Energieffizient sanieren

Energieeffizient sanieren

Sanierungsmaßnahmen und deren Effekt

In Bestandsgebäuden haben kleine Sanierungsmaßnahmen oftmals eine große Auswirkung: Neue Fenster, Türen oder Dämmungen verringern den Energieverbrauch nachhaltig und führen damit zu sinkenden Kosten. Welche Maßnahmen was bewirken und was die Vor- und Nachteile einer Sanierung sind, lesen Sie hier.

01. Energieeffizient sanieren: Maßnahmen im Überblick

Ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 20451: Für dieses Ziel der Bundesregierung sind Sanierungsmaßnahmen unumgänglich: Es beginnt bei der Dämmung der Außenhülle, geht weiter mit dem Einbau neuer Fenster, Türen sowie Radiatoren und reicht bis hin zu einer neuen Heizung oder der Installation einer Photovoltaikanlage.

 

Die größten Herausforderungen bei energetischen Sanierungen gibt es bei Altbauten, denn sie beruhen auf Bautechniken, die Jahrzehnte zurückliegen.

 

Neubauten unterliegen dagegen schon seit einiger Zeit den nötigen energetischen Ansprüchen und werden schon als Effizienzhäuser konzipiert. Was die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen sind, lesen Sie im Folgenden. Eins aber schonmal vorab: Entgegen weit verbreiteter Meinungen zählt die Wärmepumpe für den Altbau auch zu einer sinnvollen Maßnahme.

 

02. Modernisierung der Heizungsanlage

Die Sanierung Ihrer Heizungsanlage oder der Einbau einer neuen Heizung zählen zu den effektivsten Maßnahmen. Die Sanierung bewirkt meistens eine immense Reduzierung der Brennstoffkosten. Ein moderner Brennwertkessel kann beispielsweise fossile Energie effizient nutzen und die Brennstoffkosten senken. Mit der Wärmepumpe gibt es heutzutage zudem eine noch effektivere und auf Dauer günstigere Option für eine neue Heizungsanlage.

 

Seit Januar 2024 gilt: Neu eingebaute Heizungen müssen mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen, je nach kommunaler Wärmeplanung gelten unterschiedliche Fristen. Bestehende Heizungen können weiter betrieben und bei einem Defekt auch repariert werden.

 

Die Installation einer Wärmepumpe ist die zukunftssicherste Option beim Austausch der Heizungsanlage. Sie nutzt Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, um Ihr Zuhause zu beheizen. Dadurch wird der Verbrauch von fossilen Brennstoffen stark reduziert, was nicht nur Ihren Geldbeutel schont, sondern auch zu einer besseren Umweltbilanz beiträgt.

 

Speziell moderne Wärmepumpen wie die CHA-Monoblock von WOLF sind sehr effizient und können langfristig zu noch größeren Einsparungen bei den Energiekosten führen. Mit der Umstellung auf eine Wärmepumpe tragen Sie dazu bei, den Ausstoß von schädlichen Emissionen in Ihrem Wohngebäude zu minimieren.

Luft/Wasser-Wärmepumpe

CHA-MONOBLOCK

Ihnen steht eine umfassende energieeffiziente Sanierung Ihres Altbaus bevor? Dann lohnt sich eine Wärmepumpe, wie beispielsweise die WOLF CHA-Monoblock.

WOLF Wärmepumpe CHA

03. Was kostet eine neue Heizung?

Die Preise für eine neue Heizung unterscheiden sich je nach Leistung und Brennstoff. Wärmepumpen sind hingegen zunächst kostenintensiver in der Anschaffung, jedoch aufgrund ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit langfristig eine gute Investition. Die Preise für Wärmepumpen variieren stark je nach Art und Größe. Für die korrekte Auslegung der Wärmepumpe und die Wahl der für Sie optimalen Art muss immer ein Fachbetrieb hinzugezogen werden. In den allermeisten Fällen ist eine Luft/Wasser-Wärmepumpe eine gute Wahl. Für diese Wärmepumpen-Art benötigen Sie keinerlei Genehmigungen.

 

Gas-Brennwertkessel sind generell recht günstig bei der Anschaffung. Aufgrund des schwankenden Marktes für fossile Brennstoffe und der generell gestiegenen Preise für diese herkömmlichen Energieträger bringen Sie allerdings recht hohe laufende Kosten sowie preisliche Unsicherheiten mit sich.

