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Heizungssanierung 

Darauf sollten Sie achten

Gerade bei alten Öl- oder Gasheizungen haben die Heizkosten einen ganz erheblichen Anteil an den Betriebskosten des Hauses. Lohnt sich also eine Heizungssanierung? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Gibt es eine staatliche Förderung? Antworten finden Sie in diesem Artikel.

Schon mit kleinen Maßnahmen Heizkosten sparen

Ungefähr 180 TWh (Terawattstunde) Heizenergie gehen jährlich nach Expertenmeinungen durch schlecht sanierte Gebäude und Heizsysteme verloren. Dadurch entstehen 45 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen. Die mangelnde Sanierung belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.

Im Jahr 2018 betrugen die Heizkosten für eine 70 m² Wohnung durchschnittlich 700 Euro. Ihre Heizkosten können Sie schon durch verhältnismäßig kleine Maßnahmen verringern. Dazu gehören beispielsweise der Austausch eines veralteten Heizkessels durch eine moderne Variante mit Brennwerttechnik, der Einbau von Thermostatventilen oder der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage.

 

Diese recht kostengünstigen Maßnahmen amortisieren sich innerhalb kurzer Zeit. Außerdem bescheren sie Ihnen ein gutes Gewissen, weil Sie die Umwelt durch geringere CO2-Emissionen entlasten.

Dies ist auch im Sinne der Bundesregierung, die den CO2-Ausstoß durch das Klimapaket bis 2030 reduzieren möchte. 

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Wann lohnt sich eine Heizungssanierung

Wenn Ihre Heizung 15 Jahre alt ist, sollten Sie auf jeden Fall über eine Heizungssanierung nachdenken. Auch deutlich über dem Durchschnitt liegende Heizkosten sind ein Zeichen, dass Ihre Heizung nicht mehr optimal arbeitet. Jetzt sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Die Vorteile der Heizungssanierung

Darum lohnt sich eine Heizungssanierung

Reduzierung der Heizkosten: Schon durch kleinere Einzelmaßnahmen lassen sich die Heizkosten reduzieren. Die größte Einsparung haben Sie dann, wenn Sie eine alte Heizung durch eine moderne Anlage komplett ersetzen.

Weniger Abhängigkeit von Preisschwankungen: Die Preise für fossile Brennstoffe schwanken mitunter stark. Je unabhängiger Sie von diesen sind, desto besser.

Schutz der Umwelt: Wenn Sie weniger fossile Energieträger verbrennen, belasten Sie die Umwelt nicht so sehr.

Erhöhung der Zuverlässigkeit: Ein 15 Jahre alter Heizkessel gilt als technisch veraltet. Natürlich arbeitet er dann auch nicht mehr so zuverlässig, wie ein moderner Heizkessel. Außerdem verursacht eine alte Anlage einen höheren Wartungsaufwand und mehr Reparaturen.

Erhöhung des Komforts: Eine moderne Heizungsanlage mit einem digitalen Regelungsmodul bietet beispielsweise die Möglichkeit, die Raumtemperatur mit dem Smartphone zu steuern.

Die einzelnen Komponenten der Heizungssanierung

Mit diesen Maßnahmen können Sie Ihre Heizung sanieren und langfristig Kosten sparen:
  • Anpassung der Heizkurve

    Die Heizkurve definiert die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Ist sie zu steil eingestellt, wird für eine zu hohe Vorlauftemperatur unnötig Energie verbraucht.

     

    Der Heizungsbauer kann diese Kurve präzise für Ihren Heizungsbedarf einstellen. Damit können Sie Heizkosten einsparen. Diese Maßnahme ist auch recht preiswert, weil hierbei nur der Arbeitslohn anfällt. Materialkosten entstehen nicht.

  • Thermostatventile einbauen

    Thermostatventile regeln den Wasserdurchfluss in der Heizung in Abhängigkeit von der gewünschten Raumtemperatur. Sie begrenzen außerdem den maximalen Durchfluss. Dies spart Kosten.

  • Heizungsrohre dämmen

    Über ungedämmte Heizungsrohre geht Wärme verloren. Dies gilt besonders für Rohre, die durch ungeheizte Räume führen. Deshalb sollten Sie hier auf eine ausreichende Dämmung achten.

  • Austausch der Umwälzpumpe

    Haben Sie noch eine alte, ungeregelte Heizungspumpe in Betrieb? Dann tauschen Sie diese durch eine drehzahlgeregelte Pumpe aus. Eine ungeregelte Pumpe erbringt immer die gleiche Pumpleistung – unabhängig vom Heizbedarf.

    Das ist Verschwendung. Durch die drehzahlgeregelte Pumpe können Sie bis zu zwei Drittel des Pumpenstromes einsparen.

  • Einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen

    Die korrekte Einstellung des Drucks und des Volumenstromes in den Heizungsrohren sorgt dafür, dass jeder Heizungskörper optimal mit Heizungswasser versorgt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu erzielen.

    Ohne den hydraulischen Abgleich sind einige Räume oft überheizt, während in anderen kaum noch Wärme ankommt.

    Grafik Wärmeverteilung mit hydraulischen Abgleich
  • Austausch des Heizungskessels 

    Moderne Öl- oder Gas-Brennwertkessel sind wesentlich effektiver als die alten Standardkessel. Tauschen Sie diese im Zuge einer Heizungssanierung aus, vermeiden Sie hohe Heizkosten.

  • Umstieg auf erneuerbare Energien

    Erneuerbare Energien sind die Zukunft des Heizens. Setzen Sie auf folgende Systeme dankt Ihnen dies nicht nur die Umwelt, sondern auch der Staat – mit attraktiven Förderungen.

     

    Wärmepumpe

    Die Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme, bringt diese auf eine höheres Temperaturniveau und nutzt sie zum Heizen und/oder zur Warmwasserbereitung.

    Hierzu benötigt die Wärmepumpe nur elektrischen Strom für den Kompressor. Im Idealfall produzieren Sie diesen Strom über eine Photovoltaikanlage selbst.

     

    Solarthermie

    Bei der Solarthermie wird Wasser in den Kollektoren durch die Sonneneinstrahlung erhitzt. Die so produzierte Wärme wird in den Heizungs- und Warmwasserkreislauf eingespeist. Integrieren Sie die Sonnenheizung von WOLF in Ihr Heizsystem kann es sogar die Energieeffizienzklasse A+ erreichen.

     

    Hybridheizung

    Da Wärmepumpe und Solarthermie für Bestandsbauten meist nicht genug Wärme produzieren, können Sie diese beispielsweise mit einer Gas-Brennwertheizung kombinieren.

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