Frau sitzt auf Fenster

Heizungsarten im Vergleich

Die wichtigsten Heiztechniken auf einen Blick

Bei aller Vielfalt der Heizungsarten geht es im Grunde um die Frage, welche Heizung am besten zu Ihrem Objekt passt. Dabei wird unterschieden, ob die Heizung Wärme aus erneuerbaren Energien oder aus Brennstoffen gewinnt oder ob sie Wärme durch elektrischen Strom erzeugt. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Heiztechniken und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Heizungsarten: Das Wichtigste in Kürze

Bei allen Vergleichskriterien schneidet die Wärmepumpe am besten ab: Sie nutzt kostenlose Umweltwärme, hat die niedrigsten Betriebskosten, ist umweltfreundlich und zukunftssicher.

Über die passende Heizung entscheiden Anschaffungskosten, Betriebskosten, Wartung, bauliche Voraussetzungen, Platzbedarf und Umweltbilanz.

Für klimafreundliche Heizungen gibt es bis zu 70% staatliche Zuschüsse, die WOLF CHA-Monoblock qualifiziert sich für den Effizienzbonus.

Die Wärmepumpe funktioniert auch in Bestandsgebäuden ab Baujahr 1995 meist ohne bauliche Veränderungen.

Pelletheizungen, Solarthermie und Hybridheizungen ergänzen das Angebot. Fossile Heizungen (Gas/Öl) sind nur noch eingeschränkt zulässig.

Nur erneuerbare Heizsysteme bieten langfristige Kostensicherheit, da fossile Brennstoffe durch den CO₂-Preis kontinuierlich teurer werden.

01. Welche Heizungsarten gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihr Zuhause effizient heizen können. Davon entsprechen jedoch nicht alle Heizungsarten dem Puls der Zeit. Nachfolgend erfahren Sie mehr über Wärmepumpe, Solarthermie und Co.


  • Wärmepumpe

    Von allen heute verfügbaren Heizungsarten bietet die Wärmepumpe das größte Potenzial für die Zukunft. Denn die Wärmepumpe nutzt kostenlose Umweltwärme aus der Luft, aus dem Erdreich oder dem Grundwasser, um damit das Haus zu heizen. Dafür braucht sie nur erneuerbare Energie und keinerlei Brennstoffe wie Öl, Gas oder Holz.

     

    Stattdessen sammelt der Kältemittelkreislauf in der Wärmepumpe die kühle Umweltwärme ein. Er steigert die Temperatur so weit, dass sie zum Heizen und für die Trinkwassererwärmung ausreicht. Damit der Kältemittelkreislauf diese Funktion erfüllen kann, braucht er lediglich elektrischen Strom.

     

  • Solarthermie

    Solarthermie nutzt die Kraft der Sonne, um das Haus zu erwärmen und warmes Wasser für Dusche und Bad bereitzustellen. Solarkollektoren auf dem Dach wandeln das Sonnenlicht in Wärme um. Daher benötigt auch die Solarthermie keine Brennstoffe und kommt mit einer minimalen Menge Strom aus. Die Solarthermie ist darum die umweltfreundlichste unter den Heizungsarten. Doch im Winter, wenn der Heizbedarf am größten ist, bringt sie nur wenig Wärme und ist als alleinige Heizquelle oftmals nicht ausreichend. Solarthermie braucht fast immer eine weitere Heizungsart als Partner und harmoniert dabei sehr gut mit der Wärmepumpe.

  • Pelletheizung / Biomasseheizung

    Die Pelletheizung zählt zu den Biomasseheizungen und setzt auf den nachwachsenden Brennstoff Holz in Form von Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz. Holz verbrennt im Kessel und setzt dabei Energie in Form von Wärme für die Heizung frei. Als Nebenprodukte gelangen aber auch immer kleine Mengen an schädlichen Stoffen wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Feinstaub in die Umwelt. Auch der Platzbedarf für ein Pelletlager ist nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt, dass der Rohstoff Holz nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Mangellagen könnten in Zukunft zu hohen Preisen führen und Biomasseheizungen wie die Holzheizung oder Pelletheizung unattraktiv machen.

