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Außenaufstellung und Innenaufstellung von Wärmepumpen

Die Vor- und Nachteile in der Übersicht

Die Auswahl der idealen Wärmepumpe hängt nicht nur von der bevorzugten Energiequelle ab, sondern auch von den Möglichkeiten am Aufstellort. Während Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen aus technischen Gründen grundsätzlich außen aufzustellen sind, können Sie eine Luft/Wasser-Wärmepumpe wahlweise auch in Innenräumen betreiben. Wir beleuchten in diesem Artikel die Vor- und Nachteile der Innenaufstellung von Wärmepumpen.

Wie funktionieren Wärmepumpen?

Bei der Wärmepumpe handelt es sich um ein sehr effizientes Heizsystem, das als besonders umwelt- und klimafreundlich gilt. Wärmepumpen zählen zu den Erneuerbaren Energien. Als Energiequelle kommen sowohl die Umgebungsluft als auch Grundwasser und Erdwärme infrage. Die Wärmepumpe ist bei den Verbrauchern sehr beliebt. So entschieden sich 2020 etwa 45,8% der Baufamilien für eine Wärmepumpe. 2021 zogen mit 50,6% bereits etwas mehr als die Hälfte der Hausbauer die Wärmepumpe anderen Heizsystemen vor.

Der umgekehrte Kühlschrank

Wärmepumpen arbeiten nach dem gleichen Funktionsprinzip wie der Kühlschrank in der Küche. Sie entziehen auf der einen Seite des Systems Wärmeenergie und führen diese auf der anderen Seite ab. Auch der Kühlschrank wird nur innen kalt und führt die Wärmeenergie nach außen in die Küche. Deswegen sind Kühlschränke an der Rückseite warm. Kehrt man dieses Prinzip um, lässt sich die Wärmeenergie der Umgebung auch in einen Innenraum leiten − im Falle der Wärmepumpe von der bevorzugten Energiequelle (Luft, Wasser oder Erdboden) direkt zum Heizsystem des Gebäudes. Wie im Kühlschrank zirkuliert in der Wärmepumpe ein Kältemittel, das die Wärme der Energiequelle aufnimmt und dadurch verdampft.

 

Mittels eines Kompressors, der auch als Verdichter bezeichnet wird, wird die Temperatur des Kältemittels weiter erhöht, damit es ausreichend Wärmeenergie zum Heizungskreislauf transportieren kann. Dort überträgt ein Wärmetauscher die Energie an das Heizsystem, wodurch sich das Kältemittel wieder entspannt und abkühlt. Anschließend beginnt der Kreislauf erneut. Für den Betrieb der Wärmepumpe ist also elektrische Energie notwendig, allerdings liefert eine Wärmepumpe wesentlich mehr Heizwärme als an elektrischer Energie verbraucht wird. Besonders umweltfreundlich ist das Prinzip, wenn für die Wärmepumpe Strom aus einer Photovoltaikanlage zur Verfügung steht.

Wesentliche Vorteile von Wärmepumpen:

Die Wärmepumpe ist konventionellen Heiztechnologien auf Basis fossiler Brennstoffe in den Punkten Effizienz, Betriebskosten und Klimafreundlichkeit überlegen.

keine Emissionen durch fossile Brennstoffe

bei Nutzung von Solarstrom CO2-neutraler Betrieb möglich

geringere Heizkosten durch Nutzung kostenloser Umweltwärme

keine Bevorratung mit Brennstoffen notwendig

niedriger Wartungsaufwand

Reduzierung der Abhängigkeit von Rohstoffmärkten

Die verschiedenen Wärmepumpen-Arten im Überblick

Wärmepumpen-Arten werden nach der genutzten Energiequelle unterschieden. Dabei variieren Wirkungsgrad, Anschaffungs- und Betriebskosten sowie der Aufwand für Installation und Wartung. Für den Betrieb in privaten Haushalten kommen vor allem drei Wärmepumpen-Arten zum Einsatz:

 

  • Die Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt die Umgebungsluft des Gebäudes als Wärmequelle und leitet sie an den Heizungskreislauf weiter. Sie ist auch als Luftwärmepumpe bekannt.

 

  • Die Wasser/Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser als Wärmequelle.

 

  • Die Sole/Wasser-Wärmepumpe nutzt die stabilen Temperaturen des Erdbodens in größerer Tiefe und ist auch als Erdwärmepumpe bekannt.

Vor- und Nachteile der Wärmepumpen-Arten

  • Luft/Wasser-Wärmepumpe

    Die Luft/Wasser-Wärmepumpe punktet durch niedrige Investitionskosten und geringen Installationsaufwand. Außerdem sind die Aufstellungsmöglichkeiten sehr flexibel. Zu ihren Nachteilen gehört der etwas höhere Stromverbrauch und der geringere Wirkungsgrad im Vergleich zu anderen Wärmepumpenarten. Da sie von der Energiezufuhr der Außenluft abhängt, kann die Effizienz im Winter abfallen. Doch durch entsprechende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Installation eines Heizstabs oder durch die regelmäßige Reinigung der Ventilatoren lässt sich der leichte Effizienzabfall leicht ausgleichen.