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04. Gebäude dämmen

Wer die Gebäudehülle seines Altbaus vom Keller bis zum Dach richtig dämmt, reduziert den Wärmeübergangskoeffizienten, auch als U-Wert bekannt, immens. Dadurch bleibt die Wärme länger in Ihren eigenen vier Wänden und Ihre Heizung muss weniger arbeiten.

Im Rahmen der energieeffizienten Sanierung ist das Ziel, die Wärmedurchlässigkeit der Außenwände durch bestimmte Dämmmaterialien zu minimieren. Das trägt nicht nur zur Verbesserung des Wohnkomforts bei und senkt Energiekosten, sondern schont auch die Umwelt durch einen geringeren Verbrauch von Ressourcen und weniger CO₂-Emissionen.

05. Was kostet die Wärmedämmung?

Die Kosten sind hauptsächlich von der Bausubstanz des Gebäudes, der Bautechnik, den verwendeten Baustoffen und weiteren individuellen Gegebenheiten abhängig. Die genaue Höhe lässt sich nur individuell bestimmen und richtet sich nach der gewählten Dämmmaßnahme und der zu dämmenden Fläche. Auch die Decken sowie die Bodenplatte können gedämmt werden.

 

Wie wirtschaftlich eine solche Dämmmaßnahme für Ihr Haus ist, richtet sich ebenfalls nach der individuellen Beschaffenheit des Gebäudes. So spielen Baujahr und Dämmstandard eine entscheidende Rolle. Aber auch die Energiepreise beeinflussen die Amortisationszeit.

 

Durchschnittlich lässt sich sagen, dass sich die Dämmung der Fassade nach etwa 10 Jahren und die Dämmung des Dachs nach etwa 16 Jahren amortisiert. Genauere Informationen kann auch hier ein Energieberater oder Ihr Fachhandwerker bereitstellen.

Technische Möglichkeiten für die energieeffiziente Sanierung im Altbau

Die Palette der energieeffizienten Sanierungsmöglichkeiten für Altbauten ist groß: Sie reicht von der Dämmung der Außenhülle über den Einbau neuer Fenster, Türen und Radiatoren bis hin zu einer neuen Heizung oder der Installation einer Photovoltaikanlage.

 

Beachten Sie bei der energieeffizienten Sanierung Ihres Altbaus, dass Sie die Einzelmaßnahmen nicht separat ausführen, sondern diese sinnvoll aufeinander abstimmen. Jedes Gebäude hat seinen eigenen Charakter, seine spezifische Bautechnik und einen individuellen Wärmebedarf.

Erneuerung der Fenster

Auch der Austausch alter Fenster ist eine sinnvolle Methode zur Minimierung von Wärmeverlusten in der Gebäudehülle. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das am 1. November 2020 in Kraft trat und zuletzt 2024 novelliert wurde, legt die energetischen Anforderungen für Neubauten und Bestandsgebäude fest, einschließlich der Werte für den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von Fenstern.

 

Besonders moderne Dreifach-Wärmeschutzverglasungen können die Energieeffizienz von Gebäuden erheblich verbessern und den Wärmeverlust über die Fenster um bis zu 80% verringern. Die aktuellen Vorschriften des GEG stellen sicher, dass moderne Fenster eine effiziente Lösung für den Wärmeschutz darstellen. In Kombination mit einer Fassadendämmung können diese Maßnahmen noch größere Effekte erzielen.

Austausch von Heizkörpern

Der Austausch von Heizkörpern kann im Rahmen der energetischen Sanierung vergleichsweise kostengünstig zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Moderne Heizkörper sind in der Regel leistungsfähiger und können Wärme entsprechend effizienter an den Raum abgeben. Ein Beispiel hierfür sind Niedertemperatur-Heizkörper, die sich zudem gut für die Kombination mit einer nachgerüsteten Wärmepumpe eignen.

 

Alternativ kann durch den Einsatz von modernen Heizungsthermostaten die Raumtemperatur präziser geregelt werden, was zu einer optimierten Heizleistung und Energieeinsparungen führt. Eine Fußbodenheizung nachzurüsten kann eine Option sein, ist jedoch deutlich kostenintensiver und aufwendiger. So oder so ist eine Fußbodenheizung, wie irrtümlicherweise weit verbreitet, keine Pflicht bei der Verwendung von Wärmepumpen im Altbau. Dasselbe gilt für erneuerte Gas- sowie Ölheizungen.

06. Vor- und Nachteile der energieeffizienten Sanierung

Die energieeffiziente Sanierung eines Altbaus hat in erster Linie Vorteile. Welche das sind, lesen Sie jetzt.