  • Hybridheizungen

    Hybridheizungen kombinieren verschiedene Energieträger und Heizsysteme miteinander, um die Effizienz und Flexibilität zu maximieren. Am weitesten verbreitet ist die Kombination aus Wärmepumpe und einem zweiten System, beispielsweise einer Gas- oder Solarthermie Der Vorteil dieser Kombination: Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast an milderen Tagen, während das Zweitsystem bei hohem Wärmebedarf oder sehr niedrigen Temperaturen zugeschaltet wird.

     

    Gemäß dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) sind Hybridheizungen weiterhin zulässig, sofern die Wärmepumpe mindestens 65% der Jahresheizlast abdeckt. Dadurch erfüllen Hybridheizungen die gesetzlichen Vorgaben und profitieren gleichzeitig von der Absicherung durch ein zweites System. Insbesondere in unsanierten Altbauten kann eine Hybridheizung sinnvoll sein, bis später durch energetische Sanierungsmaßnahmen die volle Effizienz der Wärmepumpe erreicht wird. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage wird die Hybridheizung noch umweltfreundlicher und die Betriebskosten sinken zusätzlich.

     

  • Fernwärme

    Bei der Fernwärme verlagern die Hausbesitzer ihre Heizung nach außen. Statt selbst Wärme zu produzieren, liefert der Fernwärmebetreiber die Wärme über große Rohrleitungen ins Haus. Die Wärmeproduktion erfolgt dabei über Brennstoffe wie Kohle, Erdgas, Biogas, Öl oder Holz. Auch Großwärmepumpen oder eine direkte Elektroheizung können zum Einsatz kommen. Ein Nachteil: Wie die Wärme entsteht, können die Kunden nicht beeinflussen. Bei der Fernwärme sind sie von dem Monopolisten abhängig. Ein Wechsel zu preisgünstigeren Energieversorgen ist (anders als bei Strom oder Gas) nicht möglich.

  • Brennstoffzellenheizung

    Die Brennstoffzellenheizung nutzt die Energie, die in Wasserstoff steckt und die bei der Umsetzung von Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser frei wird. Dabei steht nicht die Wärmeerzeugung, vielmehr die Stromproduktion im Vordergrund. In der Brennstoffzelle findet keine Verbrennung statt, sondern ein elektrochemischer Prozess, ähnlich wie in Akkus oder Batterien. Dieser Prozess produziert sehr effizient Strom und dabei fällt Wärme als Nebenprodukt ab, die zum Heizen des Hauses dienen kann. Da es heute keine Wasserstoffinfrastruktur gibt, beruht auch die Brennstoffzellenheizung auf Erdgas. Zunächst wandelt das Brennstoffzellengerät Erdgas in Wasserstoff um. Wie bei der Gasheizung entsteht dabei CO₂. Der Anteil der Wärme, den ein Brennstoffzellengerät erzeugt, fällt recht bescheiden aus. Er reicht nicht aus, um das Haus zu heizen. Daher trägt bei der Brennstoffzellenheizung ein integrierter Gaskessel die Hauptlast der Heizung. Ein weiterer Nachteil: Die Langzeitstabilität der Brennstoffzellen muss sich in der Praxis erst erweisen.

  • Gasheizung

    Die Gasheizung verbrennt Erdgas zu CO sowie Wasser und erzeugt dadurch die Wärme. Moderne Gas-Brennwerttechnik entzieht auch dem Wasserdampf noch Wärme und nutzt daher den Brennstoff sehr effizient. Die Gasheizung sieht sich seit 2025 mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert: Gemäß GEG sind neue Gasheizungen nur noch zulässig, wenn sie zu mindestens 65 % mit Biomethan, Biogas oder grünem Wasserstoff betrieben oder als H2-ready-Hybridheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe genutzt werden. Zudem steigt der CO₂-Preis. Ab 2027 greift der EU-Emissionshandel, wodurch fossile Brennstoffe deutlich teurer werden. 


