gaskombitherme

Gas-Kombitherme

Heizung und Warmwasser in einem Gerät

Eine Gas-Kombitherme erzeugt sowohl Heizwärme als auch Warmwasser in einem einzigen, wandhängenden Gerät und zählt zu den beliebtesten Heizlösungen in deutschen Wohnungen und kleineren Häusern. Doch künftig müssen Eigentümer strengere Anforderungen an die verwendeten Brennstoffe berücksichtigen. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Technik funktioniert, welche Anschaffungs- und Betriebskosten entstehen und wann sich der Umstieg auf eine Alternative lohnt.

Gas-Kombitherme: Das Wichtigste in Kürze

Eine Gas-Kombitherme erzeugt Heizwärme und Warmwasser in einem kompakten Gerät und eignet sich besonders für Wohnungen und kleinere Haushalte.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt den Einbau einer neuen Gas-Kombitherme weiterhin, eine staatliche Förderung gibt es dafür allerdings nicht.

Ab 2029 greift für neu eingebaute Gasheizungen die sogenannte Bio-Treppe mit einem steigenden Anteil vordefinierter Brennstoffe.

Bei hohem gleichzeitigem Warmwasserbedarf in mehreren Räumen stößt das Durchlaufprinzip einer Kombitherme an seine Grenzen.

Eigentümer, die langfristig auf Fördermittel setzen möchten, finden in einer Wärmepumpe oder einem Hybridsystem eine langfristig interessante Alternative.

Was ist eine Gas-Kombitherme?

Eine Gas-Kombitherme ist eine kompakte, meist wandhängende Heizung, die sowohl Heizwärme als auch Warmwasser bereitstellt. Sie vereint die Funktionen einer Gastherme und eines Durchlauferhitzers in einem Gerät und benötigt deshalb keinen separaten Warmwasserspeicher.

 

Der wesentliche Unterschied zu einer reinen Gastherme liegt in der Warmwasserbereitung: Während diese einen separaten Warmwasserbereiter benötigt, übernimmt die Kombitherme beide Aufgaben. Das spart Platz und macht sie besonders für Wohnungen und kleinere Häuser interessant. Bei mehreren gleichzeitig genutzten Warmwasserzapfstellen kann die begrenzte Warmwasserleistung allerdings zum Nachteil werden.

Wie funktioniert die Warmwasserbereitung bei einer Kombitherme?

Die Warmwasserbereitung einer Gas-Kombitherme folgt dem Durchlaufprinzip: Das Gerät erhitzt das Trinkwasser erst in dem Moment, in dem jemand den Warmwasserhahn öffnet, statt es vorab in einem Speicher bereitzuhalten.

Durchlauferhitzerprinzip im Detail

 

Ein Durchlauferhitzer besitzt keinen Speicher. Das Wasser wird erst erwärmt, wenn der Hahn geöffnet wird. Die Erwärmung erfolgt auf dem Weg durch das Gerät. Sobald kaltes Wasser in das Gerät strömt, erkennt ein Durchflusssensor den Wasserfluss. Das ist der Startschuss für die Heizung: Bei einer Gas-Kombitherme zündet ein Brenner, bei einem elektrischen Durchlauferhitzer werden Heizwendel unter Strom gesetzt.

Das Herzstück ist der Wärmetauscher. Er besteht aus dünnen Metallrohren oder Lamellen, durch die das Wasser fließt. Diese Metallbauteile lassen sich schnell aufheizen und geben die Wärme ebenso schnell an das durchfließende Wasser ab. Deshalb erwärmt sich das Wasser innerhalb weniger Sekunden. Beim Zudrehen stoppt der Durchfluss, und die Heizung schaltet sofort ab. Energie wird also nur verbraucht, wenn das Warmwasser wirklich gebraucht wird. Ein weiterer Vorteil: Auch das Risiko einer Legionellenvermehrung ist geringer, da das Wasser nicht länger gespeichert wird.

