Eine hybride Wärmepumpe kombiniert eine Wärmepumpe mit einem zweiten Wärmeerzeuger, meist eine Gas- oder Ölheizung, seltener Solarthermie, zu einem gemeinsamen Heizsystem mit gemeinsamer Regelung.
Hybrid-Wärmepumpe
Wann lohnt sich die Kombination mehrerer Wärmeerzeuger?
Bei einer Hybrid-Wärmepumpe wird eine Wärmepumpe mit einem anderen Wärmeerzeuger zu einem gemeinsamen Heizsystem kombiniert. Welche Arten von Hybridheizungen es gibt, wie eine Hybrid-Wärmepumpe funktioniert und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Außerdem zeigen wir Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und für welche Gebäude sich eine Hybridlösung lohnt.
Was ist eine Hybrid-Wärmepumpe?
Unter dem Begriff der Hybrid-Wärmepumpe werden alle Heizsysteme, die eine Wärmepumpe mit anderen Wärmeerzeugern kombinieren, zusammengefasst.
In der Regel besteht eine Hybridheizung aus zwei Wärmeerzeugern, welche über eine gemeinsame Regelung gesteuert werden. Bei der Hybridheizung in Kombination mit der Wärmepumpe unterscheidet man drei verschiedene Arten:
Gashybridheizung = kombiniert ein Gasgerät mit einer Wärmepumpe
Ölhybridheizung = kombiniert ein Ölgerät mit einer Wärmepumpe
EE-Hybridheizung = kombiniert Solarthermie mit einer Wärmepumpe
Nachdem zwei Wärmeerzeuger den Heizenergiebedarf des Hauses gemeinsam decken, wird hier auch oft von einem bivalenten Betrieb der Heizung gesprochen. Es ist aber durchaus möglich, mehr als zwei Wärmeerzeuger zusammenzuschalten.
Technisch ist die hybride Wärmepumpe über einen Pufferspeicher gekoppelt, in den alle Heizgeräte ihre Wärme einspeisen. Damit sie dabei harmonieren und nicht konkurrieren, muss die Heizungsregelung die Feinabstimmung untereinander gewährleisten.
Hybrid-Wärmepumpe: Das Wichtigste in Kürze
Bei einer Hybrid-Wärmepumpe wird eine Wärmepumpe mit einem Gas- oder Ölgerät bzw. einer Solarthermieanlage zu einem gemeinsamen Heizsystem kombiniert.
Die Nachrüstung einer Wärmepumpe zu einer bestehenden Gasheizung kostet in der Regel ab 35.000 Euro, zu einer bestehenden Ölheizung ab 40.000 Euro.
Das KfW-Programm 458 fördert bei einer Hybridheizung ausschließlich den Wärmepumpen-Anteil; der Gas- oder Ölkessel bleibt förderfrei.
Für die meisten Bestandsgebäude reicht eine Wärmepumpe als alleiniger Wärmeerzeuger aus. Eine Hybridlösung lohnt sich nur in Sonderfällen.
Prüfen Sie vor der Entscheidung für eine Hybridheizung, ob kleine Sanierungsmaßnahmen wie neue Heizkörper oder getauschte Fenster die Wärmepumpe allein ausreichend machen.
Was ist eine Hybrid-Wärmepumpe?
Unter dem Begriff Hybrid-Wärmepumpe werden alle Heizsysteme zusammengefasst, die eine Wärmepumpe mit einem oder mehreren anderen Wärmeerzeugern kombinieren. Eine solche Wärmepumpen-Hybridheizung besteht in der Regel aus zwei Wärmeerzeugern, die über eine gemeinsame Regelung gesteuert werden.
Bei einer Hybridheizung mit Wärmepumpe kommen vor allem folgende Kombinationen infrage:
Gashybridheizung: kombiniert eine Gasheizung mit einer Wärmepumpe.
Ölhybridheizung: kombiniert eine Ölheizung mit einer Wärmepumpe.
EE-Hybridheizung: kombiniert Solarthermie mit einer Wärmepumpe.