    Icon Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Wasser/Wasser-Wärmepumpe

    Bei der Wasser/Wasser-Wärmepumpe ist die Effizienz sehr hoch, weil sie die Wärmeenergie des Grundwassers zum Heizen nutzt. Da die Temperatur des Grundwassers ganzjährig weitgehend konstant bleibt, spielen Witterungsbedingungen und Jahreszeiten keine große Rolle. Die Nachteile liegen im hohen technischen Aufwand für die Nutzung der Wärmequelle. Zudem sind Genehmigungen erforderlich, die Hausbesitzer je nach Wohnort nicht immer erhalten.

    Icon Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe

    Die Sole/Wasser-Wärmepumpe − häufig auch Erdwärmepumpe genannt − macht sich die konstante Temperatur von 10°C zunutze, die ab einer bestimmten Tiefe im Erdreich herrscht. Durch die stetig hohe Temperatur ist der Wirkungsgrad der Erdwärmepumpe ganzjährig besonders groß. Zu den Nachteilen zählt der Installationsaufwand, der bei besonders tiefen Bohrungen für vertikale Erdsonden ebenfalls Genehmigungspflichten mit sich bringt. Alternativ können Sie Erdkollektoren oberflächennah verlegen lassen, wofür allerdings eine vergleichsweise große Grundstücksfläche erforderlich ist. Eine Nachrüstung ist in diesem Falle oft nur schwierig umzusetzen.

    Icon Sole-Wasser-Wärmepumpe

Welche Wärmepumpe eignet sich für die Innenaufstellung?

Wenn Sie eine Wärmepumpe für Innenaufstellung suchen, ist die Auswahl begrenzt, da sich sowohl die Wasser/Wasser-Wärmepumpe als auch die Sole/Wasser-Wärmepumpe nur für die Außenaufstellung eignen. Das hängt mit den baulichen Anforderungen für die Verlegung von Erdkollektoren, der Bohrung für Erdwärmesonden oder der Nutzung des Grundwassers zusammen. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe eignet sich hingegen sowohl für die Innenaufstellung beispielsweise im Keller als auch für die Außenaufstellung auf dem Grundstück. Nicht berücksichtigt ist hierbei die Luft/Luft-Wärmepumpe, die nur für Gebäude mit Lüftungssystemen relevant ist.

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Wenn Sie eine effiziente Wärmepumpe für Ihr Bestandsgebäude oder einen Neubau suchen, sollten Sie sich eingehend beraten lassen. Die richtige Dimensionierung und eine sorgfältige Planung sind entscheidend für eine effiziente Heizung. Die Experten von WOLF Heiztechnik helfen Ihnen gerne weiter.

Gibt es Unterschiede bei der Funktionsweise zwischen Innenaufstellung und Außenaufstellung?

Am Funktionsprinzip ändert sich nichts. Auch bei der Innenaufstellung nutzt eine Luftwärmepumpe weiterhin die Außenluft als Energiequelle. Hierfür sind entsprechende Luftkanäle in der Fassade notwendig, damit die Luft angesaugt bzw. abgleitet werden kann. Auf die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit der Luftwärmepumpe haben Innenaufstellung und Außenaufstellung keinen großen Einfluss. Aufgrund der räumlichen Anforderungen für die Innenaufstellung der Wärmepumpe lässt sich das Vorhaben im Neubau in der Regel einfacher umsetzen. Aber auch bei der energetischen Sanierung von Bestandsbauten lässt sich eine Wärmepumpe für Innenaufstellung häufig nachrüsten. So fällt beim Tausch einer alten, mit Öl betriebenen Heizung der Platz für den Öltank weg, der dann wiederum einer Wärmepumpe zur Verfügung steht.

Monoblock oder Split-Wärmepumpe?

Für die Innenaufstellung der Wärmepumpe haben Sie grundsätzlich zwei Alternativen. Die erste Variante ist die Monoblock-Bauform, die sich sowohl für die Innenaufstellung als auch für die Außenaufstellung eignet. Ist genügend Platz vorhanden, können Sie eine Monoblock-Wärmepumpe beispielsweise im Keller Ihres Hauses aufstellen. Fehlt der notwendige Raum, betreiben Sie eine Monoblock-Wärmepumpe ebenso effizient im Außenbereich. Dann müssen lediglich die Verbindungen zur Ansaugung und Ableitung der Außenluft sowie für den Anschluss an den Heizungskreislauf hergestellt werden. Bei der Innenaufstellung ist zusätzlich ein Kondensatablauf erforderlich, weswegen der Aufstellraum über einen Abwasseranschluss verfügen sollte.