Die Heizleistung einer Gas-Kombitherme ist jedoch begrenzt. Öffnen zwei Zapfstellen gleichzeitig den Warmwasserhahn, etwa eine Dusche und die Küchenspüle, reicht die Leistung oft nicht mehr für beide Stellen in voller Temperatur und Menge aus. Für eine Wohnung oder ein kleineres Einfamilienhaus mit ein bis zwei Personen ist das in der Praxis selten ein Problem.

wolf

Welche Vor- und Nachteile hat eine Gas-Kombitherme?

Eine Gas-Kombitherme überzeugt vor allem durch ihre kompakte Bauweise und die vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten, hat bei laufenden Kosten und langfristiger Planungssicherheit aber deutliche Schwächen.


  • Vorteile der Gast-Kombitherme

    • platzsparend, da Heizfunktion und Warmwasserbereitung in einem wandhängenden Gerät vereint sind
    • niedrigere Anschaffungskosten als eine Gastherme mit separatem Warmwasserspeicher
    • kein Bereitschaftsverlust und geringere Legionellenproblematik, da das Trinkwasser nur bei Bedarf erwärmt wird
    • auch in Altbauten flexibel nachrüstbar
    • Gegenüber Konstanttemperaturkesseln, die älter als 30 Jahre sind, sind moderne Gas-Brennwertgeräte wie die WOLF CGB-2 bis zu 30% leistungsfähiger.
  • Nachteile der Gast-Kombitherme

    • begrenzte Leistung bei hohem gleichzeitigem Warmwasserbedarf an mehreren Zapfstellen

    • steigende laufende Kosten durch den CO₂-Preis und die erhöhte Mehrwertsteuer auf Erdgas

    • keine staatliche Förderung für eine reine Gas-Kombitherme ohne erneuerbaren Anteil

    • ab 2029 verpflichtender, steigender Anteil klimaneutraler Brennstoffe nach der Bio-Treppe

Was kostet eine Gas-Kombitherme?

Für das Gerät allein fallen 4.000 bis 6.500 Euro an. Hinzu kommen die Kosten für Montage und Installation:

  • Montage: 2.000 bis 5.000 Euro
  • Schornsteinsanierung, sofern beim Umstieg auf Brennwerttechnik nötig: 1.500 bis 3.000 Euro
  • Anpassung vorhandener Heizkörper, falls erforderlich: 500 bis 2.000 Euro
  • neuer Gasanschluss, sofern noch keiner vorhanden ist: 1.000 bis 2.500 Euro

Laufende Betriebs- und Wartungskosten

Eine Wartung alle ein bis zwei Jahre kostet etwa 200 bis 400 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Schornsteinfeger sowie für den Gasverbrauch selbst, der über die Lebensdauer der Anlage die Anschaffungskosten meist deutlich übersteigt. Eine moderne Gas-Kombitherme hält im Durchschnitt 15 bis 20 Jahre.

Ist eine Gas-Kombitherme nach dem GModG noch eine sinnvolle Wahl?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erlaubt den Einbau neuer Gas-Kombithermen weiterhin. Für Anlagen, die nach dem 29. Juli 2026 in Bestandsgebäuden eingebaut werden, gelten ab 2029 jedoch schrittweise steigende Anforderungen an die verwendeten Brennstoffe. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Solarthermie- oder Wärmepumpen-Hybridsysteme diese Vorgaben erfüllen.

Gas bleibt im technologieoffenen Optionenkatalog erlaubt

Die bisherige Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist dabei ersatzlos entfallen. An ihre Stelle tritt ein technologieoffener Optionenkatalog nach § 42 GModG mit rund zehn zulässigen Heizungsarten, zu denen weiterhin auch Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen zählen. Auch die bisherige Kopplung an die kommunale Wärmeplanung sowie die Beratungspflicht vor dem Einbau einer fossilen Heizung sind entfallen.