Da zwei Wärmeerzeuger den Wärmebedarf des Hauses gemeinsam decken, wird hier auch von einem bivalenten Betrieb der Heizung gesprochen. Es ist aber durchaus möglich, mehr als zwei Wärmeerzeuger zusammenzuschließen.
Technisch werden die Wärmeerzeuger einer Hybrid-Wärmepumpe häufig über einen Pufferspeicher miteinander verbunden, in den die Heizgeräte ihre Wärme einspeisen. Damit sie dabei harmonieren und nicht konkurrieren, muss die Heizungsregelung die Feinabstimmung beider Systeme gewährleisten.
Rechtlich ist die Kombination aus Wärmepumpe und Gas- oder Ölgerät seit Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) am 29.07.2026 ausdrücklich zulässig: Der technologieoffene Optionen-Katalog (§ 42 GModG) führt rund zehn erlaubte Heizungsarten auf, darunter auch Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen als Teil eines Hybridsystems.
Wie funktioniert eine Hybrid-Wärmepumpe?
Bei einer Hybrid-Wärmepumpe arbeiten zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger zusammen, um den Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. In der Regel übernimmt die Wärmepumpe den Großteil der Wärmeversorgung. Ein zusätzlicher Wärmeerzeuger springt ein, wenn die Wärmepumpe allein nicht mehr wirtschaftlich oder ausreichend effizient arbeiten kann.
Die gemeinsame Heizungsregelung entscheidet dabei, welcher Wärmeerzeuger wann zum Einsatz kommt. Dafür gibt es unterschiedliche Betriebsarten:
Bivalent-alternativer Betrieb
Beim bivalent-alternativen Betrieb arbeiten die beiden Wärmeerzeuger abwechselnd. Die Wärmepumpe übernimmt die Wärmeversorgung, solange die Außentemperaturen und der Wärmebedarf einen effizienten Betrieb ermöglichen. Wird eine bestimmte Temperatur unterschritten, schaltet sich die Wärmepumpe ab und der zweite Wärmeerzeuger übernimmt die Wärmeversorgung vollständig.
Bivalent-paralleler Betrieb
Beim bivalent-parallelen Betrieb können beide Wärmeerzeuger gleichzeitig arbeiten. Die Wärmepumpe deckt weiterhin einen Teil des Wärmebedarfs, während beispielsweise eine Gasheizung zusätzliche Wärme bereitstellt. Das ist insbesondere bei besonders niedrigen Außentemperaturen oder einem hohen Wärmebedarf sinnvoll.
Der Bivalenzpunkt: Wann schaltet sich der zweite Wärmeerzeuger ein?
Der sogenannte Bivalenzpunkt beschreibt die Außentemperatur, bei der die Wärmepumpe durch einen zweiten Wärmeerzeuger unterstützt wird oder die Wärmeversorgung vollständig an diesen übergeht. Wie hoch dieser Temperaturwert liegt, hängt unter anderem von der Dimensionierung der Wärmepumpe, dem Wärmebedarf des Gebäudes und der Auslegung des gesamten Heizsystems ab.
Je nach gewählter Betriebsweise kann der zweite Wärmeerzeuger am Bivalenzpunkt entweder die Wärmepumpe ergänzen oder vollständig ersetzen.
Die Wärmepumpe ist das Herzstück der Hybridheizung
Bei einer Hybrid-Wärmepumpe übernimmt in der Regel die Wärmepumpe den Großteil der Wärmeversorgung. Das ist aus gleich mehreren Gründen sinnvoll: Die Wärmepumpe ist im Betrieb oft leistungsstärker und kostengünstiger als konventionelle Heizsysteme.
Der zweite Wärmeerzeuger dient hingegen vor allem als Unterstützung für besondere Situationen. So kann es zum Beispiel in besonders kalten Regionen sinnvoll sein, die Wärmepumpe zu unterstützen.
Einfluss der Wärmepumpen-Arten
Je nach Art der Wärmepumpe unterscheidet sich die Sinnhaftigkeit der Hybridisierung.