 

Die Alternative ist die sogenannte Split-Variante, bei der die Wärmeerzeugung über ein Außengerät stattfindet. Lediglich die Verflüssigung und Entspannung des Kältemittels findet über ein kompakteres Innengerät statt. Verbunden sind beide Komponenten über den Kältemittelkreislauf.

Luft/Wasser-Wärmepumpe

Effizient, stylisch, schnell installiert

Die leistungsstarke CHA-Monoblock Wärmepumpe ist unser Superstar unter den Wärmepumpen. Sie eignet sich sowohl für die Innenaufstellung als auch für die Außenaufstellung und ist daher besonders vielseitig. Zudem besticht sie durch das stilvolle und unauffällige Design des Luxusyacht-Stardesigner Espen Øino.

WOLF Wärmepumpe CHA

Vorteile und Nachteile der Innenaufstellung und Außenaufstellung von Wärmepumpen

Nicht nur der Platzbedarf kann die Außenaufstellung der Wärmepumpe zur besseren Wahl machen. Auch die baulichen Arbeiten im Haus (wie z.B. Wanddurchbrüche) können in der Regel kleiner ausfallen, da lediglich der Anschluss an die Heizwasserleitungen erforderlich ist. 

 

Dafür kann die Lautstärke der Wärmepumpe  im Außenbereich zu Problemen mit den Nachbarn führen. Moderne Geräte überschreiten die zulässigen Grenzwerte für Lärmbelastungen in Wohngebieten normalerweise nicht. Trotzdem kann es aufgrund von baulichen Vorschriften hinsichtlich des erforderlichen Abstands bei der Außenaufstellung zu Herausforderungen kommen, die bei der Innenaufstellung der Wärmepumpe entfallen.

 

Ein weiterer Vorteil der Aufstellung im Innenbereich ist, dass die Wärmepumpe nicht der Witterung ausgesetzt ist, was ihrer Lebensdauer zugutekommt. Durch die bauliche Trennung der Gerätekomponenten muss ein qualifizierter Heizungsbauer die Installation der Split-Wärmepumpe durchführen. Um den Kältekreislauf zu verbinden, benötigt dieser einen sogenannten Kälteschein.

Tipps zur Reduzierung akustischer Belastungen

Für einen möglichst geräuscharmen Betrieb Ihrer Wärmepumpe können folgende Tipps zur Reduzierung der Lautstärke helfen:

Ansaug- bzw. Ausblasöffnung nicht direkt neben Fenstern von Schlafzimmer oder Arbeitszimmer platzieren. 

Übertragung von Körperschall auf das Gebäude vermeiden. Je ebener der Untergrund am Aufstellort, desto besser. 

Flexible Schlauchverbindungen zur Entkopplung von Schwingungen nutzen. 

Nischen und Mauerecken können den Schall an der Auslassöffnung verstärken. 

Installation der Ansaugöffnung möglichst auf einer lärmarmen Seite realisieren

Welche Orte im Haus eignen sich für die Innenaufstellung der Wärmepumpe?

Neben dem Platzbedarf müssen Sie bei der Anschaffung einer Wärmepumpe für die Innenaufstellung auch das mitunter recht hohe Gewicht der Heizung berücksichtigen. Die Tragfähigkeit muss je nach Geschoss also in jedem Fall gegeben sein. Außerdem sollte der Aufstellort eine möglichst ebene Fläche bieten. In der Regel eignen sich für die Innenaufstellung in Wohnhäusern der Keller, ein Hauswirtschaftsraum, das Erdgeschoss und sogar das Dachgeschoss, sofern die Tragfähigkeit gegeben ist und Sie die akustische Entkopplung vom Gebäude gewährleisten können. Bei der Führung der Luftkanäle ist insbesondere im Keller zu beachten, sie überirdisch auszuleiten. Der Austritt von Luftkanälen in einem Lichtschacht ist beispielsweise weniger vorteilhaft, weil sich dort kalte Luft sammelt.

Was ist ein thermischer Kurzschluss?

Mitunter kommt es bei der Aufstellung von Wärmepumpen zu sogenannten thermischen Kurzschlüssen. Dabei saugt die Wärmepumpe die kalte Abluft direkt wieder an, weil Luftaustritts- und Ansaugöffnungen zu dicht beieinanderliegen. Dies reduziert die Effizienz Ihrer Wärmepumpe erheblich. Ein möglichst großer räumlicher Abstand ist also zu empfehlen.

Ist bei der Wärmepumpe die Innenaufstellung besser als die Außenaufstellung?

In beiden Fällen arbeiten moderne Wärmepumpen annähernd mit gleicher Effizienz. In der Anschaffung sind Wärmepumpen zur Innenaufstellung oft etwas günstiger als Geräte zur Außenaufstellung. Im Neubau ist die Innenaufstellung von Luftwärmepumpen besonders beliebt, da sie sich von Beginn an einplanen lässt. In Bestandsgebäuden ist hingegen die Außenaufstellung oft die einfachere Lösung, da Hausbesitzer im Gebäude keinen zusätzlichen Aufstellraum benötigen.

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