wichtig. In Zeiten des Klimawandels folgt ein Rekordsommer auf den nächsten. Klimaanlagen sind jedoch alles andere als energieeffizient. Wenn Sie Fußbodenheizung und Wärmepumpe kombinieren, können Sie die Anlage in den Kühlbetrieb schalten. Dann wird die Wärmeenergie nicht mehr von draußen nach drinnen geführt, sondern aus den Räumen nach draußen geleitet.

Möglich wird dies durch den „Rückwärtsgang“ der Wärmepumpe, wodurch das in der Fußbodenheizung zirkulierende Wasser zu einem großen Wärmetauscher wird, der die Raumtemperatur sukzessive absenkt. All das ohne unangenehmen Luftzug und ohne die negativen Begleiterscheinungen einer Klimaanlage. Der Energieverbrauch ist relativ gering, da die Heizung nicht mitläuft, sondern lediglich die Umwälzpumpe der Wärmepumpe arbeitet, um das Wasser zirkulieren zu lassen.

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Klimafreundliche Lösung

Die Nutzung von Umweltwärme mit Wärmepumpen ist nicht nur kostengünstig, sondern auch besonders klimafreundlich, da keine fossilen Brennstoffe verbrannt werden und keinerlei Emissionen entstehen. Die in der Luft, dem Erdboden oder im Grundwasser verfügbare Wärmeenergie lässt sich laut Umweltbundesamt am besten nutzen, wenn Sie eine Wärmepumpe mit hoher Jahresarbeitszahl und Leistungszahl (COP: Coefficient of Performance) verwenden. Die optimale Effizienz erreichen Wärmepumpen aber nur, wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind − und das schließt die Heizung mit ein.

Welche Wärmepumpenarten eignen sich am besten für die Kombination mit einer Fußbodenheizung?

Die Fußbodenheizung ist eine ideale Ergänzung für die Wärmepumpe. Welche Wärmepumpenart zum Einsatz kommt, ist dabei nicht entscheidend. Hausbesitzer heizen noch effizienter, wenn sie den Strom für die Wärmepumpe selbst erzeugen können, beispielsweise durch eine eigene Photovoltaikanlage. Grundsätzlich gibt es für private Gebäude drei Arten von Wärmepumpen, die in Frage kommen:
  • Luft/Wasser-Wärmepumpe

    Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt überschüssige Wärme aus der Umgebungsluft eines Gebäudes. Ein Ventilator saugt die Luft an und leitet sie zu einem Wärmetauscher. Hier wird die Wärmeenergie, ähnlich wie in einem umgekehrten Kühlschrank, innerhalb der Wärmepumpe an ein Kältemittel übertragen. Durch Verdichtung des Kältemittels erhöht sich die Temperatur weiter und wird über einen zweiten Wärmetauscher an das Heizungssystem abgegeben. Dabei kühlt sich das Kühlmittel wieder ab, ändert seinen Aggregatzustand und der Kreislauf beginnt von vorn.

    Die Luft/Wasser-Wärmepumpe lässt sich sehr kompakt konstruieren. Geringer Platzbedarf und Installationsaufwand machen Anlagen wie die WOLF CHA-Monoblock zur idealen Wahl sowohl für die Nachrüstung von Bestandsgebäuden als auch für die Erstausrüstung im Neubau.

    Icon Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Wasser/Wasser-Wärmepumpe

    Die Wasser/Wasser-Wärmepumpe arbeitet nach demselben Grundprinzip wie die Luft/Wasser-Wärmepumpe. Allerdings nutzt sie als Energieträger nicht die Umgebungsluft, sondern das temperaturstabile Grundwasser. Das hat den Vorteil, dass Sie ganzjährig eine gleichbleibende Energieausbeute erwarten können.

    Jedoch ist die Installation aufgrund der erforderlichen Bohrungen für zwei Brunnen (für Ansaugung und Rückfluss) recht aufwändig und nicht überall genehmigungsfähig. Auch für Wasser/Wasser-Wärmepumpen bietet sich die Kombination mit einer Fußbodenheizung an.

    Icon Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe (auch Erdwärmepumpe genannt)

    Die Sole/Wasser-Wärmepumpe nutzt die ebenfalls ganzjährig stabile Temperatur des Erdreichs in größeren Tiefen zur Energiegewinnung. Wie auch bei der Wasser/Wasser-Wärmepumpe sind hierfür vergleichsweise aufwändige Bohrungen erforderlich. Die thermische Energieausbeute ist bei diesen Wärmepumpen besonders gut, doch je nach Tiefe der Bohrung sind ebenfalls Genehmigungen einzuholen. Hinzu kommt, dass die Erdwärmepumpe sich nicht überall nachrüsten lässt und eher für Neubauten in Frage kommt.

    Sämtliche Wärmepumpenarten können prinzipiell auch für die Kühlung eines Raumes zum Einsatz kommen.

    Icon Sole-Wasser-Wärmepumpe

Nachrüstung einer Wärmepumpe im Bestand

Eine Wärmepumpe arbeitet selbstverständlich nicht nur im Neubau effizient. Auch im Bestand können Sie diese Technologie nutzen. Hierbei ist weniger das Alter des Hauses entscheidend als vielmehr sein energetischer Zustand. Die Effizienz der Wärmepumpe hängt maßgeblich von der Energieeffizienz des Gebäudes sowie des verwendeten Heizungssystems ab. Im Vergleich zu anderen Systemen wie Gas- oder Öl-Brennwertheizungen verursacht die Wärmepumpe geringere Installationskosten und belastet die Umwelt im Betrieb so gut wie nicht. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Fraunhofer-Institut in einer Studie seines Forschungsprojekts für Solare Energiesysteme.

 

Dennoch ist auch die Kombination eines bestehenden Heizsystems mit einer Wärmepumpe eine viel gefragte und sinnvolle Option, die eigenen vier Wände zu beheizen. Häufig reichen geringe Maßnahmen, wie beispielsweise das Austauschen einzelner Heizkörper, um eine Vorlauftemperatur von 55°C zu erreichen.

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Top Beratung bei WOLF

Wenn Sie eine effiziente Wärmepumpe für Ihr Bestandsgebäude oder einen Neubau suchen, sollten Sie sich eingehend beraten lassen. Die richtige Dimensionierung und eine sorgfältige Planung sind entscheidend für eine effiziente Heizung. Die Experten von WOLF Heiztechnik helfen Ihnen gerne weiter.

Geht eine Wärmepumpe nur mit Fußbodenheizung?

Wie bereits erwähnt, ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe dann am effizientesten, wenn sie mit einer Flächenheizung kombiniert wird. Dies ist bei einer Fußbodenheizung der Fall. Allerdings lassen sich auch klassische Heizkörper erfolgreich mit Wärmepumpen-Systemen kombinieren, wenn die Dimensionierung des Heizsystems entsprechend groß ausfällt. Denn große Heizkörper kommen ebenfalls mit geringeren Vorlauftemperaturen aus. Ob es sich im Einzelfall rechnet, muss individuell betrachtet werden. Obwohl die Fußbodenheizung also empfehlenswert für die Kombination mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ist, ist sie keine zwingende Voraussetzung.

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