Eine Luftwärmepumpe utzt die Umgebungsluft als Wärmequelle. Wenn es im Winter sehr kalt wird, muss sie auch mehr Strom aufwenden, um den Wärmebedarf aus der kalten Luft zu gewinnen. Bei extremen Kältespitzen kommt außerdem häufig ein integrierter Heizstab zum Einsatz, der mehr Strom für die Erzeugung der gleichen Wärmemenge benötigt als eine Wärmepumpe bei moderaten Temperaturen.
In einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, an kalten Tagen einen zweiten Wärmeerzeuger zur Unterstützung der Luft/Wasser-Wärmepumpe heranzuziehen. In aller Regel rechtfertigt der erhöhte Stromverbrauch an einigen Tagen allerdings nicht die Anschaffungskosten einer zweiten Heizung. Relevant ist ein hybrides System deswegen vor allem in Sonderfällen oder wenn die alte Heizung beim Einbau der Wärmepumpe erhalten bleiben soll.
Wasserwärmepumpen und Erdwärmepumpen greifen das ganze Jahr über auf recht konstante Quelltemperaturen zurück. Das Grundwasser und das Erdreich in tieferen Schichten bleiben auch bei extremer Kälte im Winter noch relativ warm. Deshalb werden Hybridsysteme bei gut ausgelegten Grundwasser- und Erdwärmepumpen in der Regel nicht in Betracht gezogen.
Generell sind Wärmepumpen betriebssicher und wartungsarm, sodass auch aus diesem Grund kein weiterer Wärmeerzeuger notwendig ist. Ein zusätzliches Heizsystem kann aber auch die Effizienz noch weiter steigern. Dafür eignet sich zum Beispiel die Solarthermie.
Partner der Wärmepumpe im Hybridsystem
Für den Aufbau einer Hybrid-Wärmepumpe gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wie anfangs bereits erwähnt, kommen neben der Solarthermie auch Gasheizungen oder Ölbrennwertkessel infrage.
Solarthermie und Wärmepumpe
Das Grundprinzip der Kombination von Solarthermie und Wärmepumpe ist simpel: Die Solarthermie nutzt die Energie der Sonne und heizt damit das Haus und Warmwasser auf. In dieser Zeit verbraucht die Wärmepumpe weniger oder keinen Strom. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass die Solarthermie gerade im Winter oft nur geringe Leistungen erbringt. Deswegen ist diese Kombination vor allem im Sommer und den Übergangszeiten relevant.
Im Fall der Erdwärmepumpe erweitert sich das Repertoire der Solarthermie allerdings. Im Sommer, wenn sie mehr Wärme erzeugt, als die Hausbewohner verbrauchen, lassen sich die Überschüsse in die Erdsonde der Wärmepumpe einspeisen. Diese zusätzliche Wärme kann der Heizungsbauer in die Planung der Erdsonden mit einfließen lassen, was oft dazu führt, dass weniger Investitionskosten für die Sonden entstehen. Auch ein Effizienzgewinn bei der Leistungszahl der Erdwärmepumpe ist durch die höhere Quelltemperatur erreichbar.
Ein Nachteil der Kombination aus Solarthermie und Wärmepumpe sind dagegen die hohen Anschaffungskosten. Auch die Komplexität der Heizung steigt, da die Solarthermie direkt mit der Quelle der Wärmepumpe oder dem Pufferspeicher verbunden wird. Damit ein sinnvolles und effizientes Gesamtsystem entsteht, ist meistens ein höherer Planungs- und Regelungsaufwand notwendig.
Gasbrennwertheizung und Wärmepumpe
Gasbrennwertthermen haben gegenüber Wärmepumpen nur einen Vorteil: Sie erreichen hohe Vorlauftemperaturen. Diese Eigenschaft ist in alten und sehr schlecht gedämmten Gebäuden unter Umständen wichtig.
Die Option, eine Gasheizung mit einer Wärmepumpe zu verbinden, bietet sich vor allem zur Nachrüstung an. Allerdings müssen Sie hier mit höheren Kosten rechnen: Eine nachgerüstete Gas-Hybridlösung kostet in der Regel ab rund 35.000 Euro.