  • Vorteile

    • Senkung der Energiekosten
    • Schutz vor steigenden CO₂-Kosten für fossile Brennstoffe
    • Kurze Amortisationszeit bei vielen Maßnahmen
    • Weniger CO₂-Emissionen
    • Verbesserung des Raumklimas
    • Attraktive Förderung möglich
    • Wertsteigerung der Immobilie
    • Weniger Abhängigkeit von der Entwicklung der Brennstoffpreise
       

     

  • Nachteile

    • Investitionskosten
    • Eventuelle, temporäre Einschränkungen der Wohnqualität während der Sanierungszeit

07. Fazit: Eine energieeffiziente Sanierung lohnt sich!

Eine Investition in ein energieeffizientes Wohngebäude lohnt sich langfristig in vielerlei Hinsicht. Sie profitieren nicht nur finanziell durch Einsparungen bei den Energiekosten, sondern tragen auch aktiv zum Umweltschutz bei und steigern den Wert Ihrer Immobilie. Mit der steigenden CO₂-Bepreisung für fossile Brennstoffe wird der Umstieg auf erneuerbare Energien zunehmend wirtschaftlicher.

 

Wir empfehlen Ihnen, den Rat eines Experten einzuholen, um die besten Lösungen für Ihre individuelle Situation zu finden. Fachleute können Sie nicht nur bei der Auswahl der richtigen energetischen Maßnahmen unterstützen, sondern auch über die aktuellen Förderprogramme informieren sowie bei der Antragsstellung begleiten.

Häufig gestellte Fragen zur energetischen Sanierung

  • Eine generelle Sanierungspflicht besteht nicht. Allerdings gibt es bestimmte Nachrüstpflichten beim Eigentümerwechsel, etwa für ungedämmte oberste Geschossdecken oder über 30 Jahre alte Heizkessel (mit Ausnahmen für Eigentümer, die bereits vor Februar 2002 im Gebäude wohnten). Bei größeren Sanierungsmaßnahmen, die mehr als 10% der jeweiligen Bauteilfläche betreffen, müssen die Anforderungen des GEG eingehalten werden.

  • Eine energetische Sanierung lohnt sich in den meisten Fällen wirtschaftlich und ökologisch. Die Amortisationszeit hängt von der konkreten Maßnahme ab: Fassadendämmungen amortisieren sich durchschnittlich nach etwa 10 Jahren, Dachdämmungen nach etwa 16 Jahren. Durch die steigende CO₂-Bepreisung, 2025 liegt diese bei 55 Euro pro Tonne, und attraktive staatliche Förderungen verkürzen sich diese Zeiträume zunehmend.

  • Die Priorität hängt vom Zustand Ihres Gebäudes ab. Generell empfiehlt sich zunächst eine professionelle Energieberatung. Diese analysiert den Ist-Zustand und erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen. Oft ist die Heizungsmodernisierung besonders wirkungsvoll, da sie die größten Einsparungen bringt. Wichtig ist, dass Einzelmaßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

  • Ja, moderne Wärmepumpen eignen sich auch für Altbauten. Zwar arbeiten sie in gut gedämmten Gebäuden mit Flächenheizungen am effizientesten, doch auch in unsanierten Gebäuden mit herkömmlichen Heizkörpern können sie wirtschaftlich betrieben werden. Eine professionelle Planung durch einen Fachbetrieb ist entscheidend, um die richtige Dimensionierung und optimale Einstellungen zu gewährleisten.

  • Qualifizierte Energieberater finden Sie in der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena). Diese Experten sind für die Förderprogramme des Bundes zugelassen. Auch die Verbraucherzentralen bieten kostenlose Einstiegsberatungen an.

  • Der Förderantrag muss immer vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Die Zuständigkeit für Förderungen hat teilweise geändert: Während die Heizungsförderung seit 2024 über die KfW läuft, werden andere Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder Fenstertausch weiterhin über das BAFA gefördert. Für umfassende Sanierungen ist die Einbindung eines Energieberaters verpflichtend. Dieser erstellt die erforderlichen Nachweise und begleitet Ihr Projekt.

  • Die Verpflichtung zum Einbau von Heizungen mit 65% erneuerbaren Energien ist an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt. In Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern gilt die Pflicht spätestens ab dem 30. Juni 2026, in kleineren Gemeinden spätestens ab dem 30. Juni 2028. Bis dahin und auch danach können bestehende Heizungen weiter betrieben und repariert werden. Eine Austauschpflicht besteht nur für Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind (mit bestimmten Ausnahmen).

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