    Die Gasheizungen von WOLF sind H2-ready und können bereits heute 100% Biomethan verarbeiten. Als reine Gasheizungen erfüllen sie die GEG-Anforderungen jedoch nur in Ausnahmefällen.

  • Ölheizung

    Im Ölkessel entsteht die Wärme durch die Verbrennung von Heizöl zu CO₂ und Wasser. Wie die Gasheizung ist die Ölheizung daher auch eine der Heizungsarten, die durch den CO₂-Ausstoß den Klimawandel befeuert. Im Vergleich zur Gasheizung setzt die Ölverbrennung aber deutlich mehr Schadstoffe wie Schwefeldioxid oder Stickoxide frei. Auch die Vorräte an Heizöl stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Wie beim Gas kann die Importabhängigkeit Deutschlands jederzeit dazu führen, dass Mangellagen entstehen und die Heizölpreise explodieren.

     

    Wichtig: Seit 2024 ist der Einbau reiner Ölheizungen in Neubaugebieten nicht mehr zulässig. Im Bestand sind Ölheizungen nur noch als Hybridlösung in Kombination mit erneuerbaren Energien, beispielsweise einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage, erlaubt. Spätestens 2045 müssen alle Ölheizungen außer Betrieb genommen werden.

     

Gut zu wissen: Seit dem 1. Januar 2024 gelten durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) neue Vorgaben für Heizungen. Demnach müssen neu installierte Heizungen mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen. Für Bestandsgebäude gelten gestaffelte Übergangsfristen bis Mitte 2026 beziehungsweise 2028. Die Wärmepumpe erfüllt diese Anforderungen problemlos und wird mit bis zu 70% staatlich gefördert.

02. Die Heiztechniken im Vergleich

Bei der Frage, welche der beschriebenen Heizungsarten am besten zu Ihrem Zuhause passen, spielen eine Reihe von Faktoren eine Rolle.

Kosten sparen

Kosten

Ein wichtiges Vergleichskriterium sind die Kosten. Dabei wäre es zu kurz gedacht, nur die Kosten für die Anschaffung und die Installation zu berücksichtigen. Betriebskosten, die zum Beispiel in Form von Brennstoffkäufen anfallen, können die Investitionskosten um ein Vielfaches übertreffen. Auch die Wartungskosten können sich je nach Heizung stark unterscheiden.
Wärmepumpe im Garten

Voraussetzungen

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Voraussetzungen, die Ihr Haus für die Heizungsinstallation bietet. Das betrifft die baulichen Voraussetzungen genauso wie die vorhandene Infrastruktur und rechtliche Fragen:

Ist ein Gasanschluss vorhanden oder liegt Fernwärme in der Straße?

Sind Genehmigungen für die betreffende Heizungsart nötig?

Wie viel Platz steht Ihnen in Ihrem Technikraum zur Verfügung?
wolf

Nachhaltigkeit

In Zeiten, in denen der Klimawandel die Lebensgrundlagen der Menschheit bedroht, sollte der CO₂-Ausstoß ein wichtiges Kriterium sein. Auch wenn jede einzelne Heizung nur wenig zum Klimawandel beiträgt, summieren sich die CO₂-Mengen aller Heizsysteme in Deutschland zu einer der größten CO₂-Quellen überhaupt. Schadstoffe aus der Verbrennung, die die Gesundheit von vielen Menschen beeinträchtigen können, sollten Sie ebenso im Blick behalten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Bundesregierung weitere Maßnahmen zum Schutz der Umwelt beschließt, die zukünftige Baufamilien bei der Wahl einer geeigneten Heizungsart berücksichtigen müssen. Viel Energie und auch CO₂ steckt bereits in der Produktion einer Heizung. Je länger sie hält, desto nachhaltiger ist sie in dieser Hinsicht. Die Beständigkeit der Heizung stellt daher ebenfalls ein zentrales Vergleichskriterium dar.