Der Grund für die Mehrkosten: Bei einer Hybridheizung warten zwei vollständige Heizsysteme statt eines – die Wärmepumpe und die Gasheizung. Für die Gasheizung fallen zusätzlich Grundgebühren für die Gasbereitstellung an, auch wenn Sie kaum Gas verbrauchen, sowie eigene Wartungskosten und die Gebühr für den Schornsteinfeger. Ein weiterer Nachteil besteht darin, weiterhin von Gaslieferungen abhängig zu sein. Gerade an sehr kalten Tagen, wenn der allgemeine Verbrauch von Gas in die Höhe schnellt, springt die Gasheizung im Hybridsystem ein.
Für neu eingebaute Gasheizungen greift zudem ab 2029 die gesetzlich vorgeschriebene Bio-Treppe mit einem schrittweise steigenden Anteil an Biogas – mehr dazu lesen Sie im Öl-Abschnitt weiter unten.
Stellt Ihr Fachbetrieb fest, dass eine Wärmepumpe durch eine Gasheizung ergänzt werden müsste, lohnt es sich, zunächst mögliche kleinere Sanierungsmaßnahmen zu prüfen. Denn häufig reichen bereits gezielte Dämmmaßnahmen oder der Austausch einzelner Heizkörper aus, um ein Bestandsgebäude so zu optimieren, dass die Wärmepumpe allein – also im monovalenten Betrieb – den Wärmebedarf decken kann. Mehr zum Thema Gas-Hybridlösung finden Sie im Produktbereich Gashybrid.
Ölbrennwertheizung und Wärmepumpe
Auch der Ölbrennwertkessel kann die Luftwärmepumpe an kalten Tagen ergänzen. Wie bei der Gasheizung fallen hier aber ebenfalls Mehrkosten an: Eine nachgerüstete Öl-Hybridlösung kostet in der Regel ab rund 40.000 Euro.
Für neu eingebaute Gas- und Ölheizungen greift ab 2029 die im GModG verankerteBio-Treppe (§ 43 GModG): Der Anteil an Bio-Brennstoffen beginnt bei 10 % und steigt schrittweise bis auf 60 % ab dem Jahr 2040. Auch bei bestehenden Anlagen steigt der Anteil grüner Brennstoffe schrittweise – bei Gasheizungen über die Grüngasquote, bei Ölheizungen über die Grünheizölquote der Lieferanten. Das dürfte die Betriebskosten beider Systeme langfristig eher steigen lassen. Hinzu kommt der hohe Platzbedarf einer Hybridheizung aus Ölbrennwertheizung und Wärmepumpe.
Gerade deswegen gilt auch hier, was schon für die Gasheizung gilt: Prüfen Sie vorerst, ob sich Ihre Immobilie mit einfachen energetischen Sanierungen für eine Wärmepumpe als alleinigen Wärmeerzeuger aufbereiten lässt. Mehr zu Öl-Hybridlösungen finden Sie im ProduktbereichÖlhybrid.
Wärmepumpe mit Photovoltaik ergänzen
Eine weitere Option besteht darin, dieWärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zu koppeln. Dabei handelt es sich nicht direkt um eine Hybridheizung, denn die Solaranlage produziert Strom und keine Wärme. Da die Wärmepumpe für die Wärmebereitstellung aber eben diesen Strom benötigt, ist eine Photovoltaikanlage häufig eine gute Ergänzung, um nahezu autark zu heizen. Noch mehr Eigenstrom nutzen Sie mit einem Batteriespeicher oder einem Energiemanagementsystem (EMS): Der Speicher hält überschüssigen PV-Strom für sonnenarme Stunden bereit, während das EMS den Betrieb der Wärmepumpe gezielt in Zeiten mit hoher PV-Erzeugung verschiebt.
Welche Vor- und Nachteile hat eine Hybrid-Wärmepumpe?