Bio-Treppe ab 2029: Was auf Eigentümer zukommt

Für neu eingebaute Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen gilt ab 2029 die sogenannte Bio-Treppe nach § 43 GModG: Betreiber müssen dann einen wachsenden Mindestanteil bestimmter Brennstoffe wie Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff einsetzen. Die Stufen steigen von 10% ab Januar 2029 über 15% ab 2030 und 30% ab 2035 auf 60% ab 2040. Bereits vor dem 29. Juli 2026 eingebaute Bestandsheizungen sind von der Bio-Treppe nicht betroffen und dürfen unverändert weiterbetrieben werden.

 

Für den Einbau einer reinen Gas-Kombitherme gibt es derzeit weder einen Zuschuss von KfW oder BAFA noch eine steuerliche Förderung nach § 35c EStG. Staatliche Fördermittel stehen stattdessen für Wärmepumpen zur Verfügung.

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Die CHA-Monoblock von WOLF

Diese moderne Luft/Wasser-Wärmepumpe verwendet das natürliche Kältemittel Propan beziehungsweise R290 (GWP 0,02), dessen Treibhauspotenzial deutlich geringer ist als andere Kältemittel.

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Gas-Kombitherme austauschen: Diese Optionen gibt es

Wenn Sie eine alte Gas-Kombitherme austauschen lassen, haben Sie die Wahl zwischen einer neuen Gas-Kombitherme und dem Umstieg auf eine Wärmepumpe oder ein Hybridsystem.

1. Ersatz durch eine neue Kombitherme

Der direkte Ersatz durch ein neues Gerät gleicher Bauart ist technisch oft am einfachsten, da sich vorhandene Anschlüsse und auch die Abgasführung weiterverwenden lassen.

2. Umstieg auf Wärmepumpe oder Hybridsystem

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe besteht aus einer Außeneinheit, die in der Regel im Freien aufgestellt wird, und einer kompakten Inneneinheit. Diese Bauweise eignet sich besonders für die Nachrüstung in Bestandsgebäuden. Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur bei ausreichender Wärmeversorgung, desto leistungsstärker wird die Anlage; rund 55°C sind dabei möglich, wobei die Effizienz in diesem Bereich üblicherweise sinkt.

 

Ein Hybridsystem aus Gas-Kombitherme und Wärmepumpe oder Solarthermie kombiniert fossile und erneuerbare Heiztechnik. Über das KfW-Programm 458 wird der förderfähige erneuerbare Anlagenteil mit einer Grundförderung von 30% bezuschusst. Weitere Boni sind an zusätzliche Voraussetzungen geknüpft. Der Klimageschwindigkeitsbonus entfällt insbesondere, wenn die Gasheizung weiterhin zur Wärmeversorgung genutzt wird.

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Wann ist eine Gas-Kombitherme keine gute Wahl?

Eine Gas-Kombitherme eignet sich nicht für jeden Haushalt und jede langfristige Planung gleich gut. Anlage; rund 55°C sind dabei möglich, wobei die Effizienz in diesem Bereich üblicherweise sinkt.

Bei hohem gleichzeitigem Warmwasserbedarf in mehreren Räumen

Muss ein Haushalt regelmäßig mehrere Zapfstellen gleichzeitig mit Warmwasser versorgen, etwa in einem Mehrfamilienhaus mit parallel genutzten Bädern, stößt das Durchlaufprinzip an seine Grenzen. In diesem Fall liefert eine Gastherme mit separatem Warmwasserspeicher oder ein Kompaktgerät mit integriertem Speicher mehr Komfort.

Bei langfristigem Fokus auf Fördermittel und Klimaziele

Wer beim Heizungstausch vorrangig auf eine hohe staatliche Förderung setzt oder die künftigen Kosten der Bio-Treppe ab 2029 vermeiden möchte, trifft mit einer reinen Gas-Kombitherme die falsche Wahl. Diese kann langfristig höhere Betriebskosten verursachen. Hier lohnt sich ein Blick aufWärmepumpen oder Hybridlösungen, die über das KfW-Programm 458 gefördert werden.

