Heizölkosten senken

Wie viel Heizöl kostet und wie Sie Energie sparen können

Die Wirtschaftlichkeit einer Ölheizung hängt maßgeblich davon ab, wie viel Heizöl kostet. Denn die Brennstoffpreise können die Betriebskosten über die Zeit hinweg in die Höhe treiben, sodass Sie aufsummiert mehr bezahlen als für das Heizungssystem selbst. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Heizölpreis im Blick behalten und vergleichen. Mit unseren Tipps können Sie Ihren Verbrauch reduzieren und die Heizölkosten senken.

Der Weg zur modernen, effizienten Ölheizung

Ältere Ölheizungen und Niedertemperaturkessel arbeiten ausschließlich mit dem Heizwert des Öls und leiten die Verbrennungsabgase direkt ab. Im Gegensatz dazu nutzen moderne Ölheizungen mit Brennwerttechnik die Ressourcen nahezu vollständig und gewinnen zusätzliche Energie aus dem Verbrennungsprozess.

Der an den Energiegehalt des Brennstoffes gekoppelte Verbrennungsprozess kann demnach optimiert werden, indem die Verbrennungsenergie hocheffizient im System verbleibt.

 

Ein weiterer Aspekt sind gesetzliche Vorgaben, die auf Sie zukommen. So muss eine Öl-Heizung auch in Bestandsgebäuden künftig stufenweise steigende Bio-Öl-Anteile nutzen, beginnend bei mindestens 10 %. Moderne Geräte wie die WOLF COB-2 B30 sind hierbei die optimale Lösung.

Wie funktioniert das?

Abgase, die während des Verbrennungsprozesses entstehen, transportieren einen Großteil der Verbrennungswärme über den Schornstein nach außen. Die in den heißen Abgasen sowie im Wasserdampf enthaltene Energie kann mit einem modernen Brennwertkessel genutzt und über einen Wärmetauscher dem Heizsystem rückgeführt werden

 

Im Gegensatz zu alten Ölheizungen sind die Temperaturen der Abgase bei der Brennwerttechnik über 100°C niedriger. Die Folge: Bei der Energieumwandlung entstehen weniger Verluste. Demnach bestimmt letztendlich auch die Technik, wie hoch der Heizölpreis ist.

In der Tabelle sind die Wirkungsgrade der unterschiedlichen Ölheizungstechniken aufgelistet.
 

ÖlheizungstechnikEnergieausnutzung (Brennwert)
Altes Ölheizgerät68 %
Öl-Niedertemperaturgerät87 %
Ölbrennwertgerät98 %

So setzt sich der Heizölpreis zusammen

Wenn es um die Frage geht, wie viel Heizöl kostet, spielt selbstverständlich der Brennstoff selbst eine große Rolle. Dieser wird hierzulande normiert (DIN 51603-1) angeboten und als Heizöl EL schwefelarm sowie unter verschiedenen Handelsbezeichnungen zur Verfügung gestellt.

 

Neben diesem Standard gibt es auf dem Ölmarkt auch Premium-Varianten. Diese sind mit Zusätzen, den sogenannten Additiven, angereichert. Die Zusatzstoffe optimieren nicht nur die Fließfähigkeit des Heizöls und den Verbrennungsprozess, sondern auch die Haltbarkeit der Heizungsanlage sowie die Geruchsbelastung durch das Heizöl.

Im Gegensatz zum Heizöl, welches aus fossilen Quellen stammt, wird Bioheizöl aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen. Bioethanol entsteht zum Beispiel aus der Vergärung von pflanzlicher Stärke und Zucker.

 

Im Preisvergleich kostet dieses Heizöl aufgrund seiner Qualität etwas mehr als der Standard, ist jedoch auch umweltfreundlicher.

Der Brennstoffhändler kalkuliert seine Heizölpreise mit folgenden Faktoren:

 

  • Energiesteuer
  • Ölpreis im Einkauf
  • Mehrwertsteuer
  • Deckungsbeitrag
     

Zu den im Deckungsbeitrag des Händlers enthaltenen Umlagekosten zählen die Lagerhaltung, der Transport, die Verwaltung sowie der Vertrieb und die Marge.

Ein Vergleich der Heizölpreise lohnt sich

Schwankungen des Heizölpreises sind auf den Einkaufspreis, zum Beispiel aufgrund von Konjunkturschwankungen, zurückzuführen. Rohöl wird an der Börse gehandelt, wodurch der Heizölpreis auch vom Weltgeschehen abhängig ist.

Dabei ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ebenfalls entscheidend. Werden die Fördermengen von Rohöl beispielsweise durch politische Entscheidungen erhöht, sinken die Heizölpreise.

Wenn Sie die aktuelle Situation des Heizölpreises beim Einkauf berücksichtigen und größere Heizölmengen abnehmen, können Sie die Kosten für Heizöl insgesamt deutlich senken. Der Bestellprozess beginnt demnach idealerweise schon früh, um den Heizöltank kostengünstig mit dem Brennstoff zu versorgen.

Tagesaktuelle und regionale Preisunterschiede sind dabei entscheidende Stellschrauben, die Sie mit Preisvergleichen beobachten sollten. Neben dem Heizölpreis können auch zusätzliche Kostenbestandteile je nach Anbieter schwanken. Zu diesen gehören:

Mindermengenzuschlag

Anfahrtspauschale

Gebühr für verschiedene Abladestellen

Mengenrabatt

Zahlungsgebühr

Gebühr für schnelle Lieferung

Zinsen für Ratenzahlung

Heizung mit erneuerbaren Energien

Alternative Heizungssysteme, die erneuerbare Energien wie das Sonnenlicht oder die Umgebungswärme nutzen, helfen dabei, die Umwelt zu schützen und Heizkosten zu senken. Die beste Option ist meist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe, weil sie fast überall leicht zu installieren ist. Solche modernen, effizienten Heizungen sind eine Investition in die Zukunft und den Werterhalt Ihrer Imobilie, die der Gesetzgeber mit verschiedenen Fördermöglichkeiten unterstützt.

 

Die Kombination verschiedener Energieträger, also sogenannte Hybridlösungen aus einer Öl- oder einer Gas-Heizung und einer Wärmepumpe, sind in der Regel nicht notwendig: Eine Wärmepumpe kann den Wärmebedarf eines Gebäudes vollständig abdecken, auch bei niedrigen Außentemperaturen. Eine zusätzliche Öl- oder Gasheizung als Backup ist damit meist überflüssig und bedeutet doppelte Kosten bei Reparaturen, Wartung und Anschaffung.

 

Eine feste Mindestquote für erneuerbare Energien, wie sie das Gesetz früher vorsah, müssen Sie beim Heizungstausch nicht mehr zwingend einhalten. Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, übertrifft diese Anforderung ohnehin von selbst und bleibt zugleich unabhängig von steigenden CO₂-Kosten und künftigen Anforderungen an fossile Brennstoffe.

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