Eine Hybrid-Wärmepumpe bietet die Möglichkeit, verschiedene Wärmeerzeuger miteinander zu kombinieren und so die Wärmeversorgung eines Gebäudes flexibel zu gestalten. Insbesondere bei bestehenden Heizungsanlagen kann das Vorteile bieten. Allerdings bringt eine Hybridheizung auch höhere Kosten und einen größeren technischen Aufwand mit sich.
Vorteile einer Hybrid-Wärmepumpe
- Flexible Wärmeversorgung: Die Kombination aus Wärmepumpe und einem zweiten Wärmeerzeuger ermöglicht es, die Wärmeversorgung an unterschiedliche Außentemperaturen und den jeweiligen Wärmebedarf anzupassen.
- Weiterbetrieb der bestehenden Heizung: Bei einer Nachrüstung kann eine vorhandene Gas- oder Ölheizung erhalten bleiben und die Wärmepumpe ergänzen.
- Unterstützung bei hohem Wärmebedarf: Bei besonders niedrigen Außentemperaturen oder hohen Vorlauftemperaturen kann der zweite Wärmeerzeuger zusätzliche Heizleistung bereitstellen.
- Schrittweise Umstellung: Eine bestehende Heizungsanlage lässt sich durch die Ergänzung einer Wärmepumpe teilweise auf erneuerbare Energien umstellen, ohne den bisherigen Wärmeerzeuger direkt ersetzen zu müssen.
Nachteile einer Hybrid-Wärmepumpe
Hohe Anschaffungskosten: Durch die Kombination zweier Heizsysteme entstehen höhere Investitionskosten als bei einer monovalenten Wärmepumpe.
Doppelte Wartungskosten: Sowohl die Wärmepumpe als auch der zweite Wärmeerzeuger müssen regelmäßig gewartet werden. Bei Gas- und Ölheizungen kommen weitere laufende Kosten hinzu.
Höherer Platzbedarf: Eine Hybridheizung benötigt mehr Platz für die verschiedenen Geräte und gegebenenfalls einen zusätzlichen Pufferspeicher.
Komplexere Technik: Die gemeinsame Regelung und Abstimmung der Wärmeerzeuger erfordern eine sorgfältige Planung und Installation.
Abhängigkeit von fossilen Energieträgern: Bei einer Kombination mit Gas oder Öl bleibt das Gebäude teilweise von fossilen Brennstoffen und deren Preisentwicklung abhängig.
Eingeschränkte Förderung: Bei einer Hybridheizung wird grundsätzlich nur der förderfähige Wärmepumpen-Anteil berücksichtigt. Der Gas- oder Ölkessel erhält keine Förderung.
Ob die Vorteile einer Hybrid-Wärmepumpe die zusätzlichen Kosten aufwiegen, hängt vor allem vom Gebäude, dem vorhandenen Heizsystem und dem individuellen Wärmebedarf ab.
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Wenn Sie eine effiziente Wärmepumpe für Ihr Bestandsgebäude oder einen Neubau suchen, sollten Sie sich eingehend beraten lassen. Die richtige Dimensionierung und eine sorgfältige Planung sind entscheidend für eine effiziente Heizung. Die Experten von WOLF Heiztechnik helfen Ihnen gerne weiter.
Was kostet eine Hybrid-Wärmepumpe?
Eine Hybrid-Wärmepumpe kostet mehr als eine Wärmepumpe im Alleinbetrieb, da Sie zwei vollständige Heizsysteme anschaffen, einbauen und warten müssen.
Zur Orientierung:
Nachrüstung einer Wärmepumpe zu einer bestehenden oder neuen Gasheizung: in der Regel ab rund 35.000 Euro.
Nachrüstung einer Wärmepumpe zu einer bestehenden Ölheizung: in der Regel ab rund 40.000 Euro.
Kleine Zusatz-Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe, die nur als Ergänzung zur bestehenden Heizung dient, ist keine günstige Lösung. Installation, Regelungstechnik und die Einbindung in den Pufferspeicher kosten nahezu genauso viel wie bei einer größer dimensionierten Wärmepumpe. Rechnen Sie deshalb auch für eine kleine Zusatz-Wärmepumpe mindestens mit 15.000 Euro.