 

WOLF Gas-Kombithermen auf einen Blick: Die CGB-2K ist eine moderne Gas-Kombitherme mit Brennwerttechnik und integrierter Warmwasserbereitung. Die CGU-2K arbeitet dagegen mit Heizwerttechnik und eignet sich für Sonderfälle, etwa beim Austausch bestehender Geräte an gemeinsamen Abgasanlagen in Mehrfamilienhäusern. Welche Lösung infrage kommt, hängt von den baulichen Voraussetzungen und dem Wärmebedarf ab.

 

Häufig gestellte Fragen zur Gas-Kombitherme

  • Im engeren Sinne erwärmt eine Gastherme ausschließlich das Heizungswasser für die Heizkörper, während das Warmwasser von einem separaten Speicher geliefert wird. Eine Kombitherme hingegen übernimmt beide Aufgaben in einem Gerät und erwärmt das Trinkwasser nach dem Durchlaufprinzip direkt bei Bedarf.

  • Eine moderne Gas-Kombitherme hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Die tatsächliche Lebensdauer wird durch regelmäßige Wartung, eine korrekte Einstellung und die Wasserqualität im Heizkreislauf beeinflusst.

  • Ja, das GModG erlaubt den Austausch einer defekten Gas-Kombitherme gegen ein neues Gerät gleicher Bauart weiterhin uneingeschränkt. Für neu eingebaute Geräte gilt ab 2029 lediglich die stufenweise Bio-Treppe für den Brennstoffanteil.

  • Die passende Leistungsgröße hängt von der Wohnfläche, dem Dämmstandard und dem Warmwasserbedarf ab. WOLF bietet die CGB-2 mit 14, 20 oder 24 Kilowatt sowie die CGU-2K mit 18 oder 24 Kilowatt an. Eine verbindliche Aussage liefert jedoch erst eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb.

  • Eine Kombitherme ist für Wohnungen und kleinere Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Warmwasserbedarf geeignet. Bei größeren Haushalten mit mehreren gleichzeitig genutzten Zapfstellen lohnt sich ein separater Warmwasserspeicher, der allerdings mehr in der Anschaffung kostet.

  • Für den Einbau einer reinen Gas-Kombitherme gibt es weder einen Zuschuss von KfW oder BAFA noch eine steuerliche Förderung nach § 35c EStG. Beim Umstieg auf eine Wärmepumpe oder eine förderfähige Hybridheizung können Eigentümer dagegen Zuschüsse über das KfW-Programm 458 erhalten. Die Förderhöhe hängt von der gewählten Technik und den individuellen Voraussetzungen ab.

Fazit: Bei der Gas-Kombitherme zählt der Blick auf die langfristigen Kosten

Eine Gas-Kombitherme ist eine kompakte und günstige Lösung für Wohnungen und kleinere Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Warmwasserbedarf. Der Einbau ist nach dem GModG weiterhin erlaubt, eine staatliche Förderung gibt es dafür aber nicht.

 

Die eigentliche Entscheidung betrifft weniger die Technik als den Zeithorizont. Ab 2029 gilt für neu eingebaute Geräte die Bio-Treppe: Der Pflichtanteil an teurerem Bio-Gas steigt bis 2040 auf 60 % an. Zusammen mit dem steigenden CO₂-Preis kann das die Betriebskosten erhöhen. Wer die Therme nur als Übergangslösung plant, kann von den niedrigen Anschaffungskosten profitieren. Wer langfristig plant oder Fördermittel nutzen möchte, sollte auch eine Wärmepumpe oder ein Hybridsystem prüfen. Ein Fachbetrieb kann dafür die Heizlast berechnen und die Kosten der Optionen vergleichen.