03. Die beste Heizungsart im Neubau

Unter Abwägung aller Kriterien fällt die Entscheidung für die beste Heizungsart im Neubau eindeutig zugunsten der Wärmepumpe aus. In einem gut gedämmten Haus sind die Betriebskosten in Form von Strom sehr gering. Auch für die Wartung einer Wärmepumpe können Sie mit niedrigen Kosten rechnen. Zudem sparen Sie sich den Gasanschluss. All das macht die höheren Aufwendungen bei der Investition mehr als wett. Insbesondere die Luft/Wasser-Wärmepumpe hat den Vorteil, dass Sie sie überall installieren können und keine behördlichen Genehmigungen notwendig sind.


Außerdem können Sie mit einer Wärmepumpe nachhaltig heizen. So tun Sie etwas für die Umwelt und verringern Ihren biologischen Fußabdruck. Wärmepumpen sind eine lang erprobte und robuste Heiztechnik. Diese Heizungsart stellt zuverlässig und langlebig Wärme für Ihre Heizung und Ihre Warmwasserbereitung bereit.

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04. Die beste Heizungsart im Gebäudebestand

Im Gebäudebestand sind die Vorteile der Wärmepumpe ebenfalls stichhaltig. Denn auch im Bestand sparen Sie in aller Regel Betriebskosten durch die Wärmepumpe im Vergleich zu fossilen Brennstoffen ein. In Häusern, die nach 1995 entstanden sind, können Sie die Wärmepumpe meist ohne bauliche Veränderungen direkt einbauen lassen. Der Heizungsinstallateur sollte dabei aber prüfen, ob alle Heizkörper ausreichend groß für die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe von 55°C sind.

 

Bei älteren Häusern reicht es meistens aus, wenn der Heizungsinstallateur einige Heizkörper durch leistungsstärkere ersetzt. Nur wenn die Vorlauftemperatur von 55°C bei groß dimensionierten Heizkörpern nicht genug Wärme in die Räume bringt, sollten Sie gegebenenfalls die Gebäudehülle für den Einsatz der Wärmepumpe optimieren.

 

Das kann bei Häusern der Fall sein, die aus den 1970er-Jahren stammen oder die noch älter sind. Häufig müssen Sie lediglich das Dach dämmen oder einige Fenster ersetzen, ohne eine kostenintensive Komplettsanierung in Angriff nehmen zu müssen. Eine genaue Analyse und die dazu notwendigen Maßnahmen kann ein Energieberater oder Ihr Heizungsinstallateur vornehmen.

 

Um sich für Notfälle abzusichern, können Sie sich auch für eine Hybridheizung entscheiden. Die Kombination aus Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage ist eine besonders umweltfreundliche Lösung, da Sie für den Betrieb der Wärmepumpe Ihren eigenen Strom verwenden können.

 

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Top Beratung bei WOLF

Wenn Sie eine effiziente Wärmepumpe für Ihr Bestandsgebäude oder einen Neubau suchen, sollten Sie sich eingehend beraten lassen. Die richtige Dimensionierung und eine sorgfältige Planung sind entscheidend für eine effiziente Heizung. Die Experten von WOLF Heiztechnik helfen Ihnen gerne weiter.

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05. Förderung für die Heizung nutzen

Der Staat unterstützt den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen mit attraktiven Förderungen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Seit 2024 werden Heizungen über die KfW gefördert, wobei sich die Zuschüsse aus mehreren Bausteinen zusammensetzen:

 

  • Grundförderung: 30% für alle klimafreundlichen Heizungen
  • Geschwindigkeitsbonus: 20% zusätzlich beim Austausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung (bis Ende 2028, danach schrittweise sinkend)

  • Einkommensbonus: 30% zusätzlich für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro jährlich

  • Effizienzbonus: 5% zusätzlich für besonders effiziente Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel (wie R290) oder Erdwärme/Grundwasser als Wärmequelle

  • maximale Förderung: bis zu 70% der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit

 

Die WOLF CHA-Monoblock mit natürlichem Kältemittel R290 qualifiziert sich beispielsweise für den Effizienzbonus. Wichtig: Sie müssen die Förderung vor Vertragsabschluss beantragen. Über die aktuellen Förderkonditionen und den Antragsprozess informiert Sie der WOLF Förderüberblick.