Welche laufenden Kosten entstehen bei einer Hybrid-Wärmepumpe?
Hinzu kommen laufende Kosten für zwei Wärmeerzeuger statt einem: Die Wartung einer Gas-Hybridheizung kostet in der Regel 200 bis 400 Euro pro Jahr – deutlich mehr als die Wartung einer monovalenten Wärmepumpe mit 200 bis 400 Euro pro Jahr. Bei einer Ölheizung kommen zusätzlich Kosten für Tankpflege und Schornsteinfeger hinzu.
Neben den Wartungskosten müssen Sie auch die Energiekosten beider Wärmeerzeuger berücksichtigen. Wie hoch diese ausfallen, hängt davon ab, wie häufig die Wärmepumpe arbeitet und wie oft der zweite Wärmeerzeuger einspringt. Bei einer Gas- oder Öl-Hybridheizung fallen außerdem gegebenenfalls Grundgebühren für den jeweiligen Energieträger an.
Eine monovalente Wärmepumpe spart Ihnen die zusätzlichen Kosten für einen zweiten Wärmeerzeuger vollständig.
Welche Förderung gibt es für eine Hybrid-Wärmepumpe?
Eine Hybridheizung wird nicht vollständig gefördert. Ausschließlich der Wärmepumpen-Anteil ist über das KfW-Programm 458 förderfähig, der Gas- oder Ölkessel bleibt außen vor.
Für den förderfähigen Wärmepumpen-Anteil gilt seit der BEG-Reform:
maximal 80 % Förderung der Gesamtkosten,
30 % Grundförderung für alle Eigentümer,
ein gestaffelter Einkommensbonus von 40 % (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro), 30 % (bis 40.000 Euro) oder 10 % (bis 50.000 Euro), jeweils zuzüglich 10.000 Euro je Kind,
ein Förderhöchstbetrag von 28.000 Euro für die erste Wohneinheit, der ab dem 01.02.2027 halbjährlich um 750 Euro sinkt.
Stellen Sie den Förderantrag immer vor Beauftragung des Fachbetriebs über das Portal „Meine KfW“.
Wann lohnt sich eine Hybrid-Wärmepumpe?
Ältere Häuser eignen sich entgegen weit verbreiteter Meinungen häufig trotzdem für eine Wärmepumpe als alleinigen Wärmeerzeuger.
Sollte Ihr Heizungsinstallateur allerdings feststellen, dass sie für Ihre Immobilie nicht vollständig ausreicht, kann eine Hybrid-Wärmepumpe sinnvoll sein. So stellt die Wärmepumpe die meiste Zeit die Raumwärme günstig bereit, während das konventionelle System die kritischen Kälteperioden überbrückt.
Hybrid-Wärmepumpe im Altbau
Gerade bei älteren Bestandsgebäuden stellt sich häufig die Frage, ob eine Wärmepumpe allein den Wärmebedarf decken kann oder ob eine Hybridheizung notwendig ist. Dabei ist das Baujahr allein kein ausreichendes Entscheidungskriterium. Entscheidend sind vielmehr der energetische Zustand des Gebäudes, die vorhandenen Heizkörper, die benötigten Vorlauftemperaturen und die Heizlast. Auch ältere, weniger gut gedämmte Gebäude können häufig mit einer monovalenten Wärmepumpe beheizt werden. Reicht die Heizleistung nicht aus, können gezielte Maßnahmen wie der Austausch einzelner Heizkörper oder eine Verbesserung der Dämmung helfen.
Eine Hybrid-Wärmepumpe kann im Altbau insbesondere dann sinnvoll sein, wenn eine bestehende Gas- oder Ölheizung weitergenutzt werden soll oder sich der Wärmebedarf trotz möglicher Sanierungsmaßnahmen nicht ausreichend reduzieren lässt.
Hybrid-Wärmepumpe im Neubau
Im Neubau ist eine Hybrid-Wärmepumpe in den meisten Fällen nicht notwendig. Moderne Gebäude verfügen in der Regel über eine gute Dämmung und Flächenheizungen, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten. Dadurch kann eine Wärmepumpe den Wärmebedarf normalerweise problemlos allein decken.
Die Kombination mit einem zusätzlichen Gas- oder Ölkessel würde hier vor allem die Investitions- und Betriebskosten erhöhen, ohne einen entsprechenden Mehrwert zu bieten.
Wann ist die Hybrid-Wärmepumpe keine gute Wahl?
Eine Hybrid-Wärmepumpe lohnt sich in den meisten Fällen nicht, wenn eine der folgenden Situationen auf Ihr Gebäude zutrifft:
Ihre Heizkörper sind ausreichend dimensioniert oder lassen sich mit vertretbarem Aufwand durch größere austauschen.
Sie planen ohnehin Sanierungsmaßnahmen wie neue Fenster oder eine Dämmung.
Sie möchten die volle KfW-Förderung von bis zu 80 % nutzen.
In Ihrem Gebäude ist noch keine Heizung vorhanden oder Ihre bestehende Heizung muss ohnehin ausgetauscht werden, d. h. für ein Hybridsystem müssten Sie sowohl in eine Wärmepumpe als auch in eine fossile Heizung investieren.
In all diesen Fällen punktet die monovalente Wärmepumpe mit geringeren Kosten für Investition, Betrieb und Instandhaltung und weniger Planungs- und Regelungsaufwand.
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Vergleich: Hybrid-Wärmepumpe oder monovalente Wärmepumpe?
Häufig gestellte Fragen zur Hybrid-Wärmepumpe
Eine Hybrid-Wärmepumpe verursacht höhere Anschaffungs- und Betriebskosten als eine monovalente Wärmepumpe, benötigt mehr Platz und bleibt bei Gas- oder Ölbackup teilweise von fossilen Brennstoffen abhängig. Zudem fördert die KfW nur den Wärmepumpen-Anteil des Systems.
Für die meisten Gebäude ist die monovalente Wärmepumpe die bessere Wahl: Sie ist günstiger in Anschaffung und Betrieb, einfacher aufgebaut und nutzt Wärmeenergie aus der Umwelt. Eine Hybridlösung ist nur in Sonderfällen lohnenswert, beispielsweise bei sehr alten und schlecht sanierbaren Gebäuden.
Eine Hybridheizung ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine vorhandene Gas- oder Ölheizung weiterbetrieben und lediglich um eine Wärmepumpe ergänzt werden soll oder wenn die Wärmepumpe allein die erforderliche Vorlauftemperatur nicht zuverlässig erreicht.
Die Nachrüstung einer Wärmepumpe zu einer bestehenden Gasheizung kostet in der Regel ab rund 35.000 Euro, zu einer bestehenden Ölheizung ab rund 40.000 Euro. Hinzu kommen laufende Wartungskosten für beide Wärmeerzeuger.
Ja, allerdings nur teilweise: Das KfW-Programm 458 fördert ausschließlich den Wärmepumpen-Anteil einer Hybridheizung mit bis zu 80%. Der Gas- oder Ölkessel selbst erhält keine Förderung.
Fazit: Vorteile sprechen für die monovalente Lösung
Immer dann, wenn ein alleiniger Betrieb der Wärmepumpe möglich ist, sprechen die Vorteile für die monovalente Lösung. Die Wärmepumpe allein punktet mit geringeren Kosten, einer schnelleren Amortisation und dem Betrieb ohne Verbrennung im Gebäude. Hinzu kommt: Je einfacher das Heizsystem aufgebaut ist, desto weniger Fehlerquellen können zu Störungen oder Leistungsverlusten führen.
Eine Hybrid-Wärmepumpe kann dennoch in bestimmten Bestandsgebäuden eine sinnvolle Lösung sein – insbesondere dann, wenn eine vorhandene Heizung weitergenutzt werden soll oder besondere Anforderungen an die Wärmeversorgung bestehen. Ob sich die zusätzlichen Investitions- und Betriebskosten lohnen, sollte deshalb immer anhand des konkreten Gebäudes geprüft werden.