 

Förderberatung

Gerne steht Ihnen unsere Kundenberatung bei Fragen zu Fördermöglichkeiten für ihr Projekt und zur Produktberatung zur Verfügung.

Beratung anfragen

06. Fazit: Wärmepumpe bietet Planungssicherheit

Wenn Sie heute ein neues Heizsystem planen, müssen Sie weit in die Zukunft schauen. Denn 20 Jahre lang sollte die Heizungsart, für die Sie sich entscheiden, funktionsfähig sein. Wie es in zwei Jahrzehnten mit der Versorgung von Gas und Öl aussieht, bleibt unklar. Werden fossile Brennstoffe noch ausreichend verfügbar sein? Werden CO₂-Abgaben die Kosten so erhöht haben, dass sie nicht mehr zu bezahlen sind? Bieten synthetische Brennstoffe eine bezahlbare Alternative?

 

Mit einer Wärmepumpe müssen Sie sich solche Fragen nicht stellen. Denn Wind und Photovoltaik erzeugen kostengünstig heimischen Strom für Ihre Wärmepumpe.

 

Häufig gestellte Fragen zu Heizungsarten

  • Seit 2024 müssen neue Heizungen in Neubaugebieten zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Für Bestandsgebäude gelten Übergangsfristen bis Mitte 2026 (Großstädte über 100.000 Einwohner) beziehungsweise Mitte 2028 (kleinere Kommunen). Erlaubt sind: Wärmepumpen, Solarthermie, Pelletheizungen, Anschluss an Wärmenetze, Gasheizungen mit 65% Biomethan/Wasserstoff sowie Hybridheizungen.

  • Nein. Sie dürfen bestehende Heizungen weiterhin betreiben und reparieren. Nur bei irreparablem Defekt (Heizungshavarie) oder bei Heizungen, die vor 1991 eingebaut wurden, greifen Austauschpflichten mit Übergangsfristen.

  • Die Förderung beträgt 30 bis 70% der förderfähigen Kosten (maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit). Die Grundförderung liegt bei 30%. Mit Boni für schnellen Austausch (20%), niedriges Einkommen (30%) und besonders effiziente Systeme (5%) kann die Förderung auf bis zu 70% steigen.

  • Ja. In Häusern ab Baujahr 1995 funktioniert die Wärmepumpe meist ohne bauliche Veränderungen. Bei älteren Häusern reicht oft der Austausch einzelner Heizkörper oder eine begrenzte Dämmung von Dach und Fenstern aus. Moderne Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen bis 70°C und sind damit auch für unsanierte Altbauten geeignet.

  • Luft/Wasser-Wärmepumpen nutzen die Außenluft als Wärmequelle und sind einfach zu installieren, ohne Genehmigungen und Bohrungen. Erdwärmepumpen (Sole/Wasser) nutzen die konstante Temperatur des Erdreichs und arbeiten ganzjährig sehr effizient, erfordern aber Erdarbeiten und oft behördliche Genehmigungen. Beide Systeme sind förderfähig.

  • Hybridheizungen kombinieren die Wärmepumpe mit einem zweiten System (zum Beispiel Gas) und können besonders im unsanierten Altbau sinnvoll sein. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast effizient, das Zweitsystem springt bei Spitzenlast ein. Nach GEG muss die Wärmepumpe mindestens 65% der Jahresheizlast abdecken. Langfristig sollten Sie aber den Übergang zur reinen Wärmepumpe anstreben.

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